Studie zum gesellschaftlichen Beitrag von Senioren

Ältere leisten sozialen Beitrag

Regelmäßige Untersuchung Foto: RAINER-STURM_PIXELIO.DE
Regelmäßige Untersuchung Foto: RAINER-STURM_PIXELIO.DE

Großteil der über 65-Jährigen ist in der Pension sozial aktiv.

Inhalte im Beitrag:

  • Womit beschäftigen sich Senioren im Alter?
  • Welchen sozialen Beitrag leisten Sie?
  • Worauf sollte man im Alter achten?
  • Wann war ihre letzte Vorsorgeuntersuchung?

77 Prozent der Senioren der Altersgruppe über 65 Jahre in Deutschland engagieren sich in Rente oder Pension sozial und gesellschaftlich aber auch weiter beruflich. Diese Zahlen treffen vermutlich auch in Österreich zu. Damit leisten Senioreninnen und Senioren einen bedeutenden Beitrag für die Gesellschaft. Das ist das Ergebnis einer forsa-Studie im Auftrag der Initiative Herzklappe.

Die Gesundheit steht im Alter an erster Stelle für ein langes erfülltes Leben

Deshalb empfehlen Mediziner regelmäßige und frühzeitige Herz-Vorsorgeuntersuchungen, insbesondere der Herzklappen als Hauptrisikofaktor für Herzerkrankungen dieser Altersgruppe. Generell gilt die Alterung – um nicht zu sagen Überalterung – der Bevölkerung in Deutschland, Österreich und Europa als großes Problem. Gleichzeitig leistet aber ein Großteil der älteren Menschen ein hohes Maß an gesellschaftlichem Engagement. Die Haupttätigkeitsfelder sind die Betreuung anderer älterer Menschen, die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sowie die Kommunalpolitik. Das zeigen die Ergebnisse der Verbraucherumfrage von forsa, in der die Tätigkeiten von Personen der Altersgruppe über 65 in Deutschland untersucht wurden. Auftraggeber der Studie war die Initiative Herzklappe.

Regelmäßige Untersuchungen bringen Sicherheit

„Die steigende Lebenserwartung verbunden mit dem großen gesellschaftlichen Engagement der Ruheständler unterstreicht die Notwendigkeit regelmäßiger Herzvorsorgeuntersuchungen“, sagt der Herzspezialist Dr. Behrouz Kherad, Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie und Vorstandsmitglied der Initiative Herzklappe. „Eine häufig unterschätzte Gefahr sind Herzklappenerkrankungen.“ Da hier das Alter der Hauptrisikofaktor ist, rechnen Mediziner aufgrund des demografischen Wandels mit einer steigenden Anzahl älterer Menschen mit Herzklappenerkrankung.

„Problematisch ist, dass die Symptome einer Herzklappenerkrankung oft als normale Alterserscheinungen missdeutet werden“, so der Mediziner. Laut der europäischen Studie Heart Valve Disease Awareness Survey 2017 sind ca. 30 Prozent der über 60-jährigen die Symptome und Folgen einer Herzklappenerkrankung nicht bekannt.

Ohne die richtige und rechtzeitige Behandlung führt eine schwerwiegende Herzklappenerkrankung wie etwa die Aortenstenose jedoch bei knapp der Hälfte der Patienten innerhalb der ersten zwei Jahre nach Auftreten der Symptome zum Tod. Deshalb fordert die Initiative Herzklappe, ein bundesweites Ärzte-Patientennetzwerk in Deutschland, dass Stethoskop-Checks als wichtigstes Instrument der Früherkennung ein fester Bestandteil der jährlichen Gesundheits-Checks für über 65-Jährige werden.

Senioren im Alter ab 65 Jahren, die einer ehrenamtlichen oder beruflichen Tätigkeit bzw. Aktivität nachgehen. Foto: obs/Initiative Herzklappe
Senioren im Alter ab 65 Jahren, die einer ehrenamtlichen oder beruflichen Tätigkeit bzw. Aktivität nachgehen. Foto: obs/Initiative Herzklappe

Wie steht es damit in Österreich?

Hier finden Sie über die Vorsorgeuntersuchung in Österreich alle Informationen.

Hier die Ergebnisse der Forsa-Studie im Detail

  • Insgesamt zeigt sich eine breite Vielfalt von Tätigkeiten der über 65-jährigen.
  • 18 Prozent der Senioren unterstützen andere ältere Menschen.
  • In der Kommunalpolitik sind 15 Prozent aktiv.
  • In Sportvereinen engagieren sich 14 Prozent der Personen ehrenamtlich, während zwölf Prozent in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen tätig sind.
  • Weitere Gebiete sind unter anderem Umwelt- und Naturschutz, Pflege und Soziales sowie Engagement in Musikschulen und Musikvereinen.
  • 6 Prozent der Senioren sind weiter beruflich aktiv. Signifikante Unterschiede zwischen den neuen und alten Bundesländern, Männern und Frauen und den verschiedenen Altersgruppen gibt es bezüglich des gesellschaftlichen und beruflichen Engagements nicht.

Sehen Sie sich dazu unseren Beitrag aus dem Jahr 2018 über das Verhalten von Senioren an.

Seniorenstudie 2018: Mobilität ist wichtiger denn je – von wegen altes Eisen

Foto: obs/Initiative Herzklappe

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