Wir haben den neuen Citroën C4 Cross Diesel ausgiebig getestet

Citroen C4 ©besser länger leben

Soll noch einer sagen, der Dieselmotor ist „gestorben“, dann soll er diesen Testbeitrag lesen.

Mit rund 12,5 Millionen weltweit verkauften Fahrzeugen blickt Citroën im Segment der Kompaktlimousinen auf eine außergewöhnliche Erfolgsgeschichte seit 92 Jahren zurück. Auf den ersten C4 aus dem Jahr 1928 folgten der Ami6/ Ami 8, der GS/GSA, der BX, der ZX,  dann die Vorgängerlimousinen vom C4 (Generationen 2004 und 2010) und der Cactus – und Ende dieses Jahres der neue Citroen C4. Alles recht erfolgreiche Autos, wenn wir gleich – bei unserem ersten Kennenlernen – eine neue Qualität bei Citroen festhalten können. Um nicht zu sagen, er ist gereift, besser geworden ohne seinen Charme dabei zu verlieren. Aber der Reihe nach.

Innovatives Außendesign mit kompakten Abmessungen

Beim neuen Citroën C4 werden Eleganz und Dynamik einer Limousine geschickt kombiniert mit den großen Rädern, der hohen Motorhaube und dem kraftvollen Charakter eines SUV. Mit einer Länge von 4.36 und einer Breite von 1.80 Metern verfügt das Modell über kompakte Abmessungen; der Radstand beträgt 2.670 Millimeter. Ideal um im Stadt-Bereich Parkplätze zu finden und auch kleine Straßen und Gassen machen keiner Probleme. Andererseits liegt er auf Autobahnen wie das sprichwörtliche „Brett“.

Bei seiner Formgebung ist er seiner avantgardistischen Ader treu geblieben: Die neue LED-Lichtsignatur in V-Form an Front und Heck ist ein echter Hingucker. Der verchromte Doppelwinkel, der sich bis zu den Tagfahrleuchten im oberen Bereich und bis zu den Scheinwerfern im unteren Bereich erstreckt, betont die Fahrzeugbreite. Citroën LED Vision, bestehend aus LED-Tagfahrleuchten, drei LED-Scheinwerfern auf jeder Fahrzeugseite und LED-Nebelscheinwerfern mit statischem Abbiegelicht, sorgt auch nachts für beste Sicht. Die Chromeinfassung der Fensterlinie und das elegante Design der neuen Außenspiegel verleihen zusätzliche Raffinesse. Der Spoiler am Heck führt dazu, dass die Kompaktlimousine satt auf der Straße liegt. In Kombination mit der neuen Lichtsignatur und den beiden seitlichen Lufteinlässen entstand ein markantes Heck.

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Individualität hält Einzug in der Kompaktklasse: Kunden können aus 31 Außenvarianten und sechs Innenraum-Ambienten wählen. Die neue Kompaktlimousine ist in sieben verschiedenen Außenlackierungen erhältlich: Polar-Weiß, Obsidian-Schwarz, Stahl-Grau, Platinium-Grau, Elixir-Rot, Karamel-Braun und Iceland-Blau. Wir haben die Farbe Kupfer Gold ausgefasst, die ihm besonders gutsteht, wie wir finden. Innen mit hellen cremefarbigen Ledersitzen, was ihn besonders edel wirken lässt.

Hier kann man sich richtig Wohlfühlen

Das Interieur bei neuesten C 4 zeichnet sich durch hochwertige (war nicht immer so) und warme Materialien aus. Das breite, horizontal geführte Armaturenbrett erstreckt sich bis zu den Türtafeln. Akzente in Seidenmatt-Chrom oder Glänzend-Schwarz an den Luftdüsen, dem Lenkrad, dem Kombiinstrument, den Bedienelementen für Infotainment und der Mittelkonsole sorgen für eine elegante Optik. Durch fünf unterschiedliche Innenraumambiente (Urban Grey, Metropolitan Grey, Metropolitan Blue, Hype Black, Hype Red) bietet der neue C4 auch im Innenraum bei den Sitzbezügen und Türtafeln viele Möglichkeiten zur Personalisierung.

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Das rahmenlose digitale HD-Kombiinstrument besticht durch sein gut lesbares, für Citroën typisches grafisches Design. Dank des breiten, farbigen Head-up-Displays werden wichtige Fahrinformationen direkt in das Sichtfeld des Fahrers projiziert. Die zentralen Luftdüsen und der rahmenlose 10-Zoll-Touchscreen sind in die Mitte des Armaturenbretts integriert. Sowohl dort als auch an der Zwei-Zonen-Klimaautomatik finden sich verchromte Drehregler mit Doppelwinkel-Design. Wir finden innen und außen ein ordentlicher Auftritt, der nach viel mehr aussieht, als er kostet. Die Preise für den Citroen C 4 Cross starten bei EUR 37.200,-

Wir haben den C 4 Cross mit 130 PS Dieselmotor mit seinen 1.499 ccm und mit Achtgang-Automatikgetriebe getestet. Feine Sache der Diesel, 126 g/km CO2 und 4% NoVa. Auch seine Fahrwerte sind weit über dem Klassendurchschnitt, seine Beschleunigung beträgt von 0 auf 100 km/h in 10.9 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von 208 km/h.

Citroen Komfort und eine Weltneuheit

Für ein Citroen typischen Allround-Komfort sorgen im C4 das Programm Citroën Advanced Comfort®. Die Advanced Comfort Federung und Advanced Comfort Sitze sorgen für herausragenden Fahrkomfort. Zudem wartet mit Smart Pad Support Citroën™ eine einzigartige Innovation und Weltneuheit auf den Beifahrer, damit dieser sein Tablet komfortabel während der Fahrt nutzen kann. Die versenkbare Tablet-Halterung ist mit dem Apple iPad Air 2 und dem Samsung Tab A 10,5’’ kompatibel. Alternativ ist eine Universalvariante für andere Tablets erhältlich. Vielleicht auch ein Grund, dass neuerdings die Frau das Steuer übernimmt und Mann rechts am Beifahrersitz Platz nimmt und noch schnell via Tablett seine Geschäfte erledigt. Die Zeiten ändern sich.

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Besonderes Augenmerk wurde offenbar bewusst auf den Akustikkomfort gelegt. Windgeräusche wurden minimiert und das Abrollverhalten wurde weiter optimiert. Zudem wurde der Motorraum besonders schallgedämmt. In der Praxis hörten wir im Innenraum fast nichts vom Dieselmotor. Auch der Wärmekomfort wird großgeschrieben: So sind die Windschutzscheibe und das Lenkrad beheizbar – ein Novum in der Citroën Modellpalette. Darüber hinaus sind die Vorder- und Rücksitze(!!) beheizbar, die Zwei-Zonen-Klimaautomatik ist einfach zu bedienen und an der Rückseite der Mittelkonsole sind Luftdüsen angebracht.

Modernste Technik und umfangreiche Assistenzsysteme

Insgesamt bis zu 20 nützliche Fahrerassistenzsysteme unterstützen den Fahrer und sorgen zugleich für Sicherheit und Gelassenheit. Neben dem Head-up Display, das wichtige Fahrinformationen direkt in das Sichtfeld des Fahrers projiziert, und dem Keyless-System verfügt die neue Kompaktlimousine unter anderem über einen aktiven Spurhalteassistenten, Frontkollisionswarner mit aktivem Notbremsassistenten, Verkehrszeichenerkennung, Müdigkeitswarner und die Anhängerstabilitätskontrolle. Die 180-Grad-Rückfahrkamera erleichtert Parkmanöver und warnt den Fahrer gemeinsam mit Ultraschallsensoren an Front und Heck vor Hindernissen. Das System Highway Driver Assist ist mit dem aktiven Geschwindigkeitsregler mit Stop&Go-Funktion verknüpft und ermöglicht halbautonomes Fahren der Stufe 2. Das Fahrzeug regelt automatisch die Geschwindigkeit, überwacht die Fahrbahn und hält die Spur. Der Fahrer lässt die Hände am Lenkrad und kann jederzeit das Steuern übernehmen.

Das bei so viel technischen Aufwand auch die modernste Konnektivität für mehr Sicherheit und intuitive Bedienung sorgt – versteht sich dabei fast von selbst. Über den 10-Zoll-Touchscreen kann der Fahrer auf sämtliche Fahrzeugparameter, Media-Funktionen, das verbundene Telefon, die Klimaanlage und die Navigation zugreifen. Alternativ erfolgt die Bedienung via Sprachsteuerung. Smartphones oder Geräte, die mit dem Qi-Standard kompatibel sind, können per Induktion in der Mittelkonsole aufgeladen werden. Durch die vernetzte Full-HD-Kamera ConnectedCAM Citroën® mit GPS-Funktion und internem Speicher von 16 GB, welche hinter dem Innenspiegel verbaut ist, kann der Fahrer sein Blickfeld fotografieren oder filmen.

Unser einhellige Testmeinung war daher nach über 2.000 Kilometer Testfahrten, Citroen hat einen großen Sprung nach vorne gemacht. Eine avantgardistische Limousine, die ruhig gleiten kann, aber auch spritzig sein kann, mit einer famosen 8 Gang Automatik sehr bequem ist. Er liegt Überland ausgesprochen satt und gut auf der Straße, zieht spurtreu seine Linien und auch nach längeren Etappen, steigt man fast entspannt aus.

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Das Beste kommt immer zum Schluss

Als wie, wenn der Dieselmotor es allen E-Auto-Freunden nochmals zeigen möchte. Während E Auto Fahrer auf Autobahnen nach längstens 260 km schon nach einer Nachladesäule suchen und diese dann ansteuern und sich wieder rund 45 Minuten gedulden müssen, zieht unser Diesel C 4 völlig entspannt vorbei. Aber wir sind nicht arrogant, aber Faktum ist: Der Tank des C 4 fasst gesamt 52 Liter Diesel, vollgetankt zeigt er dabei am Bordcomputer satte 1.050 km Reichweite an. Bei einem echten Verbrauch von 5,5 Liter auf 100 Kilometer  während unseres Testes auf italienischen Autobahnen mit Tempo 130 km/h plus. Damit verpassten wir den vom Werk angeführten Verbrauch von 4,9 Liter nur knapp. Tatsächlich wären wir auch jederzeit auf diesen Wert (mit Automatik (!!) gekommen, wenn wir uns nur geringfügig zurückgehalten hätten. Aber: Der C 4 macht enorm Spass und reisen vergeht wie im Flug.

Nur eine kleine Rechnung: Wenn man volltankt 50 Liter (2 Liter ist noch Reserve) dann kostet dies auch mit den derzeit gestiegenen Sprit-Preisen (gerechnet EUR 1.808) EUR 90,40 und damit kommt man gute 1.000 Kilometer.

Unser Fazit

Wer auf Avantgarde und Style nicht verzichten will, wer zu vernünftigen Preisen eine Kompakt-Limousine sucht, die sparsam, bequem, überdurchschnittlich gut ausgestattet sein soll, kommt neuerdings am Citroen C 4 nicht vorbei.

1 Kommentar

  1. Ein schönes Auto. Nur ist die Qualität bei Citroen inzwischen schon gut? Ich hatte vor Jahren einen, na ….

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