DIE KARWOCHE – Von Palmsonntag bis zur Osternacht

Was bedeutet die Karwoche bis Ostern kirchlich

Die_Karwoche-pixabay_3kreuze
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Die Karwoche – das Wort wird aus dem althochdeutschen „kara“ oder „chara“ für Klage, Kummer, Trauer abgeleitet.

Oftmals fragen sich Menschen, was bedeutet Ostern und die Karwoche. Wir haben hier eine Erklärung gesucht und gefunden. Auch ein Fastenrezept haben wir für Sie gefunden, welches wir im Anschluss vorstellen.

Ostern ist das wichtigste Fest des Christentums. Die Osterbotschaft lautet: Gott hat Jesus von den Toten auferweckt – das Leben ist stärker als der Tod! So erinnern und feiern Christen in aller Welt in der Karwoche und in der Osterzeit die Botschaft von Kreuzestod und Auferstehung Jesu Christi.

Von Palmsonntag bis zur Osternacht: Die „Heilige Woche“ – eine Woche voller Riten.

Ostern fasst das Fundament des christlichen Glaubens zusammen, das Gedächtnis an Leiden, Tod und Auferstehung Christi stellt den Höhepunkt des Kirchenjahres dar. Ostern ist damit das wichtigste und höchste Fest der Christenheit.

Den Auftakt der Karwoche bildet der Palmsonntag, an dem der Einzug Jesu in Jerusalem gefeiert wird. Am Gründonnerstag erinnern sich die Gläubigen an die Feier des jüdischen Pessach-Festes durch Jesus und seine Jünger beim „letzten Abendmahl“. Der Gefangennahme, Verurteilung und schließlich der Hinrichtung Jesu sowie der Grabesruhe wird am Karfreitag und Karsamstag gedacht. In der Osternacht feiern die Christen das Fest der Auferstehung Jesu von den Toten.

Der erste Frühlingsvollmond

Ostern geht auf die früheste Zeit der Kirche zurück und ist das ritenreichste aller christlichen Feste. Seit dem Konzil von Nizäa wird Ostern alljährlich am Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond gefeiert. Ostern liegt damit zwischen dem 22. März und dem 25. April. Da die orthodoxe Kirche der Kalenderreform unter Papst Gregor XIII. im Jahr 1582 nicht folgte, feiern Ost und West zumeist – und auch im Jahr 2013 – an unterschiedlichen Tagen.

Karwoche – Heilige Woche

Die Karwoche – das Wort wird aus dem althochdeutschen „kara“ oder „chara“ für Klage, Kummer, Trauer abgeleitet – wird in anderen Sprachräumen auch „Heilige Woche“, „Holy Week“, „Semaine sainte“ oder „Semana Santa“ genannt.

Die eigentliche Vorbereitung auf Ostern beginnt am Palmsonntag. Palmen galten im alten Palästina als Zeichen der Königswürde und des Friedens. In der Karwoche werden zunächst in der „Chrisammesse“ jene Öle geweiht, die das ganze Jahr über bei Taufen, Firmungen, Krankensalbungen und Priesterweihen verwendet werden. Schon in der Heiligen Schrift steht das Öl für Gesundheit, Lebensfreude, Kraft und Frieden.

Mit dem Gründonnerstag beginnen die „heiligen drei Tage“. Der Name Gründonnerstag geht vermutlich auf das mittelhochdeutsche Wort „Greinen“ oder „Grienen“ zurück, was so viel wie „wehklagen“ bedeutet. An diesem Tag wurden die Sünder, die Buße geleistet hatten, die „Greinenden“, wieder in die Gemeinde aufgenommen. Manche Forscher verweisen aber auch darauf, dass der Gründonnerstag seit dem 4. Jahrhundert ein kirchlicher Freudentag war, an dem die zuvor Exkommunizierten nach Buße und Vergebung wieder zur Kommunion zugelassen (also wieder „grünendes Holz“ am Stamm der Kirche nach Lukas 23,31) waren.

Schweigen und verhüllen

Die Abendmesse am Gründonnerstag erinnert an das Letzte Abendmahl Jesu. Als Zeichen der dienenden Liebe wusch Jesus vor dem Mahl seinen Jüngern die Füße. Diesen Brauch, der seit dem Konzil von Toledo 694 bekannt ist, wiederholen am Gründonnerstag bis heute in vielen Kirchen Priester oder Bischöfe. Als Ausdruck der Trauer verstummen während der Messe Orgel und Glocke und schweigen bis zur Osternacht. Weiteres Zeichen der Anteilnahme am Leiden Christi ist die Verhüllung von Kreuz und Altar. Und in vielen christlichen Gemeinden werden bis zum Karfreitag Nachtwachen gehalten.

Für evangelische Christen ist der Karfreitag der höchste Feiertag des Jahres. Die katholische Kirche wiederum kennt am Karfreitag wie auch am Karsamstag keine Eucharistiefeier. Der Karfreitag ist neben dem Aschermittwoch der einzige Tag, der in der katholischen Kirche als strenger Fasttag gilt. Zur Todesstunde Jesu um 15 Uhr versammeln sich die Katholiken zu einem Gottesdienst, der sich von allen anderen Feiern während des Jahres unterscheidet. Im Mittelpunkt steht die Kreuzverehrung sowie das Fürbittgebet für die Kirche und die ganze Welt. Der Karsamstag ist der stillste Tag im Kirchenjahr. An diesem Tag verweilt die Kirche am Grab des Herrn, bedenkt seinen Abstieg in das Reich des Todes und erwartet seine Auferstehung.

Leben stärker als der Tod

Das eigentliche Osterfest ist vor dem Hintergrund der Pessach-Feier entstanden, mit dem die Juden den Auszug des Volkes Israel aus der Sklaverei Ägyptens feiern. Bereits im 6. Jahrhundert begann die Osterliturgie in den Abendstunden des Samstags. Zu Beginn der Feier werden zunächst Osterfeuer und Osterkerzen gesegnet. Das Feuer gilt dabei als Symbol für die Sonne, die erst Leben ermöglicht. Dann ruft die Gemeinde in sieben Lesungen aus dem Alten Testament die großen Stationen der Heilsgeschichte in Erinnerung.

Nirgends in der Bibel ist die Auferstehung „beschrieben“. Es gibt aber die Erzählungen über Erscheinungen des auferstandenen Jesus, über die Auffindung des leeren Grabes und die Kunde eines Engels von der Auferstehung. Christen ist die Auferstehung Jesu Gewähr dafür, „dass am Ende das Leben über den Tod, die Wahrheit über die Lüge, die Gerechtigkeit über das Unrecht, die Liebe über den Hass und selbst den Tod siegen wird“, wie es im deutschen Erwachsenen-Katechismus heißt.

Der Karsamstag ist der letzte Tag der Fastenzeit seit dem Aschermittwoch. Mit dem Ostersonntag beginnt die 50-tägige österliche Freudenzeit („Osterzeit“) bis Pfingsten.

KARFIOL-BROCCOLIAUFLAUF MIT KRÄUTERN

Ein Rezept für die  Fastenzeit

Fastenrezept__Karfiol-Broccoliauflauf_mit_Kr_utern-pixabay_brokkoli_karfiol
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Broccoli enthät besonders viel Vitamin C und ist reich an Mineralstoffen wie Kalium, Kalzium, Phosphor, Eisen, Zink und Natrium.

Aufläufe sind beliebte Gerichte die es in vielen verschiedenen Variationen gibt. Der Küchenchef der Schulbrüder in Strebersdorf empfiehlt für die Fastenzeit zum Beispiel einen Karfiol-Broccoliauflauf mit Kräutern.

Zutaten für vier Personen:

60 dag Broccoli (frisch oder tiefgekühlt)

60 dag Karfiol (frisch oder tiefgekühlt)

Salz

Pfeffer

Für die Sauce:

Butter

Mehl

1 Ei

200 ml Milch

Schnittlauch

Petersilie

Rahm

Salz

Pfeffer

ein Spritzer Worcestersauce

Broccoli und Karfiol dämpfen und mit Salz und Pfeffer würzen. Aus Butter Mehl und Milch ein Bechamel erstellen, das Ei und die Gewürze darunter heben und über das Gemüse gießen. Das Ganze in einer Auflaufform bei 180 Grad cirka 45 Minuten backen.

Broccoli enthät besonders viel Vitamin C und ist reich an Mineralstoffen wie Kalium, Kalzium, Phosphor, Eisen, Zink und Natrium.

Guten Appetit!

Erstellt von: ks

4 Kommentare

  1. Vielen Dank für die schöne Übersicht, ich selbst bin ohne Bekenntnis und finde es gut mich da etwas auszukennen. Danke!

  2. Die Fastenzeit ist toll, gute Sache sich immer wieder darauf zu besinnen in was für einem Konsumverhalten wir eigentlich unseren Alltag durchleben. Auch wenn man nicht besonders religiös ist, finde ich es wichtig sich etwas darum Gedanken zu machen.

  3. Toller Kommentar @Jürgen K.
    Ich finde du hast damit sehr Recht und ich denke der Grundgedanke dahinter ist für die meisten Menschen wertvoll – ganz egal ob man mit Religion viel am Hut hat oder eben nicht..

  4. Ich mag die Tage um Ostern sehr. Eigentlich verwunderlich, dass es in unserer Gesellschaft weniger groß gefeiert und zelebriert wird als beispielsweise Weihnachten.

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