Unser Autotest: Wir testeten den neuen Skoda KAMIQ

Wieder ein neues City-SUV

Drittes neues SUV-Modell von Skoda, erstmals im stark wachsenden Segment der City-SUV.

Der KAMIQ verbindet die typischen Vorzüge dieser Fahrzeugklasse wie eine größere Bodenfreiheit oder eine erhöhte Sitzposition, die inzwischen nicht nur Best Ager so lieben, mit der Agilität eines Kompaktfahrzeugs sowie markentypisch emotionalem Design. Natürlich – wie bei Skoda üblich – mit einem großzügigen Raumangebot und zahlreichen Simply Clever Ideen. Damit erfüllt er die Ansprüche von Familien sowie von lifestyle-orientierten Kunden.

Die Highlights des neuen ŠKODA KAMIQ

Eine erhöhte Bodenfreiheit, robust ausgeführte Details und große Räder von 16 bis 18 Zoll sorgen für eine kraftvolle Präsenz des ŠKODA KAMIQ. Mit seiner Länge von 4.241 Millimetern ist er deutlich kompakter als seine beiden größeren SUV-Brüder. Seine Zugehörigkeit zur ŠKODA SUV-Familie sieht man ihm sofort an: Zum Beispiel die präzise ausgearbeitete Motorhaube, die ihm ein unverkennbares Aussehen verleiht und eine eigenständige Identität verleiht. Als erster ŠKODA verfügt er über geteilte LED-Frontscheinwerfer mit obenliegendem Tagfahrlicht sowie in der Voll-LED-Ausführung über dynamische Blinker vorne und hinten. Ein Panoramadach ist optional verfügbar. Neuerdings trägt er wie alle neuen Modelle des Herstellers den ŠKODA Schriftzug selbstbewusst in Einzelbuchstaben anstelle des ŠKODA Logos. Warum das so ist, kann uns keine sagen, Kosten oder weil andere Hersteller wie beispielsweise Volvo damit angefangen haben.

Ein praktischer und zugleich geschmackvoller Innenraum mit allerlei technischen Raffinessen

Die erhöhte Sitzposition, helfen beim City-SUV für einen bequemen Ein- und Ausstieg, gute Übersicht und eine hohe Ergonomie. Im Fond gehört der KAMIQ hinsichtlich Größe mit 1.003 Millimetern Kopffreiheit, 1.425 Millimetern Ellbogenfreiheit und 73 Millimetern Kniefreiheit zu den Besten im Segment. Sein Kofferraum fasst 400 Liter und ist beim Umklappen der asymmetrisch geteilten Rückbank (60:40) mit optionaler Mittelarmlehne auf 1.395 Liter erweiterbar. Die auf Wunsch umklappbare Beifahrersitzlehne ermöglicht den Transport besonders sperriger Gegenstände von bis zu 2.447 Millimetern Länge. Clevere Ablagen im Innenraum bieten zusätzliche 26 Liter Stauraum.

Weiche neue Materialien an Instrumententafel und vorderen Türverkleidungen sowie neue Sitzdesigns und Bezüge – auch aus der edlen Mikrofaser Suedia – sorgen im Interieur für eine angenehme Atmosphäre und man fühlt sich sofort wohl. Optional lässt sich der KAMIQ mit einer Ambientebeleuchtung, Dekorleisten, Kontrastnähten und dem Dynamik-Paket weiter individualisieren. Auf Wunsch sorgen neben dem 10,25 Zoll großen Virtual Cockpit auch Climatronic und ein elektrisch einstellbarer Fahrersitz für Komfort, zudem sind optional Frontscheibe und Lenkrad beheizbar. Dies allerdings gegen Aufpreis.

Unser Testwagen im Testalltag

Wir fassten den KAMIQ Ambition 1,0 l TSI mit 95 PS/70kW und 5-Ganggetriebe aus. Diese Modellvariante wird vermutlich auch das meist gewählte Modell der Österreicher*innen sein. Sein Grundpreis von Euro 22.360,- trägt dazu ebenso bei. Bereits auf den ersten Kilometern merkt man, er ist mit seinem 95 PS spritzig und antrittsstark (0 auf 100 km in 11,1 Sek.) und läuft bei Bedarf 181 km/h.  Wer mehr Leistung will muss zum 1,5 l TSI mit 150 PS greifen.

Auch nach unseren Testfahrten können wir durchaus bestätigen, dass wir niemals über Leistungsmangel klagen konnten. Seine Stärken liegen auf anderen Gebieten, wie beispielsweise dem Benzinverbrauch. Der 1.214 kg schwere KAMIQ ist tatsächlich bei moderater Fortbewegung unter 6,0 Liter auf 100 km (Abgasnorm Euro 6d-TEMP) zu fahren. Auch bei schnellen Autobahnfahrten kamen wir nie über 7,0 Liter hinaus. Damit steckt er so manchen Hybrid locker in die Tasche und ist auch wesentlich günstiger in der Anschaffung, weil kein Elektromotor „mitgekauft“ werden muss. Auch sein 5-Ganggetriebe ist perfekt abgestimmt und man ertappt sich bei der Frage, warum man bei manch anderen ständig im 6-Ganggetriebe hin und her schalten muss. So geht es auch und man fährt sogar bei Autobahntempolimit von 130 km/h mit niedriger Drehzahl und entsprechend geräuscharm.

Um so länger wir mit dem neuen ŠKODA KAMIQ gefahren sind, umso mehr bestätigte sich unsere Vermutung: Er ist das ideale Auto für Best Ager: höhere Sitzposition, preiswerter Anschaffungspreis, gute Straßenlage und vernünftiger Treibstoffverbrauch – was will man mehr.

Fahrwerk und Fahrverhalten

Der KAMIQ verfügt über ein neu entwickeltes Fahrwerk, die Bodenfreiheit liegt rund 39 Millimeter über der des ŠKODA SCALA. Optional ist für den KAMIQ das Sport-Normal-Fahrwerk verfügbar – ein um 10 Millimeter tiefergelegtes, sportlich konfiguriertes Fahrwerk, das wir empfehlen würden. Es ist seinen Aufpreis von 424,- wert. Über die Fahrprofilauswahl Driving Mode Select lässt sich zwischen Normal und Sport umschalten.

Seine Lenkung und die Abstimmung der Federung gehört zu den präzisesten am Markt und ist ein guter Kompromiss zwischen Sportlichkeit und Komfort. Man spürt erst den Unterschied, wenn man ein anderes Modell fährt und in einer Kurve eine querverlaufende Spurrille ist und man versetzt um gut einen Meter. Derartiges ist dem KAMIQ unbekannt. Er zieht seine Wege sicher und unspektakulär.

Sicherheit und Assistenzsysteme

Auch sicherheitstechnisch ist er am letzten Stand. Er ist mit bis zu neun Airbags ausgerüstet, inklusive Fahrer-Knieairbag und Seitenairbags hinten und verfügt über modernste Assistenzsysteme und ein großzügiges Platzangebot. LED-Scheinwerfer und -Heckleuchten sind serienmäßig, Voll-LED-Scheinwerfer mit AFS (automatisches Auf- und Abblenden) und dynamische Blinker vorne und hinten sind optional erhältlich. Zur Serienausstattung gehören ein Spurhalte-Assistent, ein Frontradar-Assistent mit City-Notbremsfunktion und vorausschauendem Fußgängerschutz sowie eine Multikollisionsbremse.

Er ist dank integrierter LTE-eSIM immer online. Das ermöglicht zum Beispiel die stetige unmerkliche Optimierung der Navigation. Für die Umsetzung von Sprachbefehlen ist die ŠKODA Digital- Assistentin Laura zuständig, die ebenfalls Online-Unterstützung anbietet – neben einfachen Befehlen versteht sie auch ganze, fließend gesprochene Sätze und Dialekte. Funktioniert auch in der Praxis tadellos, doch nicht Jedermann oder Frau will dies nutzen – speziell Ältere, je nach Lust und Laune. Verfügbar sind zudem SmartLink Technologie zur Einbindung von Geräten über Apple CarPlay, Android Auto oder MirrorLinkTM – auf Wunsch auch kabellos als Wireless SmartLink- ein WLAN-Hotspot, bis zu jeweils zwei USB-C-Anschlüsse vorne und hinten sowie eine Phone Box, die das induktive Laden von Smartphones ermöglicht. Technisch wirklich auf dem letzten Stand und alle Technikfreaks wird es freuen, alles zu benutzen.

Unser Fazit:

Kompaktes City SUV mit durchaus Langstreckentauglichkeit, Preis-/Leistung/Verbrauch passen hier – ideal für Best Ager.

Fotos©Skoda

3 Kommentare

  1. Wow ein Auto mit Sprachsteuerung? Hatte bis jetzt garnicht gewusst dass es sowas gibt. Das wäre mir etwas unheimlich aber sicher eine Erfahrung wert das mal auszuprobieren.

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