
Für viele Dienstnehmer zählen ältere Mitarbeiter ab 58 überhaupt schon zum alten Eisen und sie wollen sie so schnell wie möglich loswerden. Dies zeigen die stetig steigenden Altersarbeitslosenzahlen. Dabei wird oftmals vergessen, dass diese Menschen noch gerne weiterhin arbeiten würden nur finden Sie keinen Job.
Auch für die Politik sind Pensionisten nur eine Budgetposition – deren Kosten europaweit eher nach unten gedrückt werden sollte.
Man könnte zum Schluss kommen, keiner will die Alten, keiner will sie weiter beschäftigen und keiner will für sie zahlen.

In welcher Gesellschaft leben wir?
An den Jugendwahn der Werbewirtschaft haben wir uns ja schon gewohnt, die meint ihre Werbung müsse nur die Jungen ansprechen und diese sollen dann aber gleich bis ins hohe Alter dieses Produkt kaufen.
Ist es nicht erbärmlich, wenn man älteren Menschen ihre Berechtigung zu einem langen Leben abspricht?
In Würde altern!
Was ist daran schlecht, wenn
- Johannes Heesters noch im hohen Alter und schon blind sich freute wenn „seine Zuschauer“ ihm auf der Bühne Beifall spendeten?
- Wenn ein 100jähriger gerne lebt und dies auch zugibt?
- Wenn ein Cafetier noch mit 99 Jahren fast täglich in seinem Cafe ist, das er aufgebaut hat?
- Wenn man Unternehmen verpflichten würde ältere Dienstnehmer auch tatsächlich bis zu ihrem Pensionsantritt zu beschäftigen?
- Wenn EU-Politiker dazu stehen, dass sich ältere Menschen durch ihre lange Berufstätigkeit, ein Anrecht auf eine ordentliche Pension erworben haben?
- Wenn junge Menschen sich um ältere Menschen und ihre eigenen Eltern und Verwandten kümmern?
- Wenn die Werbewirtschaft die „Marktgruppe ältere Menschen“ ernst nimmt und sie gezielt anspricht?
- Wenn wir weniger für Gender, dafür mehr für Ältere stimmen?
Nehmen wir die Jahreswende zum Anlass und denken mal über unsere eigene Einstellung zu Älteren nach und gehen mehr aufeinander zu. Wir meinen zu einer funktionierenden Gesellschaft gehört auch ein intaktes Umgehen zwischen Jungen und Alten.

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