Der Malawisee in Tansania

Das wäre ein Erlebnis

Malawisee ©www.transafrika.org

Ein unglaubliches Naturreservat wartet entdeckt zu werden.

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Der Malawisee liegt in Tansania am Indischen Ozean und grenzt im Norden an Kenia und Uganda, im Westen an Burundi, Ruanda und Demokratische Republik Kongo und im Süden an Sambia, Malawi und Mosambik.

Hier links finden Sie eine detaillierte Karte von Tansania.

Tansania hat bis auf die Küstenregionen einen ausgesprochenen Hochlandcharakter

Das tansanische Festland besteht aus der 16 – 64 km breiten Küstenebene mit üppiger tropischer Vegetation, der 213 – 1.067 m hoch gelegenen Masai-Savanne im Norden und dem Hochplateau im Süden (900 – 1.200 m), das bis nach Sambia und zum Malawisee reicht. Der Zentralafrikanische Graben berührt Tansania nur im Westen, der Ostafrikanische Graben verläuft durch das Landeszentrum. Zeugen der geologischen Vorgänge in der tektonischen Bruchzone sind riesige Krater und Vulkane wie der Rungwe (3.175 m), der Mount Meru (4.565 m) oder der höchste Berg Afrikas, der Kilimanjaro (5.895 m). Die Grabensysteme sind in relativ junger geologischer Zeit entstanden, nämlich im Tertiär, durch Bewegungen in der Erdkruste. Teile der alten afrikanischen Masse, die im Wesentlichen aus Gesteinen der Erdfrühzeit wie z.B. Gneis und Granit wurden als Schollen herausgehoben (auf 1.000 bis 2.900 m), andere sind als langgezogene Gräben abgesunken und haben sich mit Seen und Schwemmland gefüllt.

Der Malawisee (alte Bezeichnung Nyassasee. Nyasa ist Yao und bedeutet „See“.) zählt mit einer Länge von 560 km, einer Breite bis zu 80 km (durchschnittlich 50 km) und einer Tiefe von bis zu 704 m zu den größten Seen im Ostafrikanischen Grabenbruch.

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Der Malawisee wird in Bezug auf seine Größe in Ostafrika nur vom Tanganjikasee und vom Viktoriasee übertroffen und ist der neuntgrößte See der Erde. Sein Absfluss ist der Shire. Anrainerstaaten des Malawisees sind: Tansania, Malawi und Mosambik.

Der Malawisee ist für seinen Artenreichtum an Fischen bekannt (ca. 1500 Arten). Viele farbenprächtige Arten aus dem Malawisee sind in der Aquaristik stark verbreitet. Diese Fische zählen zu den maulbrütenden Buntbarschen. Für die Ernährung interessant sind die Fische Chambo, eigentlich vier Buntbarscharten, und Kampango, eine Welsart (Bagrus meridionalis), die sehr wohl für den Export taugten. Allerdings wird nur der südlichste Teil des Malawisees wirtschaftlich nach ihnen befischt. Auch Fischer in Pirogen angeln nach ihnen, aber nie in den Mengen, die markttauglich wären. Zudem ist das Fischen mit Netzen im unmittelbaren Uferbereich viel verbreiteter. Dort halten sich diese größeren Fische aber nicht auf. Zum Schutz der Brutstätten der Fische wurde 1980 am Südufer des Sees bei Monkey Bay der Lake Malawi Nationalpark eingerichtet, der seit 1984 auch auf der Liste des UNESCO-Weltnaturerbe steht.

Der Malawi-See verläuft vom Nordosten Malawis bis nach Mangochi im Süden des Landes

Die Ufer des Sees sind meistens vom Sandstrand bedeckt. Krokodile, Gezeiten oder Strömungen sind an den touristisch erschlossenen Küsten kein Problem. An den Stränden sind Wassersportarten wie Segeln, Wasserskifahren oder Surfen möglich. Durch den Artenreichtum der Fische ist der See ein Paradies für Taucher. Wunderschöne Strände auf der Insel Likoma bieten sich zum Baden an.

Man kann eine Rundreise mit dem Linienschiff Ilala II unternehmen. Es fährt zwischen Monkey Bay und Karonga im Norden Malawis. Von März bis Mai ist das Wetter für die Fahrt am günstigsten. Die Abfahrt ist freitags, am darauffolgenden Mittwoch legt das Schiff wieder in Monkey Bay an. In der Hochsaison empfiehlt es sich, im Voraus zu buchen.

Auf dem Malawisee findet Passagier- und Frachtverkehr mit der MS Ilala statt. Die Häfen sind von Süden nach Norden: Monkey Bay, Chipoka, Makanjila, Nkhotakota, Nkhata Bay, Mphandi Port, Ruarwe, Charo, Mlowe, Chilumba, Kambwe bei Karonga. Die Hin- und Rückfahrt Monkey Bay-Karonga dauert fünf Tage. Von Nkhata Bay werden zweimal wöchentlich die Inseln Chizumulu und Likoma angelaufen.

Der Distrikt Mangochi bietet mit zahlreichen Hotels, Lodges und Camps für Touristen die beste Infrastruktur

Weiter nördlich gibt es Senga mit ähnlich gutem, doch weit weniger umfassendem Angebot. Bei Rucksacktouristen haben sich Nkhata Bay und Cape MacLear als Ziele etabliert.

Der Malawisee ist abseits von Flussmündungen, entgegen anderslautenden Gerüchten, frei von Bilharziose. Als Grund wird ein hoher Magnesiumgehalt des Wassers genannt, aber auch, dass Cichliden Schnecken fressen, also das Wirtstier des Bilharziaerregers. Dagegen wird berichtet, dass an einigen Hotelanlagen und öffentlichen Stränden die Wirtstiere der Erreger, die Wasserschnecken, regelmäßig eingesammelt wurden. Dadurch seien aber die Würmer, welche in den menschlichen Körper eindringen, nicht beseitigt worden. Wenn die Gefahr einer Infektion mit Bilharzia bestünde, würde überall in tieferem Wasser von Booten und Badeinseln aus geschwommen, wie es im Kariba- oder im Tanganjikasee der Fall ist, da sich der Erreger nur in seichtem Wasser aufhält. Am Malawisee hingegen sind die Strände an den Lodges voll. Tatsächlich besteht aber weitreichende Unsicherheit, weil unter dem Präsidenten Hastings Kamuzu Banda jede Bilharziagefahr radikal geleugnet wurde, was so gewiss auch nicht stimmt.

Das Wasser des Sees ist kristallklar

Bei Windstille lässt sich viele Meter tief auf den Grund schauen. Es gibt unzählige Seeadler. Zu achten ist vor allem auf Flusspferde, die zu Wasser wie zu Lande sehr beweglich und schnell sind. Sie sind zwar Pflanzenfresser, greifen Menschen aber an, wenn sie ihnen den Fluchtweg ins offene Wasser abschneiden. Sie ziehen ihre Opfer unter Wasser und können dort die Luft länger anhalten. Es kommen jedes Jahr mehr Menschen durch Nilpferde zu Tode als durch Krokodile, die im fischreichen See genug Nahrung finden. Wer zu kleineren, unbewohnten Inseln fährt, sollte auf Wildtiere gefasst sein, darunter Seepythons und große Warane. An bewohnten Stellen ist der See vergleichsweise ungefährlich.

Der See ist in seinem südlichen Teil mit seinen sehr schönen Sandstränden in weiten Teilen geradezu lieblich, der Kontrast zu den Granitformationen oft bizarr. Nach Norden hin werden die Ufer steiler. Ganz im Norden ragen auf tansanischer Seite die Livingstone-Berge mit Steilwänden bis zu fast 2.500 m Höhe direkt aus dem See. Hier können sehr starke Winde mit hohem Wellengang und tückische Fallwinde auftreten. Wer hier segelt oder windsurft, muss es unbedingt können. Die gegenüberliegende malawische Seeseite zwischen Karonga und Chilumba ist weit weniger schroff als die zwischen Chilumba und Nkhata Bay.

Hier finden weitere Informationen über Ostafrika: www.transafrika.org

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