Pensionsantritt – Was erwartet 50 Jährige in Zukunft?

Wie lange werden Sie arbeiten müssen?

Was will die Regierung?

Was meinen Zukunftsforscher?

Wir zeigen die Fakten auf.

Den jungen Menschen von heute ist es klar, dass sie später in Pension gehen werden als die Generationen davor. Während das durchschnittliche Pensionsantrittsalter in Österreich derzeit bei Männern 58,9 Jahren und bei Frauen 57 Jahren beträgt, wird das gesetzliche Pensionsantrittsalter in Zukunft steigen.

Sehen Sie sich dazu unsere Grafik über das derzeitige Pensionsantrittsalter nach APG an.

Während die Regierungsmitglieder beschwichtigen und derzeit nur die sogenannte Hacklerregelung im Jahr 2014 auslaufen lassen, soll doch das faktische Pensionsantrittsalter sich dem regulären Pensionsantrittsalter von derzeit 65 Jahren (Männer) und 60 Jahren (Frauen) nähern.  Mit welchen geeigneten Maßnahmen dies erreicht werden soll, ist noch offen.

Andere EU Länder wie Deutschland und Frankreich gehen sogar noch einen Schritt weiter, forderte doch erst jüngst Bundeskanzlerin Angelika Merkel eine Anhebung des Pensionsantrittsalter für Männer von 69 Jahren. In Frankreich ist eine schrittweise Anhebung auf 62 Jahre bereits beschlossen.

Glaubt man den Prognosen mancher Wirtschaftsforscher oder Zukunftsforscher, so werden sich heute 50-Jährige darauf einstellen müssen, dass sie bis 67 oder 69 Jahre  (Männer) zukünftig arbeiten werden.

Was bedeutet das für den Einzelnen?

Während der Durchschnitt in Österreich heute zwischen seinem 50. Geburtstag und dem durchschnittlichen Pensionsantritt von derzeit 58,9 Jahre (Männer) noch 8,9 Jahre arbeiten muss, wird ein heute 40-Jähriger zwischen seinem 50. Geburtstag und seinem Pensionsantritt im besten Fall 15 Jahre arbeiten müssen, Prognosen deuten sogar auf 19 Jahre Arbeitsjahre zwischen dem 50. Lebensjahr und dem Pensionsantritt.

Sehen Sie sich dazu unsere beiden Grafiken an.

Spielt hier die Wirtschaft mit?

Diesen Bestrebungen eines späteren Pensionsantritt laufen im Moment die Entwicklungen am Arbeitsmark in eine völlig entgegensetze Richtung, es werden immer mehr Menschen bereits ab 55 Jahren „altersbedingt“ gekündigt oder in die vorzeitige Alterspension „verabschiedet“. Auch „Golden Handshake Aktionen“ sind bei Unternehmen sehr beliebt und mit finanziellen Anreizen sollen die Arbeitnehmer zur Frühpensionierung bewegt werden. Auch in Staats- oder staatsnahen Betrieben ist dies gängige Praxis.

Einkommensverluste sind oft damit verbunden

Wenn beispielweise heute ein 55-Jähriger „altersbedingt“ gekündigt wird, dann kann er frühzeitig in Pension gehen (durchschnittliche Pensionsantrittsalter liegt bei 58,9 Jahre).  Üblicherweise bezieht er in dieser Übergangszeit ein Arbeitslosenentgeld, das aber bereits einen Einkommensverlust  für den Zeitraum von beispielsweise 3,9 Jahre darstellt.

Wenn dann zukünftig ein 55-Jähriger ebenfalls mit 55 gekündigt wird, aber er noch mindest 15 Jahre (lt. Prognosen sogar 19 Jahre) arbeiten soll und er keinen Job mehr findet und dann langzeitarbeitslos bleibt, ist der Einkommensverlust über diesen wesentlich längeren Zeitraum schon enorm.

Damit ist für denjenigen die gesamte Lebensplanung auf den Kopf gestellt und mitunter bedrohlich.

Antworten, wie die Politik, oder die Wirtschaft  diese Problematik lösen wollen, sind uns noch keine bekannt.

Hier können Sie sich die Broschüre „Die Pensionen der Zukunft“ von der PV herunterladen.

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