Was kann man zur Darmkrebs-Vorbeugung tun

Gute oder schlechte Ernährung Foto: Tim-Reckmann_pixelio.de

Studie unter 386.792 Teilnehmern hat die Assoziation zwischen Ernährung und Darmkrebsrisiko untersucht.

Eine prospektive Studie untersuchte die Assoziation zwischen Ernährung und dem Risiko, ein kolorektales Karzinom zu entwickeln. Alkohol, Spirituosen, Wein, Bier/Cider, Softdrinks und Schweinefleisch waren mit einem erhöhten Darmkrebsrisiko assoziiert. Dagegen standen Milch, Käse, Kalzium, Phosphor, Magnesium, Kalium, Riboflavin, Vitamin B6, Betacarotin, Obst, Ballaststoffe, nicht-weißes Brot, Bananen und die Gesamtproteinaufnahme mit einem reduzierten Darmkrebsrisiko in Zusammenhang.

Erhöhtes Risiko

Die Daten der Untersuchung deuten auf ein erhöhtes Risiko in Zusammenhang mit Alkohol, Softdrinks und Schweinefleisch. Milch, Käse, Obst, Ballaststoffe, nicht-weißes Brot und Bananen sowie einzelne Vitamine und Mineralien waren, wie auch die Gesamtproteinaufnahme, mit einem reduzierten Darmkrebsrisiko assoziiert.

Die Belege für den Zusammenhang zwischen Ernährung und dem Darmkrebsrisiko sind bisher bis auf wenige Ausnahmen nicht eindeutig. Daher wurde im Rahmen der European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition (EPIC) eine ernährungswissenschaftliche Assoziationsstudie durchgeführt, um die Verbindung zwischen verschiedenen Ernährungstypen und dem Darmkrebsrisiko zu untersuchen.

Welche Nahrung steht mit dem Darmkrebsrisiko in Zusammenhang?

Für die prospektive Studie wurde die Aufnahme von 92 Nahrungsmitteln und Nährstoffen bei insgesamt 386 792 Teilnehmern untersucht. Von den Teilnehmern erkrankten 5 069 an Darmkrebs. Zusätzlich wurden Gen-Nährstoff-Wechselwirkungen auf Grundlage bekannter Darmkrebs-Genorte untersucht.

Alkohol positiv, Milchprodukte und Calcium negativ mit Darmkrebsrisiko assoziiert

Die Studie ergab eine positive Assoziation zwischen dem Darmkrebsrisiko und verschiedenen Alkoholika wie Spirituosen, Wein oder Bier/Cider, sowie mit Soft Drinks und Schweinefleisch. Der Verzehr dieser Nahrungsmittel könnte demnach das Darmkrebsrisiko steigern. Eine inverse Assoziation wurde hingegen zu Milch und Käse, generell Obst und speziell Bananen, nicht-weißem Brot (z. B. Vollkorn) sowie Ballaststoffen und der Gesamtproteinaufnahme festgestellt. Auch Mineralien und Vitamine (Kalzium, Phosphor, Magnesium, Kalium, Riboflavin, Vitamin B6, Betacarotin) standen in einem negativen Zusammenhang mit dem Darmkrebsrisiko. Diese Nahrungsmittel und Nährstoffe könnten sich also möglicherweise mindernd auf das Darmkrebsrisiko auswirken.

Die Untersuchung der Gen-Nährstoff-Wechselwirkungen ergab keine statistisch signifikanten Assoziationen zwischen den untersuchten Darmkrebs-Genorten und den Nahrungsmitteln bzw. Nährstoffen. Weitere Studie müssen demnach klären, weshalb diese Nahrungsmittel in einem Zusammenhang mit Darmkrebs stehen könnten.

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