Bei uns im Test der Kia X Ceed Plug-in Hybrid

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Moderner Auftritt: Überarbeitete Optik ist an den Stromer e-Niro angelehnt.

Er ist da: Kia hat in den vergangenen Jahren seine Palette an Hybrid- und Elektrofahrzeugen kontinuierlich ausgebaut und gehört heute zu den weltweit führenden Anbietern von Autos mit elektrifiziertem Antrieb. Seit dem Marktstart in Österreich im Sommer 2016 fanden bis heute hierzulande beinahe 2.000 Kia Niro in den drei Antriebsvarianten einen Besitzer.

Jetzt hat der Hersteller seinen Bestseller im Hybridsegment überarbeitet

Der Kia X Ceed, der als Hybrid und Plug-in-Hybrid angeboten wird, präsentiert sich zum Modelljahr 2020 mit modifiziertem Außendesign, neu gestaltetem, veredeltem Interieur und mit modernen Technologien wie Stauassistent und 10,25-Zoll-Navigation. Die überarbeiteten Modelle sind schonbestellbar und erhältlich.

Wir testeten den KIA X Ceed Plug-in

Der 4,36 Meter lange Crossover mit dem preisgekrönten Design (Red Dot Award, iF Award) wird von einem modernen Parallelhybridsystem mit 104 kW (141 PS) Gesamtleistung angetrieben. Es kombiniert einen 1,6-Liter-GDI-Benziner (Abgasnorm Euro 6d-Temp) und ein Sechs-Stufen-Doppelkupplungsgetriebe mit unterschiedlichen Elektroantrieben. Der X Ceed Plug-in Hybrid fährt aufgrund des größeren Akkus und des stärkeren E-Motors rein elektrisch bis zu 120 Stundenkilometer schnell und hat eine kombinierte elektrische Reichweite von 58 Kilometern – im Stadtverkehr reicht eine Akkuladung sogar für 65 Kilometer. Dadurch kann der Teilzeitstromer kurze Strecken und tägliches Pendeln emissionsfrei und mit niedrigen Betriebskosten absolvieren.

Wir haben es ausprobiert, es hat tatsächlich funktioniert. Wir kamen im reinen Stadtverkehr auf 56 Kilometer, das bedeutet wir mussten 8 Tage nicht nachladen. Zudem hat man den Vorteil, sollte man dann doch eine länger „Tour“ über die Autobahn fahren müssen, man hat den Benzinmotor an Bord, was man beim reinen Elektroauto nicht hat. Hier werden längere Fahrten zur gewissenhaften Routenplanung und zur Frage „Wann und wo kann ich nachladen“. Denn wer weiß schon ob es in Hintertupfing eine E-Säule gibt.

Der gesamte Durchschnittsverbrauch des Plug-in (70% Stadt, 30% Überland) lag bei 3,5 Litern pro 100 Kilometer (29 g/km CO2). Der Kia X Ceed verbindet damit von seinem Konzept her Ökologie und praktische Crossover-Qualitäten. Er verfügt daher neben viel Platz im Interieur auch über einen großzügigen Gepäckraum (Plug-in: 324 Liter). Beide Modellvarianten gehören zu den wenigen Fahrzeugen im Hybridsegment, die auch im Anhängerbetrieb eingesetzt werden können (Anhängerkupplung optional).

Das moderne Parallelhybridsystem des XCeed Plug-in Hybrid hat eine Gesamtleistung von 104 kW (141 PS). Es kombiniert einen 1,6-Liter-Benzindirekteinspritzer (77,2 kW/105 PS) und einen 44,5-kW-Elektromotor (60,5 PS) mit einem Sechs-Stufen-Doppelkupplungsgetriebe. Der Crossover beschleunigt damit in 11,0 Sekunden auf Tempo 100 (Spitze: 193 km/h). Der 8,9- kW-Akku lässt sich an einer 240-Volt-Ladestation mit 3,3 kWh in Zwei Stunden und 45 Minuten von null auf 100 Prozent aufladen.

Ein markantes Design

In Anlehnung an die neue Elektroversion Kia e-Niro wurde das Außendesign der Hybrid-Varianten zum Modelljahr 2020 weiter geschärft. Ein markantes Erkennungszeichen der überarbeiteten Versionen ist das LED-Tagfahrlicht in Doppelpfeil-Form. Es verleiht der Frontansicht zusammen mit dem dynamisch gestalteten Kühlergrill, den neuen LED-Nebelscheinwerfern und den LED-Hauptscheinwerfern (beides je nach Ausführung) eine noch stärkere Präsenz. Neu gestaltet wurden auch die Stoßfänger und die Leichtmetallfelgen. Zudem wurde das Farbangebot erweitert. Beide Varianten sind nun in zehn Lackierungen erhältlich, darunter der neue Farbton Horizon Blue Metallic. Entworfen wurde der XCeed übrigens wie alle Varianten der dritten Ceed-Generation im europäischen Kia- Designzentrum in Frankfurt unter Leitung von Gregory Guillaume, dem Designchef von Kia Motors Europe.

Das Interieur wird durch das neu konzipierte Armaturenbrett mit modernem Design und hoher Materialqualität deutlich aufgewertet. Dazu tragen auch die neuen Hightech-Systeme bei: die 10,25-Zoll-Kartennavigation und die überarbeitete Supervision-Instrumenteneinheit mit 7-Zoll-LCD-Anzeige. Zu den weiteren Neuerungen gehören eine Ambientebeleuchtung des Armaturenbretts, Schaltwippen am Lenkrad, mit denen je nach Fahrprogramm die Gänge des Doppelkupplungsgetriebes durchgeschaltet werden können bzw. die Intensität der elektrischen Rekuperation eingestellt werden kann, sowie eine elektronische Parkbremse (alle Elemente je nach Ausführung). Speziell die Schaltwippen zur Einstellung der Rekuparation genießt man beim Fahren. In der Stadt stellt man auf mehr+ und vor jeder Ampel geht man vom Gaspedal und er bremst sich selbstständig ein. Überland stellt man auf- und er bremst weniger. Wirklich ideal, so bequem mit Schaltwippen hat es nicht mal Tesla. Dort muss man ins Menü im mittigen Bildschirm und umstellen und außerdem gibt es nur 2 Stufen.

Ein breites Spektrum an modernen Assistenztechnologien sorgt sowohl für ein Maximum an Sicherheit als auch für stressfreies, komfortables Fahren. Dazu zählen je nach Ausführung und Modellvariante der Stauassistent, eine adaptive Geschwindigkeitsregelanlage mit Stop-and-Go-Funktion, Frontkollisionswarner mit Fußgängererkennung, Spurhalte- und Spurwechselassistent, Querverkehrswarner, Müdigkeitswarner, Verkehrszeichenerkennung und Fernlichtassistent. Die bereits bekannten Ausstattungslinien Titan, Silber, Gold und Platin bleiben weiterhin bestehen.

Ein Wort zum Fahren

Angenehm und Langstreckentauglich. Beim Fahren spürt man von all dem technischen Finessen so gut wie nichts. Man fährt rein elektrisch weg, beschleunigt unglaublich mit vollem Drehmoment von Stand weg und geniest die Ruhe. Die Straßenlage, die Lenkung ist ideal ausgelegt und wenn man will, kann man mit dem Fahrmodus (Serie) „Drive Mode Select“ (Einstellungen: Sport / Normal) ein besonders dynamisches Fahrerlebnis wählen. Wird der Sport-Modus eingeschaltet, spricht der Motor direkter an und beschleunigt das Fahrzeug schneller, sowohl aus dem Stand als auch während der Fahrt. Zudem wird die Lenkunterstützung reduziert und die Lenkung fühlt sich somit härter und sportlicher an.

Irgendwie scheint diese Modellvariante Plug-in die Bedürfnisse der meisten Autobesitzer abzudecken. Während man wochentags fast nur zur Arbeit pendelt und vielleicht einige Einkäufe erledigt, kann man mit ihm auch am Wochenende ohne Probleme auch 600 km weit fahren ohne E-Säulensuche. Vermutlich wird das auch für einige Jahre das umweltschonende Fahren sein. Ja, wenn der Preis nicht wäre: Während der Benzingetriebe XCeed ab 22.490,- zu ist, kostet der XCeed Plug-in 38.790,-. Natürlich fängt man dabei zu grübeln und zu rechnen an, ab wie viel Kilometer und Jahren sich der Mehrpreis rechnet.

Unser Fazit:

Ideales Crossover für Menschen die für die Umwelt etwas tun wollen, auch idealerweise zu Hause ein Nachladestromstelle haben. Sportliches Fahren kauft man gleich mit. Immer dabei sind die für Kia typischen 7 Jahre Werksgarantie bzw. 150.000 km.

Fotos:©KIA

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