Pensionserhöhung 2026 – Senioren dürfen nicht die Zeche zahlen!

Bundeskanzler Christian Stocker (m.), Vizekanzler Andreas Babler (l.) und Bundesministerin Beate Meinl-Reisinger (r.) am Pressefoyer nach dem Ministerrat teil. FotografIn: Paul Gruber Quelle: ©BKA

Die angekündigte Pensionserhöhung für 2026 ist ein Schlag ins Gesicht für hunderttausende Seniorinnen und Senioren in Österreich.

Vorwort

Nach ein paar Tagen des Sammelns ob der tiefgreifenden Ungerechtigkeit für Österreichs Senioren, nehme ich Stellung um auf den – unserer Meinung nach ungerechtfertigten Pensionsraub – zu thematisieren.

Nun zum Thema

Laut Gesetz soll die Anpassung der Pensionen die Inflation abgelten – doch genau das passiert nicht. Statt einer fairen Erhöhung, die die massiven Preissteigerungen der letzten Jahre ausgleicht, wird den älteren Generationen eine „Sparmaßnahme“ aufgebürdet, die nichts anderes ist als das Ausbaden des Defizits, das von der vorigen Regierung hinterlassen wurde. Mit vollen Händen haben Nehammer , Kogler und Gewessler unser Steuergeld in der letzten Regierungsperiode mit vollen Händen ausgegeben, als gäbe es kein morgen.

Damit stellt sich eine grundlegende Frage

Kann man sich in Österreich überhaupt noch auf Gesetze verlassen? Wenn selbst gesetzlich verankerte Ansprüche – wie die wertgesicherte Anpassung der Pensionen – politisch zurechtgebogen oder ignoriert werden, verliert der Rechtsstaat an Glaubwürdigkeit.

Während Banken Gewinne in Milliardenhöhe einfahren, Konzerne mit Subventionen gestützt werden und die Politik keine Scheu hat, neue Schulden zu machen, sollen ausgerechnet die älteren Menschen den Gürtel enger schnallen. Dabei sind sie es, die jahrzehntelang Beiträge geleistet und den Wohlstand dieses Landes mit aufgebaut haben.

Bundesvorsitzenden des Österreichischen Seniorenbundes und derzeitigen Präsidentin des Seniorenrates LAbg. Ingrid Korosec©Foto beigestellt Seniorenbund

Auch wenn der Großteil der Pensionistinnen und Pensionisten die gesetzlich festgelegten 2,7 Prozent nun doch bekommt, hält Korosec an ihrer Ablehnung mit Verweis auf das Versicherungsprinzip fest: „Wer ein Leben lang mehr eingezahlt hat, soll in der Pension nicht benachteiligt werden. Die erneute Staffelung der Anpassung widerspricht dem Versicherungsprinzip und höhlt es zunehmend aus. Das ist weder vertrauensbildend noch fair.“Korosec führt an, dass Pensionen, die in den letzten Jahren von Deckelungen betroffen waren, im Durchschnitt um 14% gekürzt wurden.

Da hilft es auch nicht, wenn man „schonende Argumente“ wie 73 % der Pensionisten erhalten die volle Abgeltung, verkündet. Jeder Einzelne der Jahrzehnte lang in den Pensionstopf einzahlte hat ein Recht darauf, dass er eine gerechte Pension erhält. Die so verärgerten verbleibenden 27 % der Senioren, die zugebenermaßen etwas mehr verdienen – aber auch wesentlich mehr einzahlten – werden sich zu revanchieren wissen.

Statt bei Pensionen zu sparen lieber bei Inflation eingreifen

Wie schon die Vorgängerregierung, scheint auch Stocker, Babler und Co den Ernst im Hinblick auf eine der höchsten Inflation in Europa, nicht zu erkennen, geschweige irgendwelche Maßnahmen zu setzen um dem ein Ende zu setzen. Wie wäre es, liebe Regierung damit?

Beispiele gefällig?

Energie wie Strom gehören zu den Inflationstreibern. Dabei sind fast sämtliche Energiekonzerne in (mehrheitlichen) oder 100%igen Staatsbesitz. Die Energiekonzerne machen derzeit oftmals Milliardengewinne. Hier wäre es ein leichtes einzugreifen. Aber nein. Auch bei Lebensmittelpreisen wäre es ratsam einzugreifen. Die Schutzbehauptung Österreich ist ein kleines Land und hat daher keine so hohe Spanne, klingt wie Satire. Jeder der einmal in einem internationalen Konzern gearbeitet hat, weiß mit diesem Argument umzugehen und durch eine Einkaufsoptimierung eine höhere Einkaufsspanne zu verhandeln, die dann den Konsumenten zugutekäme. Auch hier passiert nichts. Wo sind in unserer Regierung die Wirtschaftskundigen, die hier Abhilfe schaffen könnten?

Im Namen der vielen Pensionisten sehen wir uns gezwungen, nachstehend Forderungen aufzustellen, wenngleich die gelebte Praxis für die Politik in Österreich lautet – weitermachen wie bisher und nicht darauf reagieren.

Hier unsere Forderungen

  • Vollständige Abgeltung der Inflation – wie es das Gesetz vorsieht. Keine Tricks, keine Abstriche.
  • Nachhaltige Sicherung der Pensionen durch gerechte Steuerpolitik, nicht auf Kosten der Schwächsten.
  • Respekt vor den älteren Generationen – keine Budgetsanierung auf dem Rücken von Menschen, die sich nicht mehr wehren können.
  • Transparenz in der Berechnung der Pensionserhöhung – damit sichtbar wird, ob wirklich Gesetz und Gerechtigkeit eingehalten werden.
  • Seniorinnen und Senioren dürfen nicht die Melkkühe der Politik sein. Eine Pension ist kein Almosen, sondern ein Rechtsanspruch. Wer hier spart, gefährdet das Vertrauen in die Demokratie.

Pensionserhöhungen sind ein sehr heikles Thema, zu unterschiedlich sind die Stellungsnamen. Jung gegen Alt lautet fast immer die Devise. Die Jungen tun so als gäbe es keinen Rechtsanspruch für Pensionserhöhungen und auch so, als wenn Sie persönlich die Erhöhungen zahlen müssen.

Dabei wird immer völlig vergessen, was Pensionisten mit ihrem Geld kaufen, investieren bis hin zur kostenlosen Hilfestellung für die junge Generation,

mein Ihr

Friedrich Graf

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6 Kommentare

  1. Unglaublich diese Vorgängerregierung. macht Milliardenschulden und wer darf es bezahlen – wir Pensionisten.
    Herr Nehmer, Herr Kohler und Frau Gewessler, wie wäre es mit einer Wiedergutmachung und einen Gehaltsverzicht?

  2. Ich gehöre zu den höheren Pensionsbeziehern.
    Aber ich finde ich habe ein Arbeitsleben genug einbezahlt und jetzt bekomme ich ab 2026 rund 38,- Erhöhung.
    Liebe Politiker ist das Euer Ernst?
    Schämt ihr Euch nicht?

  3. Es soll sich einmal einer der drei Politiker hier am Bild vorstellen wie das Leben mit einer Pension mit 1.460,- Brutto ist.

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