Generation 50Plus lebt am nachhaltigsten

50plus Foto: R_K_by_Rainer-Sturm_pixelio.de

– Junge Befragte nutzen Nahverkehr, ältere verzichten aufs Fliegen.

– Hohe Erwartungen an Unternehmen und Kreditinstitute.

Die Babyboomer leben auf Kosten der nachfolgenden Generationen, sagt ein häufiges Vorurteil. In Wirklichkeit achtet die Altersgruppe der ab 50-Jährigen stärker als jüngere Menschen darauf, sparsam zu leben und Ressourcen zu schonen: 70 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher über 50 kaufen ihre Lebensmittel regional und saisonal, jedoch nur 53 Prozent der unter 30-Jährigen. Ähnlich groß ist die Differenz beim Energiesparen und dem Vermeiden von Plastikmüll.

Ganz eindeutig ist der Trend allerdings nicht: Bei der Nutzung umweltfreundlicher Verkehrsmittel haben die Jüngeren die Nase vorn. Dies zeigt das TeamBank-Liquiditätsbarometer, eine bevölkerungsrepräsentative Onlinebefragung unter 1.771 Österreicherinnen und Österreichern.

Im Bereich Mobilität zeigen sich große Unterschiede zwischen den Generationen: Jüngere Befragte sind eher bereit, ihre Bequemlichkeit der Nachhaltigkeit zu opfern. 43 Prozent der unter 30-Jährigen nutzen regelmäßig das öffentliche Verkehrsnetz, aber nur 33 Prozent der älteren Befragten. Dafür sind diese eher bereit, sich bei Flugreisen einzuschränken: Während fast die Hälfte der über 50-Jährigen weniger fliegen, sind es bei den unter 30-Jährigen nur 31 Prozent.

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Diese Einschätzung deckt sich mit den Ergebnissen des TeamBank-Liquiditätsbarometers: 88 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher sehen Unternehmen aller Branchen in der Pflicht, sich mit dem Klimawandel auseinanderzusetzen. 85 Prozent erwarten vom Staat, geeignete Rahmenbedingungen für einen ökologischen und sozialen Konsum zu gestalten. Zudem sehen 75 Prozent in erster Linie die Verbraucher in der Pflicht, bewusst nachhaltig zu leben.

„Nachhaltigkeit ist bei der TeamBank seit vielen Jahren natürlicher Teil unserer genossenschaftlichen DNA. Auf diesem Fundament aufbauend werden wir in den nächsten Jahren zudem – auch gemeinsam in unserer Finanzgruppe – das Nachhaltigkeitsprofil weiter schärfen“, erklärt Frank Mühlbauer, Vorstandsvorsitzender der TeamBank AG. „Letztlich wird jeder in der Gesellschaft Verantwortung übernehmen müssen, vom Verbraucher bis zum Kreditinstitut.“

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Hohe Ansprüche an verantwortliches Verhalten von Kreditinstituten

Banken werden von den hohen Erwartungen nicht ausgenommen: 58 Prozent der Befragten erklären, dass sie einem Kreditinstitut nur dann vertrauen, wenn es seine ökologisch-sozialen Anstrengungen erkennbar macht. Das ist ein Zuwachs von vier Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr.Besonders hoch ist der Anspruch bei den älteren Kundinnen und Kunden: 65 Prozent erklären, dass die Transparenz in Nachhaltigkeitsfragen mit darüber entscheidet, ob sie einer Bank vertrauen.

In den Altersgruppen darunter stimmt dem nur gut die Hälfte der Befragten zu. Auch sagen 55 Prozent der Älteren, dass sie bewusst nur ökologisch und sozial einwandfreie Bank- und Versicherungsprodukte abschließen. Bei den Befragten unter 50 Jahren sind es 45 Prozent. Renditeeinbußen oder höhere Kosten nehmen dafür allerdings nur 31 Prozent der älteren Kunden in Kauf. Dazu ist die Bereitschaft bei den unter 30-Jährigen mit 42 Prozent deutlich höher. Denn auch wenn sie im Alltag weniger bereit sind, auf den Schutz von Klima und Umwelt zu achten, sind Befragte unter 30 Jahren eher bereit, für Nachhaltigkeit einen höheren Preis zu zahlen. 68 Prozent von ihnen würden für ökologisch-soziale Produkte mehr Geld ausgeben, aber nur 56 Prozent der 50- bis 79-Jährigen.

 

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