Starke Kalorienzufuhr begünstigt Tumorausbreitung

Korrelationen bestätigt – Kernrezeptoren im Fokus neuester Forschung.

Mitarbeiter der Associazione Italiana per la Ricerca sul Cancro haben bisher nicht erforschte Zusammenhänge zwischen menschlichen Ernährungsgewohnheiten und der Entstehung von Krebs aufgedeckt. Einzelheiten wurden während der kürzlich in Venedig abgehaltenen Weltkonferenz „The future of Science“ erläutert.

Prostata, Eierstock, Pancreas

Seit langem ist bekannt, dass überwiegend sitzende Tätigkeit in Verbindung mit dem Verzehr von kalorienreichen Speisen und zusätzlichem Verzehr von Snackfood vor dem Fernseher das Risiko der Tumorbildung stark ansteigen lässt. Diese Erkenntnis galt bislang vor allem für Krebserkrankungen an Brust und Kolon.

„Inzwischen ist so gut wie eindeutig, dass eine enge Korrelation auch bei Tumoren an Prostata, Eierstock, Pancreas, Leber, Niere und sogar Gehirn besteht“, erklärt Studienleiter Antonio Moschetta. Schuld daran sei die erhöhte Zufuhr von Kohlenhydraten, die als Energie- und Insulinlieferanten zur Verbreitung der Krebszellen beitragen.

Nährstoff- und Hormonrezeptoren

„Zellwachstum und Zellteilung können allerdings durch bestimmte Nährstoffe und Hormone beeinflusst werden“, so der Wissenschaftler. Deshalb konzentriere sich die Forschungsarbeit in dem süditalienischen Laboratorium vor allem auf molekulare Vorgänge, die auf einer Veränderung der Signaltätigkeit an den Kernrezeptoren beruhen. Diese Proteine sind mittels eines Liganden wie beispielsweise einem Hormon in der Lage, sich mit der DNA zu verbinden und eine Transkription von Genen in Gang zu setzen oder zu verhindern.

„Das Ziel unserer Arbeit ist es, die Nährstoff- und Hormonrezeptoren als molekulare Krebsziele zu nutzen – insbesondere bei den mit Fettleibigkeit und Stoffwechselstörungen verbundenen Erscheinungsformen“, ergänzt Moschetta. Der als Medizinprofessor an der Universität von Bari tätige Wissenschaftler ist vor kurzem für seine Forschungsergebnisse von der US-amerikanischen Gesellschaft für Endokrinologie mit dem „Richard E. Weitzman Award“ ausgezeichnet worden.

pte

Foto: pixelio.de, Jörg Brinckheger

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