Der neue Ford Kuga

Rund ist der neue Trend

Bei der dritten Generation ist vieles anders, so nun auch als Hybridmodell zu haben.

Insgesamt stehen nun drei verschiedene Hybridsysteme bereit. Zum einen der Kuga EcoBlue Hybrid mit 48 Volt Technologie und damit um den Einstieg in die Welt der Elektromobilität. Zum anderen der EcoBoost-Turbobenziner mit 1,5 Liter Hubraum leistet wahlweise 88 kW (120 PS) oder 110 kW (150 PS) und der erst Ende 2020 bestellbare Kuga Voll-Hybrid mir 225 PS.

Zusätzlich bietet nun Ford den Kuga auch als Kuga Plug-in Hybrid an. In Zeiten der Elektrifizierung im Automobilsektor, wahrlich keine leichte Entscheidung für Kunden. Viele Möglichkeiten, viel Auswahl, je nach persönlichen Vorlieben und abgestimmt auf den jeweiligen Einsatzbereich. Zukünftig ist es umso wichtiger vor der Kaufentscheidung, mit dem Ford Verkaufspersonal genau seinen persönlichen „Favoriten“ festzulegen und dann erst bestellen.

Wir sind dieser Entscheidung aus dem Weg gegangen und haben die erste Hybridstufe den Kuga 1,5 EcoBlue Diesel mit 120 PS, 8-Gang Automatik in Topaussattung Titanium für unseren Test gewählt. Dies stellt vermutlich in Österreich auch die meist verkaufte Variante dar. Die Verkaufspreise starten ab 26.550,- Euro, in der Ausstattung Titanium, dann allerdings 35.700,-

Ein frisches gerundetes Design

Neuerdings kommt der neue Kuga nun mit viel runderen harmonischen Kurven und Linien daher, sowohl seitlich als auch von vorne sieht er dem Porsche Macan sehr ähnlich. Absicht oder Zufall? Auch seine Heckansicht wirkt nun fast wie ein Coupe und fällt leicht nach unten ab. Mit dem 4,61 Meter langen SUV (89 Millimeter länger und 44 Millimeter breiter als der Vorgänger) hat man durch seine kompakten Abmessungen in der Stadt keine Probleme Parkplätze zu finden und andererseits hat man aber auch ausreichend Platz und Lademöglichkeiten für Gepäck. Der Gepäckraum bietet einen Kofferraum von 435 Liter.

Insgesamt hat der Kuga mit seiner neuen Formgebung sehr gewonnen und zeigt moderne und eine zeitgemäße Größenordnung. Er wird seine Liebhaber finden. Die Titanium X Sonderausstattung steht für dezente Eleganz – angefangen bei den 17-Zoll-Leichtmetallrädern im 5×2-Speichen-Design, Einstiegszierleisten vorn, dem oberen Kühlergrill mit horizontalen Chrom-Dekor-Streben, der Umrandung der Seitenscheiben in Chrom-Dekor, der Leder-Stoff-Polsterung mit Seitenwangen in Leder, über dunkel getönte Seitenscheiben ab der zweiten Sitzreihe und Heckscheibe bis hin zum B&O Sound System, basierend auf der renommierten Klang- und Designkompetenz von Bang & Olufsen, mit 575 Watt Systemleistung und zehn Lautsprechern inklusive Subwoofer. Hinzu kommen eine Klimaanlage mit automatischer Temperaturkontrolle, ein Park-Pilot-System vorn und hinten, ein Müdigkeitswarner sowie statische LED-Scheinwerfer mit Fernlicht-Assistent und mit LED-Nebelscheinwerfern.

Auch sein Innenraum wurde gerundet

Man findet nun ein sehr aufgeräumtes Cockpit vor, dass sehr gut zu bedienen ist und auch mit vielen technischen Neuerungen aufwartet. Die Sitze sind straff gepolstert und auch nach langen Fahretappen fühlt man sich wohl und steigt fast entspannt aus.

Der neue Kuga ist das erste SUV von Ford in Europa, für das auf Wunsch ein Head-up-Display (HUD) verfügbar ist. Der Fahrer kann selbst bestimmen, welche Informationen auf das HUD projiziert werden sollen, das sich in seinem direkten Blickfeld befindet – zum Beispiel aktuelle und vorgegebene Geschwindigkeit, Verkehrsschilder, Navigationshinweise, Warnungen. Diese Informationen werden farbig auf einem transparenten Display vor der Frontscheibe eingeblendet. Das HUD verbessert daher die Wahrnehmung von Daten, ohne dass der Fahrer vom Verkehrsgeschehen abgelenkt wird oder seine Hände vom Lenkrad nehmen müsste.

Besonders detaillierte, hochaufgelöste und intuitiv erkennbare Bilder und Icons zeichnen die 12,3 Zoll große LCD-Instrumententafel aus (24-bit). Mit einer Bildschirmdiagonale von 31,2 Zentimetern lässt sie sich einfach ablesen, deckt das komplette Farbspektrum ab und ermüdet die Augen weniger. Sie setzt auf die sogenannte „Freiform“-Technologie, die das typische Rechteck-Format aufgibt und eine harmonische Integration in das Interieur-Design ermöglicht. Auch in puncto Konnektivität setzt der neue Kuga Maßstäbe in seiner Klasse.

Ein Wort zum Motor

Der neue Ford EcoBlue-Diesel tritt mit vier Zylindern, mit 1,5 Liter Hubraum und einer Leistung von 88 kW (120 PS) an. Zu seiner grundlegenden Vita gehören das integrierte Ansaugsystem, der Turbolader mit reduzierter Massenträgheit und ein Hochdruck-Einspritzsystem. Es spricht schneller an und ermöglicht einen ruhigen Motorlauf sowie einen präzisen Verbrennungsprozess in den Zylindern.

Die stets frontgetriebene 88 kW (120 PS) starke 1,5 Liter-Version zeichnet sich durch ein maximales Drehmoment von 300 Nm aus, was einen sehr guten Durchzug in allen Fahrsituationen ergibt. Dies wird durch eine Niedrigdruck-Abgasrückführung mit einem Wasser-Luft-Ladekühler, der die Verbrennungstemperaturen senkt und auf diese Weise für geringe Abgasemissionen sorgt. Ford bietet diese Motorisierung wahlweise in Kombination mit einem 6-Gang-Schaltgetriebe oder einer 8-Gang-Wandlerautomatik an. Je nach Wunsch sportlich oder bequem schalten.

Erstmals an Bord des Kuga ist der selektive Fahrmodus-Schalter in der Mittelkonsole. Zur Wahl stehen neben den Einstellungen „Normal“, „Sport“ und „Eco“ auch der Modus „Rutschig“, der sich zum Beispiel für schnee- und eisbedeckte Straßen empfiehlt, sowie „Unbefestigte Straßen“ für weiche, nachgiebige Oberflächen. Ja nach Fahrmodus ändern sich das Ansprechverhalten des Gaspedals, der elektro-mechanischen Servolenkung und der Traktionskontrolle sowie – bei den Modellen mit Automatikgetriebe – auch die Schaltstrategie.

Diese Maßnahmen führen im täglichen Umgang zu einem durchschnittlichen Diesel-Treibstoffverbrauch von unter 6,0 Liter auf 100 km. (Werksangabe 5,3 l). In Anbetracht von Größe und Gewicht ist der neue Kuga ein sehr sparsames Auto.

Ford gehörte immer schon zu den Herstellern, die feine Fahrwerke bauen konnten, so auch in dieser Konfiguration. Alles läuft harmonisch ab, auch sportliches Fahren stellt den Lenker vor keine Probleme. Nichts poltert oder wirkt störend. Insgesamt ein gutes Fahrwerk mit viel Reserven.

Unser Fazit:

Mit seiner gerundeten Linienführung sieht er nicht nur gut aus, er fährt sich auch gut. Ist sparsam im Umgang mit Treibstoff und bietet durch viel technische Hilfen ein sicheres Fahren.

 

2 Kommentare

  1. Hab beim ADAC gelesen, dass Ford davon ausgeht, dass 40 Prozent der europäischen Kuga-Kunden zu einer elektrifizierten Version greifen werden. Das wäre natürlich eine erfolgreiche Elektrifizierung und eine komplette Neuausrichtung.

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