Eine Reise rund um Galway in Irland

Sonnenaufgang, Blick auf die Küste im Stadtteil Claddagh, Galway City

Die irische Stadt für Musik und Meer. Die Stadt, berühmt für ihre Historie, die Musikszene – umwerfende Natur wie die Cliffs of Moher inklusive.

Nicht erst seit der Austragung des Europäischen Kulturhauptstadtjahrs 2020 (respektive 2021) genießt die an der Westküste Irlands gelegene 83.000-Einwohner-Stadt GalwayOpens in new window einen Top-Ruf. Die Gründe? Die attraktive Lage an der Galway Bay, eine jahrhundertealte Geschichte, dazu eine lebendige Kulturszene und ebenso junge wie nette Bewohner – was das US-Magazin „Travel + Leisure“ 2016 mit der Auszeichnung als „freundlichste Stadt der Welt“ adelte. Gründe genug, um die Stadt als Zentrum für eine unvergessliche Kurzreise auszuwählen.

Tag 1: Entspannt ankommen

Das gelingt meistens allein deshalb, weil Galway schnell und direkt von Dublin aus erreichbar ist, sei es per Zug oder Bus. Beide Endstationen befinden sich im Zentrum von Galway, von wo es dann in der Regel zu Fuß oder via kurzer Bus- oder Taxifahrt zur Unterkunft geht. Zwei heiße Tipps an dieser Stelle: „The House Hotel“Opens in new window – zentral gelegen, farbenfroh und modern, ohne prätentiös zu sein – sowie das B’n’B „The StopOpens in new window“, das laut „McKennas‘ Guide“ zu Irlands Besten gehört.

Nach dem Einchecken kommt das Auskundschaften. Erster Schritt: Findet derzeit ein Event statt? Gut möglich, kennt das Jahresprogramm doch mehr als 100 größere Veranstaltungen. So sind das Literaturevent Cúirt ebenso wie das Galway Theatre FestivalOpens in new window, das International Arts FestivalOpens in new window und das Galway Film FleadhOpens in new window weit über die Grenzen Irlands bekannt. Gut zu wissen: Fleadh („Fest“) hat wie das Wort Cúirt (in etwa „Rundreise“) gälischen Ursprung. Überhaupt ist die irische Sprache im County Galway viel präsenter als im Rest der Insel. Man liest es etwa auf den zweisprachigen Straßenschilden und hört es im Bus, im Laden, in der Schule. So also klang Irland vor den drei Jahrhunderten britischer Herrschaft.

Wie es aussah, kann man sich im Angesicht des Spanish Arch gut vorstellen. Der Bogen entstand im 16. Jahrhundert als Schutz vor den Stürmen des Atlantiks. Um diese Zeit entwickelte sich das Fischerdorf zur Festungsstadt, das von 14 Kaufmannsfamilien beherrscht wurde. Der bekannteste „Tribe“ hieß Lynch. Ihre Stadtburg dient heutzutage als Sitz einer Bank – und als Quelle für ein Missverständnis. Denn der Begriff Lynch-Justiz kommt nicht von hier, wohl aber diese tragische Anekdote: Da niemand in der Stadt das Todesurteil vollstrecken wollte, hängte Richter James Lynch seinen Sohn persönlich.

Heut geht es, na klar, viel friedlicher zu. Was beim Rundgang durch die kompakte Innenstadt auch auffällt – und womöglich besteht da ein Zusammenhang: Es gibt sehr viele Studierende und sehr viele Pubs. Auf die Stadt verteilen sich mehr als 100, selbst für irische Verhältnisse enorm viel. Und da sollte man gleich ein paar kennenlernen, allen voran „The Crane BarOpens in new window“, das den Ruf als Galways bester Pub genießt.

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Der Wild Atlantic Way – Irland’s wilder Westen

Wobei das freilich Geschmackssache ist. Apropos Geschmack. Neben Guinness und Fish’n‘Chips wird in den meisten Pubs ständig Live-Musik serviert, oft auch „Trad-Sessions“: überwiegend traditionelle Live-Musik, mal hochprofessionell, mal interaktiv, immer stimmungsvoll. Zur Stimmung trägt sicher auch eine stets gute Whiskeyauswahl bei. Der 2015 eröffnete Galway Whiskey TrailOpens in new window, der erste seiner Art in Irland, verbindet auf rund eineinhalb Kilometern zwölf Örtlichkeiten, die allesamt mit dem „flüssigen Gold“ zu tun haben. So auch das „An PúcánOpens in new window“, dessen Whiskeyauswahl sich auf über 200 Sorten aus der ganzen Welt erstreckt – Stadtrekord!

Tag 2: Durch die Stadt

Zeit für eine intensivere Stadtbetrachtung! Die ermöglicht das kostenlose Galway City MuseumOpens in new window, ein modernes, geräumiges Gebäude im Zentrum. Neben den Sammlungen über die prähistorische und mittelalterliche Vergangenheit erfahren Besucher zudem, wie es 2014 zur Auszeichnung als UNESCO-FilmstadtOpens in new window kam. Eine Auszeichnung als Straßenmusikerstadt würde indessen auch kaum überraschen, sind diese doch entlang der High Street und in den Gassen des Latin Quarter allgegenwärtig. Besonders häufig erklingt dabei Ed Sheerans „Galway Girl“. Keine Frage: Der 2017er-Hit hat Galway einen Booster in puncto Bekanntheit verpasst.

Ein Hit ist auch die grüne Uferpromenade am Corrib River. Auf der geht es über die Salmon Weir Bridge zur prächtigen St. Nicholas‘ Cathedral. Im Innern beeindrucken Connemara-Marmor, Altarraum, Fensterrosette und die Mosaiken der Seitenkapellen, außen markiert die grüne Kuppel das Wahrzeichen der Stadt. Eine Nummer kleiner fällt die St. Nicholas Kirche aus, in der Christoph Kolumbus 1477 gebetet haben soll, als er hier Zwischenstation auf seinem Weg nach Island machte. Mit den gewundenen Gassen, den alten Stadtmauern am Eyre Square, die nun in einen schicken Einkaufskomplex integriert sind, und den traditionellen Hooker-Segelschiffen im Hafen verleihen diese Gebäude Galway jenen Charme, der in dem vielfach verwendeten Bonmot der „irischsten Stadt Irlands“ gipfelt.

Blick auf den Derryclare Lough in Connemara mit Bergkulisse

Tag 3: Ans Meer! Nach Connemara!

Lust auf Strand? Aber ja, einfach die bunten Häuser des Long Walk hinter sich lassen und Richtung Salthill laufen. Dort warten neben feinsandigen Buchten auch jede Menge Cafés, Eisdielen und Restaurants. Die drei Kilometer lange Promenade ist bei Einheimischen wie Touristen gleichermaßen beliebt, sei es zum Joggen oder Bummeln. Und zum Staunen, wenn Unerschrockene sich vom legendären Blackrock Diving Tower in die frischen Atlantikfluten stürzen. Wer es etwas ruhiger bevorzugt, findet in der Umgebung genug Möglichkeiten, sich zu Fuß oder mit dem Rad auszutoben, allen voran in ConnemaraOpens in new window. Die Region westlich von Galway ist – neben den gleichnamigen Ponys – für ihre ursprüngliche Natur und raue Schönheit landesweit bekannt. Weite Moore prägen die Landschaft ebenso wie zerklüftete Berge, klare Seen und eine oft dramatische Küste.

Als besonderes Naturjuwel gilt dabei der Connemara-NationalparkOpens in new window mit seinen Wanderwegen. Gleich in der Nähe befindet sich eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Irlands: Kylemore AbbeyOpens in new window, ein historisches Schloss samt viktorianischen Gärten. Zum Abschluss des Tages bieten sich noch zwei Leckerbissen an: einmal die hinter dem Fjord-Ort Letterfrack beginnende „Sky RoadOpens in new window“, die mit Top-Ausblicken auf die vorgelagerten Inseln begeistert. Und dann ein Seafood-Dinner im Städtchen ClifdeOpens in new windown. Wobei Lachs, Hummer und Austern in der gesamten Region einen Top-Ruf genießen, freilich auch in Galway. Nicht umsonst findet hier seit über 70 Jahren jeden September das Galway Oyster FestivalOpens in new window statt, eines der renommiertesten Austernfestivals der Welt.

Tag 4: Hohe Klippen, kahle Berge

Sehr bekannte Sehenswürdigkeiten liegen auch im Süden von Galway. Gleich drei lassen sich zu einem attraktiven Tagesausflug kombinieren. Los geht es bei den Cliffs of MoherOpens in new window, Irlands womöglich meistfotografierte Sehenswürdigkeit. Wie die Klippen von Moher auf einer Länge von mehr als acht Kilometern beinahe senkrecht aus dem Atlantik ragen, sieht schlicht spektakulär aus – vom Boot aus, aber auch von oben! Gut, dass sich die Besucher schnell zerstreuen. Die einen zieht es nach Hag‘s Head, die anderen zu O’Brien‘s Tower, wo die Felsen 214 Meter ins Meer fallen und wieder andere machen sich auf den Wanderweg Richtung DoolinOpens in new window, dem Zentrum der traditionellen irischen Musik. Unter einem Grashügel versteckt ist hingegen das interaktive Besucherzentrum, das ein wenig an Mittelerde erinnert.

Ohnehin soll die Region J.R.R. Tolkien zum „Herr der Ringe“ inspiriert haben, insbesondere die unweit entfernte, baumlose Burren-KarstlandschaftOpens in new window. Unbestritten regen die riesigen Kalkrechtecke die Fantasie der meisten Besucher an. Das liegt nicht zuletzt an der exotischen und gar nicht öden Flora aus mediterranen, arktischen und alpinen Pflanzen. Auf der Rückfahrt nach Galway ließe sich dann noch ein Stopp in Kinvara einlegen. Prunkstück des anmutigen Dorfes ist das jahrhundertealte Dunguaire CastleOpens in new window am Meer – ideales Ziel für einen Küstenspaziergang bei Sonnenuntergang.

Tag 5: Inseltrip in die Vergangenheit

Nicht nur von Doolin, sondern auch von Galway aus brechen Schiffe zu den drei Aran IslandsOpens in new window auf. Und die ein- bis eineinhalbstündige Überfahrt zur „Wiege der keltischen Zivilisation“ lohnt sich, allein wegen der dramatischen Lage der prähistorischen Festung Dún AonghasaOpens in new window auf einer rund 100 Meter hohen Klippe der größten Insel InishmoreOpens in new window (Inis Mór). Was man auf dem weitgehend autofreien Eiland noch erwandern bzw. erradeln kann: uralte Cottages, eine Seehundkolonie und das ominöse „Wormhole“. Der rechteckige Pool im Fels – eindrucksvoll an der nur zu Fuß zugänglichen wilden Westküste gelegen – sieht aus wie von Menschenhand geschaffen, ist aber eine geologische Sensation.

Luxuszimmer im The Hawthorn

Der besondere Tipp: „The Hawthorn by Galway Bay“

Wer seinen Aufenthalt durch ein bisschen Luxus noch ein wenig verlängern und noch eindrucksvoller machen möchte, dem bietet sich eine ganz neue Möglichkeit. Denn nach mehr als 20 Jahren bekommt Galway 2026 wieder ein Fünf-Sterne-Hotel. Der Name: „The Hawthorn by Galway BayOpens in new window“. Der Eröffnungstermin: Ende April. Die Lage: Auf einer Landzunge nahe Oranmore. Das Setting: Das luxuriöse Resort vereint ein exklusives Hotel mit 114 Zimmern und Suiten, einen Meisterschaftsgolfplatz sowie ein hochwertiges Spa. Es verwirklicht die Vision des irischen Golfstars Christy O’Connor Jr. und soll laut Betreiber, der Connacht Hospitality Group, Luxusreisen am Wild Atlantic WayOpens in new window neu definieren. Das gelingt nicht zuletzt durch die kulinarischen Top-Locations: Dazu zählen unter anderem das Restaurant „The Skylark“, die „Oyster Catcher Bar“ sowie spezielle Genussbereiche wie das Chocolate Laboratory, der Whiskey Room und der Wine Cellar. Der umfangreiche Spabereich bietet als Besonderheit übrigens auch Thermal- und Hydrotherapie, ergänzt wird das Angebot durch Outdooraktivitäten wie Wandern und Bootstouren.

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