Wie Wien so schnell zu einem internationalen Zentrum der Tech-Branche wurde

Wien ist anders

Wien Skyline Foto: Rob-Otter_pixelio.de
Wien Skyline Foto: Rob-Otter_pixelio.de

Wien im Aufschwung.

Mit der Wirtschaftsmacht Deutschland im Norden und anderen wirtschaftlich starken Ländern, wie Niederlande und Belgien in der Region wird Österreich häufig übersehen. Dabei hat sich in den letzten Jahren nahe der Alpen ein neuen starkes Wirtschaftszentrum entwickelt. Als Hauptstadt Österreichs ist Wien besonders für seine antike Schönheit bekannt. Allerdings ist die Stadt in den letzten Jahren zu einer innovativen Hauptstadt der Start-ups geworden.

Ein neuer Gründergeist ist im Kommen

So hat das in Pasching gegründete Unternehmen Runtastic viele Mitarbeiter in Wien sitzen. Die App, die ursprünglich nur zum Erfassen von Joggingstrecken und den persönlichen Leistungsdaten der Nutzer entwickelt wurden, hat sich zu einer Art Soziales Netzwerk entwickelt. Wie wertvoll die App ist, zeigte kürzlich die Übernahme durch den Sportartikelhersteller Adidas. Das Unternehmen aus dem fränkischen Herzogenaurach zahlte 220 Millionen Euro für die Übernahme der Firma.

Wien ist für kleine und große Techunternehmen so gut geeignet, weil auch der Österreichische Wirtschaftsservice (AWS) in der Stadt sitzt. Dieser bietet jungen Unternehmen lukrative Finanzierungsangebote und vergibt in den Bereichen Wissenschaft und Kreativität Preise. Diese sind dotiert und liegen zwischen etwa 5000 und 1 Millionen Euro.

Aber auch viele arrivierte Unternehmen haben ihren Hauptsitz in Wien

Da ist es kein Wunder, dass viele internationale Techunternehmen in der Stadt sitzen. Dies sind unter anderen bwin, Tour Radar, Frequentis, Play.fm, OnePharm und Zizoo. Die Aussicht für die Zukunft ist für die Stadt, aber auch für die in Wien sesshaften Unternehmen durchweg positiv. Es ist damit zu rechnen, dass immer mehr Start-ups und auch hoch qualifizierte Arbeitskräfte in die Stadt ziehen. In Folge wird sich die Infrastruktur und Kaufkraft in der Region weiter verbessern.

Es sind aber nicht nur die Pullfaktoren in Wien, die diesen Aufschwung ermöglichten und beschleunigten. Auch der bevorstehende Brexit als Pushfaktor sorgt dafür, dass Start-ups und Arbeitskräfte Wien als idealen Standort sehen. So werden zwischen Schloss Schönbrunn, der Wiener Staatsoper und dem Wiener Prater immer mehr junge hochqualifizierte Arbeitskräfte zu sehen sein, die Kultur und Stadtbild in den nächsten Jahren grundlegend verändern werden. Für manche alteingesessene Wiener sind diese Veränderungen vielleicht ein Dorn im Auge, für die Region sind sie allerdings ein Segen, da Wirtschaftskraft und somit auch Wohlstand der Region in nächster Zeit wohl deutlich ansteigen werden.

Natürlich gibt es auch negative Auswirkungen, die durch die rasante Entwicklung Wiens zu einem Zentrum für Start-ups aus der Techbranche entstehen. So steigen aktuell schon die Mietpreise sehr stark an und der Wohnraum wird knapp. Allerdings sind diese im ständigen Rennen der Wirtschaftszentren Europas zu vernachlässigen, da sie viel mehr positiven Auswirkungen gegenüber stehen.

4 Kommentare

  1. ja diese entwicklung ist mir in den letzten jahren auch schon aufgefallen! – zudem ist es einfach eine wirklich wunderschöne stadt!

  2. Ach, mal wieder was spannendes zum Thema Technik.
    Diesen Hype um die Firme Runtastic habe ich wohl verschlafen..

  3. Ein Witz, dass so viele meinen Wien würde nach und nach seinen Glanz verlieren. Grober Unsinn, es gibt so viel Entwicklung wie dieser Artikel so schön zeigt

  4. Du sagst es @Roland D. Es ist eben doch eine Großstadt, obwohl Flächenmäßig natürlich ein Unterschied besteht, wenn ich mir da zum Beispiel London ansehe! Aber nichts desto trotz, vieles was in Österreich passiert, wird natürlich über Wien kommuniziert.

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