Coronavirus – Aktuelle Maßnahmen in Österreich

Hier alles über Verhaltensmßnahmen

CONVID-19 Foto: Christian-Daum_pixelio.de

Verordnung nach dem COVID-19-Maßnahmengesetz.

„Wir wissen, dass es im Moment sehr viel Unsicherheit in unserem Land gibt. Viele Menschen stellen sich die Frage, wie es weitergeht und ob die gesetzten Maßnahmen wirken. Ich kann Ihnen heute eine klare Antwort geben: Wir tun das Richtige. Alle Expertinnen und Experten bestätigen uns in den Maßnahmen, die wir setzen. Die Maßnahmen wirken, aber wir müssen durchhalten. Daher werden diese in Absprache mit den Landeshauptleuten bis 13. April verlängert“

betonte der Bundeskanzler.

Umbenennung von Krankheit und Erreger

Am 11.02.2020 verlautbarte die WHO einen offiziellen Namen für die Erkrankung: COVID-19 (coronavirus disease 2019). Die Bezeichnung für den Erreger wurde von 2019-nCoV auf SARS-CoV-2 geändert.

Soziale Kontakte einschränken, um die Ausbreitung von Coronavirus zu verlangsamen

Die Corona-Krise ist ernst. Das oberste Ziel ist der Schutz der Gesundheit aller in Österreich lebenden Menschen. Dazu muss die Ausbreitung des Virus so gut wie möglich gebremst werden. Wir brauchen jetzt Zusammenhalt aber auch Distanz im täglichen Leben. Wir werden unser Leben in den nächsten Monaten verändern müssen. Daher ist das Betreten öffentlicher Orte, mit Ausnahme der unten angeführten Fälle, grundsätzlich verboten.

Die Bevölkerung wird ersucht, ihre sozialen Kontakte zu reduzieren. Es sollen nur jene direkten Kontakte gepflegt werden, die unbedingt notwendig sind und ansonsten Telefon oder andere technische Möglichkeiten genutzt werden. Jeder kann damit einen wertvollen Beitrag im Kampf gegen die Ausbreitung des Corona-Virus leisten.

Verkehrsbeschränkung – Verordnung nach dem COVID-19- Maßnahmengesetz

Was ist weiterhin möglich?

Berufliche Tätigkeit, wobei ein Abstand zwischen einzelnen Mitarbeiter*innen von 1 Meter einzuhalten ist, sofern nicht durch entsprechende Schutzmaßnahmen das Infektionsrisiko minimiert werden kann.

Besorgungen zur Deckung der notwendigen Grundbedürfnisse des täglichen Lebens (z.B.: Lebensmitteleinkauf, Gang zur Apotheke oder zum Geldautomat, Arztbesuch, medizinische Behandlungen, Therapie, Versorgung von Tieren). Es ist dabei ein Abstand von einem Meter von anderen Personen einzuhalten.

Betreuung und Hilfeleistung von unterstützungsbedürftigen Personen.

Bewegung im Freien alleine (z.B.: Laufen gehen, spazieren gehen) und mit Menschen, die im eigenen Wohnungsverband leben oder wenn ein Abstand von mindestens 1 Meter zu anderen Menschen sichergestellt. Sportplätze dürfen nicht betreten werden!

Wie wird kontrolliert?

Die Einhaltung der getroffenen Maßnahmen wird von der Exekutive kontrolliert. Triftige Gründe sind im Falle von Kontrollen durch die Sicherheitsbehörden glaubhaft zu machen.

Dauer der Maßnahmen

Ab wann in Kraft? 16. März 2020

Wie lange? Bis Ostermontag, 13. April 2020

Quarantänemaßnahmen in bestimmten Gebieten

In Tirol stehen alle 279 Tiroler Gemeinden unter Quarantäne. In Vorarlberg ist die gesamte Arlberg-Region mit Lech, Warth, Schröcken, dem Ortsteil Stuben der Gemeinde Klösterle und in Kärnten die Gemeinde Heiligenblut betroffen. Im Bundesland Salzburg werden wegen des Coronavirus zwei ganze Täler und die Gemeinde Flachau unter Quarantäne gestellt. Betroffen sind das Gasteinertal mit den Gemeinden Bad Gastein, Bad Hofgastein und Dorfgastein sowie das Großarltal mit den Kommunen Großarl und Hüttschlag. Die Gemeinden dürfen von niemanden mehr betreten oder verlassen werden. Ausnahmen sind, wenn es um die Deckung der Grundversorgung geht, um die Daseinsvorsorge oder um zur Arbeit zu kommen.

Veranstaltungen gänzlich untersagt

Veranstaltungen wurden gänzlich untersagt. An keinem Ort sollen sich mehr als fünf Menschen auf einmal treffen. Einzige Ausnahmen sind jene Aktivitäten, die der Bekämpfung des Corona-Virus dienen.

Einschränkungen in Handel und Gastronomie

Geschäfte, die nicht der Grundversorgung dienen, bleiben geschlossen. Explizit geöffnet bleiben Lebensmittelhandel, Apotheken, Drogerien, Post oder Banken. Restaurants, Bars Kaffeehäuser etc. sind ebenfalls geschlossen. Die Lebensmittelversorgung wird über Supermärkte und Lieferservices gewährleistet.

Einschränkungen bei Besuchen im Krankenhaus

Angehörige von Personen, die sich in einem stationären Aufenthalt in einem Krankenhaus befinden, werden ersucht, von Krankenbesuchen abzusehen oder diese auf ein Minimum zu beschränken. Auch hier empfiehlt sich telefonischer Kontakt.

Hochschulen wurden geschlossen

Um das Ansteckungsrisiko zu reduzieren, wurden außerdem alle österreichischen Hochschulen geschlossen.

Schließungen von Schulen und Kindergärten

Schulen und Kindergärten sind geschlossen. Kinder, deren Eltern dringenden beruflichen Tätigkeiten nachgehen müssen und für die keine andere Betreuungsmöglichkeit gefunden werden kann, werden weiter in den Schulen und Kindergärten betreut.

Kuranstalten und Rehabilitaionseinrichtungen

Kuranstalten sind geschlossen. Rehabilitationseinrichtungen dürfen nur im Falle unbedingt notwendiger medizinischer Maßnahmen der Rehabilitation im Anschluss an eine medizinische Akutbehandlung betreten werde.

Die Corona-Krise gut überstehen

Hier die Fakten:

Coronavirus – Häufig gestellte Fragen – Maßnahmen in Österreich (Stand: 19.03.2020, 17:55 Uhr)

https://www.sozialministerium.at/Informationen-zum-Coronavirus/Coronavirus—Haeufig-gestellte-Fragen/Coronavirus—Häufig-gestellte-Fragen—Maßnahmen-in-Oesterreich.html

Wie Sie häusliche Isolation und Quarantäne gut überstehen Ängste, Sorgen, Isolation – die aktuelle Coronavirus-Pandemie und die damit einhergehende Quarantäne und häusliche Isolation stellt die Menschen in Österreich vor völlig neue Herausforderungen. COVID-19 beeinflusst unser aller Leben und auch unseren Umgang mit unseren Partnerinnen und Partnern, Kindern, Familie und Freundinnen und Freunden oder Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern.

Um in der aktuellen Krise so gut wie möglich zu helfen, hat der Berufsverband Österreichischer Psycholog*innen (BÖP) ein Informationsblatt erstellt, das zeigt, wie man mit Hilfe der Psychologie die Quarantäne und häusliche Isolation trotz Einschränkungen gut überstehen kann.

In fünf Kategorien werden unter anderem praktische Tipps für den Umgang mit überbordenden Ängsten und Sorgen gegeben und erklärt, welche Maßnahmen im Umgang mit Kindern und Jugendlichen empfehlenswert sind und wie man mit aufkommenden Konflikten und/oder Gewalt umgehen sollte.

Hier Informationsblatt zu den Schutzmaßnahmen

Sorgentelefon 142

Unter der bundesweiten Notrufnummer 142 (Telefonseelsorge) wird rund um die Uhr kostenlos, vertraulich und professionell Telefonberatung für Menschen in Krisen und schwierigen Lebenssituationen angeboten.

Die Beratung erfolgt österreichweit ebenso per Mail oder Chat (https://onlineberatung-telefonseelsorge.at/chatberatung.html).

Hilfspaket für die österreichische Wirtschaft von bis zu 38 Milliarden Euro zur Bewältigung der Coronavirus-Folgen

Arbeitsplätze sichern – Wirtschaft unterstützen: „Koste es, was es wolle!“

„Die Bundesregierung hat sich darauf verständigt, alles Menschenmögliche zu tun, um massenhafte Arbeitslosigkeit zu verhindern“, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz im Pressefoyer nach dem Ministerrat im Bundeskanzleramt. Gemeinsam mit Vizekanzler Werner Kogler und Finanzminister Gernot Blümel informierte er über die aktuellen Beschlüsse und geplanten Maßnahmen, um die Folgen der durch das Coronavirus ausgelösten Krise abzufedern.

Der Kanzler verwies auf das bereits verabschiedete Soforthilfepaket von 4 Milliarden Euro. Nun sollen weitere Unterstützungspakete folgen. Insgesamt wolle man bis zu 38 Milliarden Euro zur Verfügung stellen, darunter 9 Milliarden Euro für Garantien und Haftungen zur Kreditabsicherung, 15 Milliarden Euro an Notfallhilfe für Branchen, die „besonders hart“ getroffen werden, sowie 10 Milliarden Euro für Steuerstundungen.

Am 17. März 2020 fand eine Pressekonferenz zu den neuesten Entwicklungen in Sachen Coronavirus statt. Im Bild Pressekonferenz zu den neuesten Entwicklungen in Sachen Coronavirus. Im Bild Bundeskanzler Sebastian Kurz (l.) mit Bundesminister Gernot Blümel (r.). Fotograf: Andy Wenzel Quelle: BKA

„Meine politische Überzeugung ist es, dass der Staat in guten Zeiten sparsam mit Steuergeld umgehen muss, damit es dann auch Möglichkeiten gibt, in schlechten Zeiten zu helfen. Dieser Zeitpunkt ist jetzt gekommen“,

betonte Sebastian Kurz.

Ziel der Regierung sei es, alles zu unternehmen, „koste es, was es wolle“, um Arbeitslosigkeit und Zahlungsunfähigkeit von Unternehmen zu vermeiden. „Wir werden die Menschen in unserem Land unterstützten und sicherstellen, dass möglichst viele ihren Arbeitsplatz behalten können“, betonte der Kanzler. Die Regierung werde alles unternehmen, damit die österreichische Wirtschaft so gut wie möglich durch diese Krise kommt.

Finanzminister Gernot Blümel betonte, dass sich Österreich aufgrund der vom Coronavirus ausgelösten Krise in einer Ausnahmesituation befinde. Dies gelte auch in budgetärer Hinsicht. Prioritär seien nun Maßnahmen, die sicherstellen, dass der Schaden für die österreichische Volkswirtschaft möglichst gering gehalten werden könne, hob auch Vizekanzler Werner Kogler hervor. Abschließend bedankten sich Kanzler, Vizekanzler und Finanzminister erneut bei der Bevölkerung dafür, dass sie die getroffenen Maßnahmen und Einschränkungen zur Eindämmung der Virusverbreitung mittragen und baten darum, dies auch weiterhin zu tun.

Stand 20. März 2020

4 Kommentare

  1. Am Anfang hätte ich ja gedacht die Kontrollen durch die Polizei wären nur eine Abschreckungsverkündung, aber es wird doch recht viel Polizei auf den Straßen gesehen, zumindest hier bei mir in Wien.

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