Mehr wissen über Nahrung – bewusster Essen

Bewusster Essen

Salz - Sorten ©Land schafft Leben 2021

„Der Verein Land schafft Leben“ und hebt das Bewusstsein für heimische Lebensmittel.

„Den Menschen fehlt der Bezug zu Lebensmitteln, sie treffen ihre Konsumentscheidungen über den Preis.“

Es war diese Erkenntnis, die Hannes Royer und Maria Fanninger 2014 dazu veranlasst hat, zusammen mit Mario Hütter den Verein Land schafft Leben zu gründen und 2016 schließlich der Öffentlichkeit zu präsentieren. Transparent und unabhängig klären sie seitdem mit ihrem Team über die Herkunft, Herstellung und Bedeutung österreichischer Lebensmittel auf. Und widmeten sich damit bereits frühzeitig gesamtgesellschaftlich relevanten Themen wie Regionalität, Produktionsbedingungen, Ökologie und Tierwohl, die nicht zuletzt durch die Corona-Krise seither massiv an Bedeutung gewonnen haben.

Streusalz Halle – ©Land schafft Leben

Die Wissensbasis rund um österreichische Lebensmittel

Mehr Bewusstsein für heimische Lebensmittel zu schaffen, ist das oberste Ziel des Vereins. Der Anspruch von Land schafft Leben ist dabei, auch kritische Themen zu beleuchten und auf konstruktive Art und Weise aufzuzeigen. Verbindende Gespräche unterstützen dabei die Weiterentwicklung der gesamten Lebensmittelbranche und der Landwirtschaft. Neben umfangreichen Lebensmittelrecherchen werden auch detaillierte Hintergrundberichte erstellt, so etwa zu den Themen Lebensmittelkennzeichnung, Glyphosat oder Kälbertransporte. Das in intensiven Rechercheprozessen erarbeitete Wissen findet sich unter anderem in der Bildung wieder und wird auch im wissenschaftlichen Umfeld gerne aufgegriffen.

Dieser Zugang hat sich bewährt und lässt den Verein nach fünf Jahren seit der Gründung vor allem auf einen großen Erfolg zurückblicken: Dass österreichische Lebensmittel und ihre Erzeugerinnen und Erzeuger wieder vermehrt im Fokus des gesellschaftlichen Diskurses stehen. Land schafft Leben wirkt dabei gleichermaßen in die Landwirtschaft, die Gesellschaft und auch in die Politik und konnte so die Transparenz im Lebensmittelbereich enorm steigern und eine bessere Einhaltung der gesetzlichen Rahmenbedingungen, zum Beispiel in der öffentlichen Beschaffung, bewirken.

Dieses Mal stellen wir alles über Salz vor

Die Geschichte des Salzabbaus ist mehr als 7000 Jahre alt und führt in die Salzbergwerke Österreichs. In Hallstatt liegt das älteste Salzbergwerk der Welt. Und auch in Bad Ischl und Altaussee nutzt man die Salzstätten, um Salz mit Hilfe von Wasser aus dem Berg zu lösen. Die so gewonnene Sole, ein Gemisch aus Wasser, Salzen und Mineralen, gelangt über Rohre nach Ebensee. Dort wird sie zu dem, was früher als „weißes Gold“ gehandelt wurde. Heute ist Salz ein billiger Rohstoff – sieht man von den zahlreichen Salz-Typen ab, die sich in den Regalen der Supermärkte und kleinen Spezialläden finden.

Aber nicht nur der Salzpreis hat sich verändert: Während Bergleute die Sole früher in offenen Pfannen mit Holz beheizten, passiert die Arbeit heute in großen Kesseln mit modernster Technologie. So sparen Österreichs Salzbergwerke heute um ein Vielfaches an Energie. Betreiber dieser Werke ist in Österreich ein einziges Unternehmen. Dieses stellt neben dem typischen Siedesalz üblicherweise auch Steinsalz für den Verzehr her. Aber nicht nur Speisesalz kommt aus dem Berg: Auch Industrie- und Pharmasalz, Viehsalz sowie Streusalz werden aus dem Salz aus dem Berg gewonnen.

Salz gilt als Gabe der Freundschaft und Treue und wird nach altem Brauchtum gerne zusammen mit einem Laib Brot zum Einzug in ein neues Heim geschenkt. Passend also, dass Land schafft Leben pünktlich zum Bezug seines neuen Standortes in Wien das Salz als zwanzigstes umfangreich recherchiertes Lebensmittel präsentiert.

Kann Salz jemals ausgehen?

Welches Salz streuen wir auf unsere Straßen? Wie gesund oder ungesund ist Salz wirklich? Von der Geschichte des Salzabbaus über Herstellung und Nachhaltigkeit bis hin zu kritischen Themen und gesundheitlichen Aspekten hat sich der Verein Land schafft Leben während der letzten Monate der Beantwortung dieser und unzähliger weiterer Fragen zum Thema Salz gewidmet. Salz würzt nämlich nicht nur unser Essen, sondern begleitet uns in verschiedensten Materialien und Einsatzbereichen durch den ganzen Tag. Die Ergebnisse der umfassenden Recherche wurden multimedial aufbereitet und sind nun auf der Webseite des Vereins ersichtlich.

Salz in unserer Küche

Salz ist aus der Küche nicht wegzudenken: Zwei Prisen in die Suppe, eine in den Kuchen und der Salzstreuer am Tisch darf bei vielen auch nicht fehlen. Aber was wissen wir eigentlich über unser Salz? Und welche Tipps und Tricks gibt es für die tägliche Anwendung? Das erfährst du hier.

Wie lagert man Salz? 

Salz sollte man trocken lagern. Die Luftfeuchtigkeit darf dabei nicht über 70 bis 75 Prozent liegen. Zur Orientierung: Durchschnittlich liegt die Luftfeuchtigkeit in Wohnräumen bei etwa 40 bis 50 Prozent. Lagert man Salz zu feucht, bauen sich die Salzkörner ab und werden wieder zur Sole. In Küchen ohne Dampfabzug sollte man also darauf achten, die Salzpackung nicht über dem Herd zu platzieren.

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Wie lange ist Salz haltbar? 

Reines Salz selbst läuft nicht ab und braucht daher kein Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD). Zusätze im Salz wie etwa Jod können sich jedoch mit der Zeit verflüchtigen. Außerdem kann die Verpackung nach einer Zeit Schäden aufweisen. Daher ist Salz aus Österreich meist mit einem MHD für die Dauer von fünf Jahren gekennzeichnet.

Warum verwendet man Reis im Salzstreuer? 

Der Reis im Salzstreuer nimmt Feuchtigkeit auf und sorgt so dafür, dass das Salz trocken bleibt. Ist das Salz mit einem Trennmittel versetzt, sind Reiskörner nicht notwendig.

Hier finden Sie alles über wertvolle Nahrungsmitteln:

https://www.landschafftleben.at

 

6 Kommentare

  1. Der letzte Absatz mit dem Reis hat mich sehr amüsiert. Das wusste ich lange nicht um hab mich stets gefragt weswegen Reis in Streuern ist. Hab mich allerdings nie getraut zu fragen, da ich mir so blöd vorgekommen bin.

  2. Ist das tatsächlich eine Halle voller Salz auf dem Foto?
    Sieht total verrückt aus, da würd ich ja gern mal hin ;)

  3. Super! Ich bin sehr begeistert von diesem Bericht, besonders das Video ist gut gelungen. Die Informationen werden sehr gut veranschaulicht, vor allem von der Grafik die zeigt wie sich Salz unter den Kalkalpen abgelagert hat bin ich sehr begeistert! Gerne mehr von „Land schafft Leben“.

  4. Ein sehr wichtiges Thema wird hier angesprochen. Ich denke auch, dass der Bezug zu unserer Nahrung leider verloren gegangen ist. Aber daran lässt sich etwas ändern! Grüße Max

  5. Wow! Das Video fand ich auch toll! Durch die Jahrhunderte alten Fundstücke aus dem Berg wird nochmal eindrücklicher wozu Salz in der Lage ist.

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