Alpe Cimbra ein Hochplateau im Trentino, wo man Cimbra spricht

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Ein Naturparadies im Trentino zum Biken, Wandern, Golfen, Entdecken und Phi­lo­so­phie­ren.

„Wenn Mensch und Berg sich begegnen, kann Großes geschehen“ schrieb der englische Dichter William Blake.

Der Trentino ist eine Region, wo man alles dies auf natürliche Art lebt. Die Gastfreundschaft und das genügsame und stille Glück zeichnen die Menschen im Trentino aus. Es sind die kleinen alltäglichen Dinge genauso, wie die überwältigenden Panoramen des Hochgebirges. Das wollten wir uns näher anschauen und haben die Alpe Cimbra ausgewählt. Aber der Trentino auf den Hochebenen von Vezzena, Luserna, Lavarone und Folgaria hat auch im 1. Weltkrieg eine besondere Rolle gespielt, hier war die Kriegslinie zwischen Italien und Österreich – aber dazu später.

Sehen Sie sich unser kurzes Video über die Alpe Cimbra an und erhalten einen Eindruck von diesem Gebiet:

Zur Alpe Cimbra gelangt man über die Autobahn über den Brenner, Bozen, Trient und gleich danach verlässt man bei Ravina die Autobahn und fährt die kleine Bergstraße hoch. In gut 15 Minuten erreicht man den Ort Folgaria auf 1.169 m Seehöhe.

Foto: Alice Russolo
Foto: Alice Russolo

Der kleine Ort Folgaria in dem rund 3.000 Menschen leben, ist ein lebendiger Ort und wirkt mit seiner Fußgängerzone, seinen kleinen Geschäften, Cafes und Gasthäuser sehr originell. Hier kann man sich einige Tage aufhalten und wohlfühlen. Als Hotel können wir hier empfehlen.

Sehen Sie sich die Übersichtskarte an und sie sehen die wichtigsten Orte, die man besichtigen sollte. Hinweis: Die rot gestrichelte Linie war damals die Grenzlinie zwischen Italien und Österreich.

Folgaria ist im Sommer der ideale Ort einige Tage bei guter Höhenluft auszuspannen und andererseits von hier Ausflüge in die Umgebung zu unternehmen. Hier kann man auf einen 18-Loch Golfplatz bei Maso Spilzi spielen, der allerdings bedingt wegen seiner Seehöhe von rund 1.200 m etwas hügeliger ist und es empfiehlt sich daher ein Golfcart zu buchen. Der Golfplatz ist übrigens im Winter der ideale Ausgangspunkt zum Skifahren. Das Skigebiet umfasst rund 100 km Pisten und einige Pisten queren den Golfplatz.

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Wandern und Biken im moderaten Gelände bis auf 1.600 m

Das Gebiet der Valsugana und Lagorai bietet für Biker und Wanderer ein ideales Gebiet, leicht bis mittelschwere Strecken. Alle Wege und strecken sind sehr gut gekennzeichnet und darüberhinaus gibt es noch ideale Rad & Wander-Guides die man sich im Tourismusbüro in Folgaria Via Roma 67 holen kann. Wenden Sie sich an Stefania Schir, sie spricht perfekt Deutsch. Mountainbikes und E-Bikes kann man sich direkt gegenüber vom Tourismusbüro leihen.

Fast sämtliche Bikestrecken und Wanderwege ziehen sich durch Schattenspendende Bäume auf Forststraßen entlang. Erst ab 1.400 m gelangt man auf grüne Almböden, wo Kühe weiden und Flora und Fauna noch in Ordnung sind. Je nach Lust und Kondition können Trails zwischen 1 und 4 Stunden gefahren werden. Wer die Gegend mit dem Rad intensiver erleben will, kann sich – wie wir – einen Guide wie Linda Tezzele Tel: +39 345 944 06 97 buchen, die einem zu den schönsten Plätzen führt.

Auch einen Ausflug zum Lavaronesse sollte man unternehmen, ist er doch einer der ältesten Seen des Trentinos und war Anfang der 19. Jahrhunderts beliebtes Studien- und Erholungsgebiet von Sigmund Freud, dem Vater der Psychoanalyse. Man kann hier schwimmen, mit Boten fahren, Paddeln und im Winter hier Eislaufen.

Wer etwas für Waffensysteme übrig hat, kann einen Ausflug zur Base Touno am Lago (See) Coe unternehmen. Am Lago Coe, in der Nähe von Folgaria, befinden sich Teile einer ehemaligen Flugabwehr-Raketenstellung aus der Zeit des Kalten Krieges (1949-1989), die 2012 zu einem Museum, Base Tuono, umgestaltet worden sind.

In Luserna wird noch zu 90 Prozent Zimbrisch gesprochen

Der Ort gilt heute als letzte Zimbrische Sprachinsel. Luserna 1.333 m hoch gelegen ist ein ruhiger, beschaulicher Ort in einer wunderschönen Landschaft und die letzte Insel des Trentino in Alpe Cimbra, wo die alte zimbrische Sprache https://de.wikipedia.org/wiki/Zimbrisch, ein altes Bayrisches, noch heute von fast Einwohner gesprochen wird. Aber was hat es mit der Sprache Cimbra? Wie entstand sie und gerade hier?

Zimbrisch oder verkürzt Zimbra ist ein uralter deutscher Dialekt, der etwa um das Jahr 1000 auf der Hochebene von Lusérn von bayerischen Siedlern entstanden ist, die in verschiedenen Wanderungswellen ihr Land auf der Suche nach neuen zu kolonisierenden Gebieten verlassen haben. Die Periode der maximalen Ausdehnung der zimbrischen Sprache war Anfang 1700; Lusérn ist heute das letzte Bollwerk des zimbrischen Dialekts und der damit verbundenen Kultur und Traditionen geblieben. Diese Sprache wird heute noch im Schulunterricht gelehrt und dieses Kulturgut wird in der Region hochgehalten, damit es weiterlebt. Wenn Sie mehr über Zimbra und die Menschen einst und heute wissen wollen, dann besuchen Sie das Dokumentationszentrums Luserna in der Via Trento 6.

Hier im Bild sehen Sie die Unterschiede zur deutschen Sprache, nebenbei wird das Klöppeln und wie man Spitze fertigt beschrieben, denn in dieser Region wurde das Klöppeln entwickelt.

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Erinnerungen an den 1. Weltkrieg

Wenn man auf der Alpe Cimbra auf den Hochebenen von Vezzena, Luserna, Lavarone und Folgaria unterwegs ist, kommt man nicht umhin sich an die Schrecken des 1. Weltkriegs zu vergegenwärtigen. Erzählungen über diese Kriegswirren, die uns als Kinder unsere Großväter erzählten, werden wach. Hier wurde hart zwischen Österreich und Italien gekämpft, überall sieht man noch Reste von Bunkern und Verteidigungsanlangen. Am besten erhalten ist das inzwischen zu einem Multimedia-Museum ausgebaut, ist das Forte Belvedere erhalten.

Panzerwerk Gschwent – Forte Belvedere

Das Österreichisch-Ungarische Panzerwerk Gschwent auf der Hochebene von Lafraun (it. Lavarone) wurde zwischen 1908 und 1912 durch den Offizier und Ingenieur Rudolf Schneider entworfen und in der Nähe der kleinen Ortschaft Oseli gebaut. Errichtet in 1177m Höhe auf einem Felsenvorsprung kalkhaltigen Gesteins, lag das Werk in der Mitte der Verteidigungslinie der Hochebene.

Das Panzerwerk besteht aus verschiedenen in den Fels gehauenen Abwehrblöcken: der dreistöckige Hauptkasematteblock in der Unterkünfte und Lagerräume. Um auch bei schweren Angriffen den Granaten standzuhalten, wurde das Werk mit einem über zwei Meter dicken Betonmantel versehen, in welchem in mehreren Schichten 400mm starke I-Träger aus Stahl eingelassen waren. Der gesamte Bau ist 200m lang und 100m breit; alle Posten sind durch Galerien verbunden, die man in den Felsen grub und die heute noch in ihrer Ganzheit benutzbar sind.

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Rund 300 Soldaten unter dem Befehl des Hauptmanns Anton Perschitz waren hier im Einsatz. Anders als der Posten Vezzena und die Festungen Verle und Lusern jedoch, die durch die heftigen Bombenwellen auf eine harte Probe gestellt wurden, war das Werk Gschwent auf Grund seiner strategischen und herausragenden Lage sturmfrei, d. h. die Versuche der italienischen Infanterie Angriffe waren von vorneherein zum Scheitern verurteilt. Das Bewusstsein der großen Verteidigungsfähigkeiten dieses Panzerwerks hatte der Garnison das Motto „für Trient reiche ich“ prägen lassen.

Hier finden Sie noch Informationen zu allen Befestigungsstätten.

Durch diese bewegende Kriegserfahrung will das Museum zur Reflexion über die Schrecken eines der erschütterndsten Kriege einladen, den die Welt kennt und der uns und die nachfolgenden Generationen zum Frieden ermahnt. Dem kann man sich nur anschließen – „Nie mehr Krieg“.

Naturprodukte aus der Region erfreuen den Gaumen

Der Speck (Speck del Trentino) seit 1898. Leidenschaft und Kompetenz von Bauern, wie fast täglich Tag in Trentino das beste Fleisch und der weit über die Grenzen hinaus bekannte Trentiner-Speck hergestellt werden. Die Verarbeitung erfolgt nach alten Familienrezepten. Das Räuchern ermöglicht die lange Lagerzeit des Fleisches und es erfolgt in einem dafür bestimmten Umfeld, wo die Produkte sanft von Essenzen aus Harthölzern umwickelt werden, dabei reifen und die Geheimnisse und Aromen des Berges Cimbra hervorzurufen.

Der Honig ist das Hauptprodukt des Berges. Und der Honig auf der Alpe Cimbra hat tausend verschiedene Eigenschaften, die jeweils auch ihren speziellen Nutzen für die Gesundheit des Körpers finden: Wildblumenhonig, Nektar der aus einer edlen Auswahl an Bergblumen gewonnen wird und auch Akazienhonig, Heidekraut, Lindenblütenhonig und natürlich darf der Honig von den hohen Bergen nicht vergessen werden. Dieser ist besonders für die Menschen geeignet, die an Bronchitis, Asthma und Bluthochdruck leiden.

Gutes, gesundes Essen im Trentino ist weit verbreitet, hier auf der Alpe Cimbra ist die naturvolle Küche aus regionalen Produkten besonders ausgeprägt. Lassen Sie sich verwöhnen und genießen Sie ihre Urlaubstage.

Weitere Informationen finden Sie hier: 

https://www.alpecimbra.it/de/alpe-cimbra/1-0.html

https://www.visittrentino.info/de

https://www.enit.at/kontakt/

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