Österreichische und benachbarte Skigebiete im Preisvergleich

Wo ist Skifahren günstig

Skifahren macht Spass. Foto: daniel-stricker_pixelio.de
Skifahren macht Spass. Foto: daniel-stricker_pixelio.de

130 Destinationen im In- und benachbarten Ausland wurden vom VKI getestet.

Es gibt Dinge, die ändern sich offenbar nie. Zum Beispiel: „Skifahren wird immer teurer“. Diese Aussage lässt sich jedes Jahr wiederholen. Den Beweis dafür liefert der Skigebiete-Preisvergleich des Vereins für Konsumenteninformation (VKI). Darin wurden die Kosten für die aktuelle Saison von mehr als 100 Wintersportgebieten in Österreich untersucht.

Das Resultat der Untersuchung

Die Preise der Tageskarten für Erwachsene wie auch der 6-Tages-Tickets stiegen im Schnitt stärker als die Inflation. Zusätzlich verglich der VKI diesmal auch jeweils 10 grenznahe Skigebiete aus der Schweiz, Bayern und Südtirol. Die Teuersten
Kitzbühel hat vor allem mit seiner Geschichte rund um die Hahnenkammrennen samt High Society eine herausragende Stellung im Wintersport. Diese Spitzenposition wird auch bei den Liftkartenkosten erfolgreich verteidigt. Im Rennen Richtung 60 Euro für eine Tageskarte liegt die Gamsstadt klar in Führung. Denn in Kitzbühel sind diese Saison schon 57 Euro fällig – nach einer Preiserhöhung von 2 Euro im Vergleich zum Vorjahr. Saalbach ist den Tirolern mit 55 Euro auf den Fersen. Den letzten Platz am Stockerl mit 54,50 Euro für die Erwachsenen-Tageskarte teilen sich Arlberg, Sölden und Ischgl/Samnaun. Ischgl hat dafür in der Wertung der teuersten 6-Tages-Tickets für Erwachsene mit 298 Euro und 50 Cent die Skispitzen vorne.

Die Günstigsten

Wer sich mit kleineren Gebieten zufrieden gibt, kommt deutlich günstiger davon. Von den 102 verglichenen österreichischen Skigebieten ist Raggal am preiswertesten. Die sieben Kilometer des Vorarlberger Skigebietes carvt ein Erwachsener für 22 Euro am Tag hinunter. Aber auch etwas zentraler in Österreich lässt sich bei moderaten Preisen ein Wintersporttag erleben. Der Königsberg etwa in Hollenstein an der Ybbs gibt 14 Pistenkilometer her, die sich um 26 Euro hinuntergleiten lassen.

Die Nachbarn

Heuer wurden auch je 10 grenznahe Gebiete in Südtirol, Bayern und der Schweiz untersucht. Dabei zeigen unsere westlichen Nachbarn deutlich, dass Skifahren – wohl aufgrund des generell höheren Preisniveaus in der Schweiz – noch teurer als in Österreich sein kann. In St. Moritz, Davos, Lenzerheide und Flims-Laax-Fallera kosten die Tagestickets umgerechnet von 61 bis 74 Euro. St. Moritz orientiert sich neuerdings an der Nachfrage. Je mehr auf der Piste los ist, desto teurer werden die Liftkarten. Außerdem gibt es einen Frühbucherrabatt von bis zu 30 Prozent, wenn mindestens 15 Tage vor dem Benützen der Skischaukel gekauft wird.

In Bayern und Südtirol werden die Karten wie bei uns noch konventionell berechnet. Die Italiener haben mit Österreich vergleichbare Preise, allerdings sind dann die Skigebiete kleiner. Unsere deutschen Nachbarn können mit vielen nicht allzu großen Skigebieten zu recht günstigen Preisen punkten.

Die ausführlichen Testergebnisse gibt es auf www.konsument.at.

ots

4 Kommentare

  1. Das ist wirklich hilfreich. Ich hab schon über den Winterurlaub dieses Jahr nachgedacht und war kurz davor es abzusagen. Die Preise sind einfach so umwerfend! Für eine Kleinfamilie kosten allein die Skipässe schon ein Vermögen.

  2. Allerdings muss ich schon sagen, dass sie großen Skigebiete in Kitzbühl und Co auch einiges an Fahrvergnügen hergeben. Es ist zwar trotzdem eine enorme Summe, aber einmal im Jahr muss das bei mir schon sein!

  3. So ein Vergleich ist super! Noch ein Tipp: nicht zur Hauptsaison in den allgemeinen Energieferien der Schüler in den Schnee fahren – dann kommt man auch oft schon deutlich günstiger davon!

  4. Die letzten beiden Jahre war ich mit meiner Familie in recht kleinen, preiswerteren Skigebieten. Ich muss schon sagen nach zwei Tagen ist man dann eigentlich alle Strecken abgefahren, was schon aufs Gemüt schlägt. Für die Kleinen wars kein Problem, aber wir haben auch einen 16-jährigen dabei, der ist dann schnell mal gelangweilt.

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