Wir stellen den neuen Toyota Yaris Cross vor

Kleines SUV im B Segment erweitert Toyota Modellpalette. Hier alle Details.

Das kleine SUV (4,18 Meter), dass wir heute testen, meistert den Großstadt-Dschungel und auch lange Überlandfahrten mit Bravour.

Der Yaris Cross, der eigens für Europa entwickelt wurde und im französischen Valenciennes produziert wird, verbindet die große Tradition im Kleinwagen-Segment mit der über 25- jährigen SUV-Erfahrung der Marke. Dabei profitiert er wie der normale Yaris von den Vorzügen der neuen GA-B Plattform bei Steifigkeit und Fahrdynamik.

Dabei ist die neue Cross-Variante etwas länger, breiter und höher als der Yaris, bleibt dabei aber weiterhin kompakt. Dabei sieht er in echt größer aus als er tatsächlich ist, speziell mit heller Farbe. Das bewährte „Außen klein, innen groß“-Prinzip, das den Yaris seit jeher kennzeichnet, wurde übernommen und zeigt mit seinem properen Design Mut und einen Hauch von Abenteuer. Das dies gut bei Kunden ankommen wird, zeigen bereits die ersten Absatzzahlen. So genießen die Insassen bei 2,56 Metern Radstand viel Platz im Innenraum, zumindest vorne, hinten ausreichend. Hinter der gegenüber dem konventionellen Yaris breiteren Heckklappe verbirgt sich ein standgemäßer Kofferraum, der 390 Liter Volumen fasst und durch die optionale im Verhältnis 40:20:40 dreigeteilte Rückbank weiter vergrößert werden kann – ein weiterer Beleg für die hohe Funktionalität und Alltagstauglichkeit. Leider recht die Ladefläche bei umgelegten Rücksitz lediglich zB: für Skier mit einer maximalen Länge von 1,65 m.

Mutiges Design

Die rautenförmige, energiegeladene Karosserieform und die kühn ausgestellten Kotflügel betonen dagegen den sportlich-markanten Charakter. Die Designteams aus Europa und Japan wollten eine Symbiose aus Robustheit und Minimalismus schaffen. Der 4,18 Meter lange Yaris Cross ist dabei auf Anhieb als echtes SUV erkennbar: Die um 30 Millimeter erhöhte Bodenfreiheit und die damit verbundene höhere Sitzposition sind ein untrügliches Zeichen, aber auch die markanten, quadratischen Radkästen mit bis zu 18 Zoll großen Leichtmetallrädern und der optionale Allradantrieb unterstreichen diesen Eindruck.

Neuer Hybridantrieb und intelligentes Allradsystem

Für den Vortrieb setzt Toyota auf ein weiteres Markenzeichen: den Hybridantrieb. Nachdem der japanische Automobilhersteller bereits 2012 einen Vollhybrid ins Kleinwagen-Segment brachte, folgt nun das erste B-SUV mit Teilelektrifizierung. Wie im Yaris kommt auch im Yaris Cross die mittlerweile vierte Generation der Hybridtechnologie zum Einsatz: Der 1,5-Liter- Antriebsstrang leitet sich dabei direkt von den 2,0- und 2,5-Liter-Systemen größerer Toyota Modelle ab.

Der Elektromotor trifft auf einen neuen 1,5-Liter-Benziner mit drei Zylindern und variabler Ventilsteuerung, der im Atkinson-Zyklus arbeitet. Der reibungsoptimierte Motor profitiert von geringeren mechanischen Verlusten und einem schnellen Verbrennungsprozess. Sein thermischer Wirkungsgrad übertrifft mit 40 Prozent den eines typischen Dieselmotors, was hohe Kraftstoffeffizienz und geringe CO2-Emissionen garantiert.

Die Systemleistung beträgt 85 kW/116 PS, die gleichmäßig und verzögerungsfrei entfaltet wird. Dabei arbeitet das kleine SUV äußerst effizient: In Verbindung mit Frontantrieb starten die CO2-Emissionen nach WLTP bei unter 120 g/km (unter 90g/km nach NEFZ), mit dem intelligenten Allradsystem AWD-i werden weniger als 135 Gramm CO2 pro Kilometer (unter 100g/km nach NEFZ) ausgestoßen.

Wir haben das Allradsystem AWD-i sogar im winterlichen Salzburg ausprobiert. Seine Generalprobe absolvierte er bei unserer Testfahrt auf Schneefahrbahn bergauf Richtung Zauchensee. Anfahren bei Schneefahrbahn – natürlich mit entsprechender Winterbereifung kein Problem. Einmal in Schwung, regelt das System völlig automatisch. So weit so gut, aber nachdem das AWD-i System einsetzt merkt man das sich der Vortrieb stabilisiert, nur leider schaltet dann das AWD-i System um den Verbrauch möglichst gering zu halten, wieder auf reinen Vorderradantrieb. Gibt man wieder Gas regelt das AWD-i System hin und her zwischen Allrad und Vorderantrieb. Zugeben, jammern auf hohem Niveau, aber wer einmal mit einem Toyota Land Cruiser mit echtem Vierradantrieb gefahren ist, weiß was wir meinen.

Modernes und sicheres Fahrverhalten

Die Toyota GA-B Plattform mit Doppelquerlenker-Hinterachse sichert dabei ein agiles wie sicheres Handling, während das für Hybridmodelle in dieser Klasse einzigartige Allradsystem für ausreichende Stabilität und Traktion im Normalmodus sorgt. Im Gegensatz zu konventionellen mechanischen Vierradkonzepten ist das elektrische AWD-i System kompakter und leichter, wodurch Kraftstoffverbrauch und CO2-Emissionen unter den Werten anderer B-SUV mit Allradantrieb liegen.

Unter normalen Bedingungen werden ausschließlich die Vorderräder bedient. Beim Beschleunigen und bei niedrigem Grip schickt der AWD-i das Antriebsmoment zusätzlich an die Hinterachse. Die automatische Zuschaltung kann beispielsweise auf nassem Kopfsteinpflaster, bei starkem Regen sowie auf Schnee oder Sand hilfreich sein, um die Traktion zu verbessern. Kleine Geländefahrten stellen auch kein Problem dar, aber als echten Geländekraxler stufen wir ihn nicht ein.

Fortschrittliche Assistenzsysteme

Abgerundet wird das hohe Sicherheitsniveau von Toyota Safety Sense, das verschiedene Assistenzsysteme miteinander kombiniert. Notbremssystem und Co. unterstützen den Fahrer im Alltag, warnen vor Gefahren und tragen so dazu bei, Unfälle zu verhindern oder zumindest deren Schwere abzumildern.

Unser Fazit

Gelungene Mischung aus bulligen Kompakt-SUV mit vernünftigen Abmessungen und erhöhter Sitzposition. Seine Leistung ist ausreichend, lediglich beim Beschleunigen macht sich der etwas laute Motor – im Vergleich zum reinen Hybridantrieb – bemerkbar. Die Preise starten beim 2 Radantrieb bei 18.690,-. Unser Testwagen TOYOTA YARIS CROSS 1.5 Hybrid 4WD Adventure mit kontinuierlichem variablem Getriebe (E-CVT) kostet dann zumindest ab 27.491,-. Beim Verbrauch ist der Yaris Cross in der Tat ein Sparmeister, gemischt Stadt/Land verbrauchten wir 5,5 (Werksangabe 5,1 l) Liter auf 100 km. Trotz dieses geringen Verbrauchs, ist mit seinem 37 Liter fassenden Tank öfters Auftanken nötig. Seine Fahrleistungen sind ausreichend, Spitze 170 km/h, Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 11,8 Sekunden.

Fotos©Toyota

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