Volvo XC90 – Modelljahr 2021 im Test

Allen Unkern zum Trotz, es gibt sie noch

Volvos Emily Foto: Besser Länger Leben

Wir haben diesmal Christoph Fälbl zu unserem Autotest gebeten, damit er uns seine „Fachmeinung“ zum XC 90 sagt.

Der erste was der Kabarettist, Schauspieler und Dancing Star sagte, als er den Volvo sah, war folgendes: „Das ist ja eine XXL Mega Schwedenbombe. Sieben Sitze ist gut, aber ich bin grad nicht auf der Suche nach einer halben Fußballmannschaft. Dafür wäre er ideal.“

Der Volvo XC90 ist das Flaggschiff des Unternehmens

Das große 4,95 Meter lange und 2,14 breite, bis zu siebensitzige Premium-SUV basierte als erstes Volvo Modell auf der skalierbaren Produkt-Architektur (SPA) – jener modularen Plattform, auf der mittlerweile alle neuen Volvo Modelle der 60er und 90er Familie aufbauen.

Christoph Fälbl im Spiegelbild Foto: Besser Länger Leben

Wie seine Geschwister, die Business-Limousine Volvo S90 und deren Kombi-Pendant Volvo V90, ziert den Volvo XC90 das selbstbewusste Gesicht der aktuellen Modellgeneration, das typische Elemente der schwedischen Premium-Marke aufgreift. Zu den auffälligsten Kennzeichen zählt die markante Frontpartie mit T-förmigen LED-Tagfahrleuchten im „Thors Hammer“-Design. Das Heck zieren LED-Rückleuchten und der neue Volvo Schriftzug.

Jeder Mittelklassefahrer bekommt angesichts solcher Ausmaße leichtes Kopfweh, wenn er an die Parkplatzsituation in unseren Städten denkt. Doch Beruhigung, er fährt sich leichter als man denkt, lässt sich dank Aufsichtsmodell von oben am Bildschirm, leichter einparken als so mancher kleine „Möchtegern SUV“, wo die Sicht nach hinten Null ist. Es ist diese stoische Ruhe und Gelassenheit, die Autos dieser Gattung ausmachen, vielleicht auch ein Kaufentscheid für manchen Mütter, die diese Kategorie Autos lieben, obwohl sie fast nur ihre Kinder zur Schule bringen.

Wer ist größer? Foto: Besser Länger Leben

Allen Unkern gegen große SUV, seih angeraten dieses Auto einmal zu testen, damit sie wissen welchen Unsinn sie oftmals daherreden. Man fährt über schlechte Straßen, Schlaglöcher und in Autobahnkurven und merkt es nicht mal. Kein Poltern an der Hinterachse, kein seitliches Versetzen bei Straßenfugen – wie bei vielen Mittelklasseautos und Klein SUVs, man steigt am Ziel nach gut 500 km aus und ist frisch und entspannt zugleich. Das ist Autofahren auf hohem Niveau, leider hat dies auch seinen Preis. Warum sich bescheiden mit Mittelklasseformat, wenn man es sich leisten will? Sie sagen aber der Verbrauch.

Der Schlüssel dazu in der passenden Sitzfarbe Foto: Besser Länger Leben

Dank des Volvo Drive-E Motors mit Dieselaggregat mit Mild-Hybrid-System mit 1.969 cm3 und 8 Gang Geartronic Automatik mit samt 4 WD (wahlweise auch als Benziner), der eine Leistung von 173 kW (235 PS) entwickelt und in unserem Praxistest exakt 8,4 l/100 (Werksangabe 7,2 L/100 km) km verbraucht. Fairerweise ist das um 2 Liter mehr als ein Kleinwagen benötigt. Dafür hat man kein Kofferraumvolumen von 709 Liter für entspannte Urlaubsfahrten, oder keinen Tank mit 71 Liter für langes Fahren ohne Zwischenstopps. Ganz zu schweigen von der typischen Volvo Sicherheit. (Sehen Sie das Chrashvideo). Alle Mild-Hybrid-Varianten sind am Buchstaben „B“ am Heck zu erkennen. Dieses Antriebskonzept umfasst ein Bremsenergie-Rückgewinnungs-System, das die beim Bremsen entstehende kinetische Energie in elektrische Energie umwandelt. Die in einer 48-Volt-Lithium-Batterie gespeicherte Energie unterstützt den Verbrennungsmotor beim Anfahren und Beschleunigen, wodurch sich Kraftstoffverbrauch und CO2-Emissionen um bis zu 15 Prozent senken lassen.

Fachleute untereinander. Foto: Besser Länger Leben

Während Christoph Fälbl das Auto lenkt, meinte er:

„So gediegene Autos gibt es wenige. Super Ausstattung, perfekt verarbeitet und ist eine Freude zu fahren. Wohin fahren wir bitte?

Er ist das Auto schlechthin für große Aufgaben, bietet jede Menge an Sicherheit und ist eines der entspannten Fortbewegungsmittel, abgesehen von Royce Rolls. Das Erstaunliche dabei ist, man ertappt sich das man mit so einem Auto wesentlich entspannter fährt und nicht – wie mit Kleinwagen – permanent auf die „Tube“ drückt. Oder ist man von der Gelassenheit schon infiziert?

Natürlich findet Christoph Fälbl auch etwas zu beanstanden:

„Das bei wunderschönen Congnac-farbigen Ledersitzen nur eine Sitzheizung verbaut ist und keine Sitzlüftung in dieser Preisklasse, treibt auch das Schwitzmoment in die Höhe. Aber die Qualität der Verarbeitung tut nicht nur dem Auge gut, sie schmeichelt und umschließt unser automobiles Herz.“

In der Tat, im Interieur bietet der Volvo XC90 eine ruhige und ausgewogene Umgebung mit hochwertigen Materialien wie Holz, Kristall und Metall und einem anspruchsvollen skandinavischen Design. Neue Materialien im Innenraum, darunter eine Wollmischung für die Sitze, bieten weiteren Spielraum für Personalisierung. Das die Sitze vorne sowie hinten zu den besten Sitzen im Automobilsektor gehören, erwähnen wir nur, eigentlich haben wir es erwartet. Man sitzt gut, reist ruhig und fühlt sich in seinem Innenraum sehr wohl um nicht zu sagen wohnlich und gemütlich. Die kleine Schwäche, dass viele Bedieneinstellungen über das mittige Zentraldisplay bedient werden müssen, verzeihen wir ihm, man gewöhnt sich bald an die Bedienung. Bei längeren Einstellungen sei sowieso empfohlen dies während einer Ampelphase, oder auch bei einer kleinen Pause zu machen.

Passagier Nr. 7. Foto: Besser Länger Leben

Konnektivität und Infotainment

Dafür ist man stets verbunden: Mit der SPA konnten erstmals innovative Multimedia- und Konnektivitätsfunktionen im Fahrzeug realisiert werden. Das Infotainment-System Sensus Connect vernetzt alle Volvo – und deren Insassen. Auf dem großen Touchscreen werden unter anderem Fahrzeugfunktionen, Navigation, Konnektivitätsdienste sowie zahlreiche Apps wie Spotify und TuneIn dargestellt. Der im Hochkant-Format platzierte Touchscreen funktioniert dabei wie ein Tablet. Das eigene Smartphone wird per Apple CarPlay oder Android Auto direkt ins Fahrzeug eingebunden.

Sicherheits- und Assistenzsysteme

Der Volvo XC90 unterstreicht die Vorreiterrolle der schwedischen Premium-Marke bei automobiler Sicherheit. Aufbauend auf der SPA-Plattform, die dank der großzügigen Verwendung von Borstahl für die hohe Festigkeit der Volvo Modelle verantwortlich ist, wartet das SUV-Flaggschiff mit zahlreichen Sicherheits- und Assistenzsystemen auf, die Insassen und Passanten gleichermaßen schützen.

Platz für Meditation. Foto: Besser Länger Leben

Das Volvo City Safety System, das in allen Volvo Modellen serienmäßig an Bord ist, erkennt potenzielle Gefahren und Hindernisse und leitet bei Bedarf selbstständig eine Notbremsung ein. Neben anderen Verkehrsteilnehmern erkennt es auch Fußgänger, Fahrradfahrer und Großtiere und deckt somit ein breites Spektrum möglicher Unfallquellen ab. Der serienmäßige Pilot Assist unterstützt bei Fahrten auf Autobahnen und mehrspurigen Schnellstraßen bis 130 km/h beim Halten von Geschwindigkeit und Abstand, Bremsen, Beschleunigen und bei der Spurführung.

Das man jede Menge an Assistenzsysteme mit an Bord hat merkt man erst, wenn man einmal gewarnt wird vor zu nahem Abstand zu Vordermann. Man hat von einem Volvo nichts anderes erwartet. Man kann mit ihm gemütlich fahren und wenn man einmal Lust auf moderatere Fortbewegung hat, stell man das Fahrprofil auf Dynamic und schon wird die Lenkung und das Ansprechen des Motors etwas schärfer und man sprintet in 7,6 Sek. von 0 auf 100 km/h. Die Spitzengeschwindigkeit ist neuerdings bei Volvo mit 180 km/h beschränkt. Natürlich wird aus dem XC 90 kein Sportwagen, aber ist trotzdem auf der flotten Seite.

Wer ist stärker: Foto: Besser Länger Leben

Unser Fazit – oder wie meint Christoph Fälbl:

Nach Schulnoten.

Es ist dieses „unzerstörbare“ Gefühl, mit ihm kommt man überall hin, hat jede Menge Platz, braucht nicht beim Einpacken des Urlaubsgepäck zu knausern. Eine Anschaffung für sein Leben, der Unterhalt, der Verbrauch ist moderat. Was will man mehr?

Der Listenpreis beträgt ab 73.411,88.

red

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5 Kommentare

  1. Gefällt mir auch grandios gut dieser Wagen. Würde ich gern mal eine Probefahrt mit machen.

  2. Wow was für eine tolle Idee. Christoph Fälbl ist wirklich ein super Typ. Bringt ordentlich Schwung in einen Testbericht.

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