Generationsprobleme in der Hotellerie

Oftmals haben mehrere Generationen einen Hotelbetrieb geführt und aufgebaut. Aber wie schaut es mit dem Nachwuchs und mit einer Übernahme aus.

Faktum Ist: Wenn man sich heute viele der traditionellen Hotels in den verschiedensten Wintersportorten ansieht, dann fragt man sich zurecht. Wie ist es gelungen dies alles aufzubauen, zu finanzieren und erfolgreich in die Jetztzeit zu führen. Der Anfang war oftmals mühsam und aus einem kleinen Haus wurde immer ein größeres und heute steht – wo immer – ein repräsentatives Hotel, das sehr viel an Annehmlichkeiten für seine Gäste bietet. Aber bedingt durch diverse Marktveränderungen wie beispielsweise Schneemangel, oder den derzeitigen hohen Energiekosten für tolle Wellness- und Saunalandschaften, stehen sowieso alle Hotels vor entscheidenden Fragen.

Das ganze Generationen für den Gästekomfort in Sauna- und Wellnesslandschaften, Schwimmbäder, Top ausgestattete Zimmern mit allem Luxus viel Geld investierten, oftmals auch persönliche Kredite aufgenommen haben, ist die eine Seite als Hotelinhaber. Man muss als Hotelier auch dazu „geboren“ sein und wie immer, wenn man Freude am Beruf hat und es richtig macht, ist man auch erfolgreich. Den Gästen kann der gebotene Komfort nur recht sein. Heutzutage sind Gäste bereit für ihren Urlaub auch mehr Geld als früher für ihren Urlaub und das Hotel auszugeben. In der Tat boomen 4* und 5* Sternehotels mehr denn je.

Aber nun ist es an der Zeit für einige Hoteliers an ihre Nachfolge zu denken, denn wir alle werden nicht jünger, sondern älter. Eigentlich für die nächste Generation der heute 25- bis 35-Jährigen Söhne oder Töchter ein Idealfall. Meist ist diese Generation, im Unterschied zu ihren Eltern oder Großeltern auch wesentlich besser ausgebildet. Manche haben ein Betriebswirtschaftsstudium oder eine Hotelfachschule abgeschlossen. Vorgenerationen waren oftmals Landwirte, Liftwarte oder Köche vielfach ohne betriebswirtschaftliche Kenntnisse, oder in anderen Hotels bevor sie sich mit einem kleinen Hotel selbstständig machten. Oftmals ein langer steiniger Weg liegt heute hinter ihnen.

Also beste Voraussetzungen für die heutige Generationen, man steigt quasi in ein gut gehendes Hotel ein, muss keine Erstinvestitionen tätigen und hat meist auch schon einen ansehnlichen Gästestamm. Trotzdem  gibt es manchmal bei der von den Eltern geplanten Übernahme ihrer Kinder Nachfolge-Probleme. Die heutige Generation, will mehr Lebensqualität haben, mehr an Freizeit (Work-Life-Balance) und mehr an Geld. Vielleicht auch einer der Gründe warum in renommierten Skiorten wie beispielsweise Sölden, bereits Hotels an russische Käufer verkauft wurden. Dies obwohl ganze Generation davor sich in die Hand schworen, unser Familienbesitz bleibt in unseren Reihen.

Aber es gibt auch positive Beispiele und Signale von der jungen Generation

Wir haben uns ein gutes Beispiel aus Neustift im Stubaital in Tirol angesehen. Das 4* Sterne Haus „Alpenhotel Tirolerhof“ wird heute in zweiter Generation von Sandra & Georg Pfurtscheller geführt. Die beiden haben zwei Kinder, Gabriel Jahrgang 2009 und Kilian Jahrgang 2005. Während der Sohn  Kilian derzeit die Hotelfachschule in Innsbruck besucht und seine Sprachkenntnisse im Ausland vertieft, ist Gabriel, der heuer 14 Jahre alt wird, ganz Feuer und Flamme für die Gastronomie, besonders im Bereich der Küche. Er kocht leidenschaftlich, schaut im väterlichen Hotel den Köchen über die Schulter und fertigt auch schon eigene Kochkompositionen an.

Gabriel möchte dieses Jahr auch die Hotelfachschule in Innsbruck besuchen und denkt schon „laut“ über die Möglichkeit der Betriebsübernahme in der Zukunft nach, eventuell auch gemeinsam mit seinem großen Bruder Kilian, welcher derzeit kurz vor dem Abschluss der Hotelfachausbildung ist. Gabriel macht die Arbeit mit den Gästen und im Service viel Spaß und Freude. Er, der privat neben Skifahren, Fußball als sein größtes Hobby Kochen bezeichnet hat für seine Zukunft schon sehr konkrete Ziele.

Seinem Vater Georg Pfurtscheller kann es nur recht sein, denn dass keiner seiner beiden Söhne, sein und Großvaters Lebenswerk weiterführen will, wäre sehr schade. Sollte es tatsächlich in naher Zukunft zur Nachfolge durch einen oder beide Söhne kommen, ist dies ganz im Sinne der Eltern. Denn Gabriels und Kilians heutiges Engagement ist schon ein gewisser Garant für eine erfolgreiche Zukunft.

Wir wünschen der Hoteliersfamilie Pfurtscheller mit ihrem Alpenhotel Tirolerhof in Neustift alles Gute für die Zukunft. Denn wie sagt man: „Gutes soll man weiterführen“.

Sehen Sie sich hier eines seiner Kreation „Curry Zitronengrassuppe“ samt Rezept an.

Gabriels Suppe:
Curry Zitronengras

Zutaten: 4 Personen
1 Stange Lauch
2- 3 Karotten
1 Zwiebel
1 – 2 Apfel
1 lt Gemüsebrühe
85 ml Kokosmilch
85 ml Sahne
1 Knoblauchzehe
3 – 4 scheiben Ingwer
1,5 TL Curry gelb
Salz
2 Stangen Zitronengras
Basilikum
Chilischote
Butter

Zubereitung:
Die Karotten schälen und in dünne Scheiben schneiden.
Lauch waschen und in kleine Scheiben schneiden.
Apfel waschen, entkernen und in kleine Würfle schneiden.
Zwiebel schälen und in kleine Würfel schneiden.
Knoblauchzehe in kleine Scheiben schneiden oder mit Presse drücken.
Ingwer in feine Scheiben schneiden.
Stangen Zitronengras längs halbieren und in Scheiben schneiden.

Butter in einer Kasserolle erhitzen und Zwiebel anschwitzen.
Anschließend Karotten, Lauch und Apfel dazu geben und mit der zerlassenen Butter anschwitzen.
Mit Gemüsebrühe aufgießen und ca. 10 – 15 Minuten ziehen lassen.

Kokosmilch, Sahne, Knoblauch, Ingwer und Curry in die Suppe geben und mit dem Stabmixer gut durchmixen.
Zitronengras und etwas von der scharfen Chilischote dazugeben und ca. 10 Minuten ziehen lassen.
Suppe passieren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

In einer Suppenschale oder Tasse anrichten.
Kann mit einem Speckchip und Petersilie auf einer kleinen Sahnehaube oder mit feinen Karotten und Lauchstreifen und Basilikum garniert werden.

Wünschen guten Appetit!

 

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