Hyundai Kona Hybrid im Test

Keine leichte Entscheidung

Hyundai Kona Hybrid

Das Modell gibt es als Benziner, als reinen Elektro und als Hybrid – den wir diesmal getestet haben.

Hyundai fast schon Vorreiter bei alternativen Antrieben, so ist bereits eine Wasserstoffvariante namens NEXO in Österreich bestellbar und lieferbar. Einer der ersten Anbieter, der so eine Vielfalt an Antriebsarten bietet. Wir haben uns diesmal den Kona Hybrid näher angesehen. Bereits im Jahr 2018 haben wir den ersten Hyundai Kona getestet. Hier unser Beitrag https://besserlaengerleben.at/automobilitaet/hyundaikonzern-auto/hyundai/der-neue-hyundai-kona.html Da der Kona Hybrid von den Außenmaßen baugleich ist, gehen wir dieses Mal nicht auf sein Design und seine Praktikabilität ein, sondern gehen der Frage nach: Wann zahlt sich ein Hybrid und aus?

Die Motorisierung im Kona Hybrid

Der Kona Hybrid wir von einem 1,6 Liter GDI-Verbrennungsmotor mit 105 PS und einem 43,4 PS starkem Elektromotor angetrieben. Dies ergibt eine Gesamtleistung von 141 PS. Zusätzlich verfügt der Kona Hybrid noch über eine hochleistungsfähige Lithium-Ionen-Polymer-Batterie mit 1.56 kWh die beste Lade-/Entlade-Eigenschaften besitzt, mit denen sich sowohl die elektrische Reichweite als auch die Bremsenergie-Rückgewinnung maximieren lassen. Das alles geht mit einem maximalen Drehmoment von 265 Nm einher, was in dieser Fahrzeugklasse beachtlich ist.

Hyundai Kona Hybrid

Geschaltet wird der Kona Hybrid von einen 6-Gang Doppelkupplungsgetriebe. Dieses Doppelkupplungsgetriebe ermöglicht ein natürlicheres und sportlicheres Fahren zugleich. Es sorgt zudem für eine bessere Beschleunigung mit sofortiger Motor-Rückmeldung und kombiniert den Kraftstoffverbrauch und die Reaktionsfähigkeit eines Schaltgetriebes mit dem Komfort eines Automatikgetriebes. Eine Besonderheit haben die Hyundai-Techniker eingebaut, das im Navigationspaket enthaltene Eco-Driving-Assistant-System, dies optimiert das Laden und Entladen des Akkus auf intelligente Weise. Anhand der Navigationsdaten werden die Bergauf- und Bergab-Passagen erfasst und somit der optimale Einsatz des Elektromotors berechnet. Auf diese Weise fährt man effizient und mit minimiertem Kraftstoffverbrauch.

Im alltäglichen Einsatz, egal ob in der Stadt oder auf der Autobahn der Energiefluss zwischen den beiden Motoren (Benzin und Elektro) und der Lithium-Ionen-Polymer-Batterie wird automatisch geregelt und man bekommt fast nichts mit. Wer seinen Energiefluss sehen will, um besonders verbrauchsschonend zu fahren, drückt im mittig liegenden Monitor die Sterntaste und schon kann man die einzelnen Energieflüsse zwischen Beschleunigen, Rekuperieren, Laden und Unterstützung live erleben. Für all jene die es auch manchmal etwas flotter angehen und mehr Fahrspaß wollen, können Sie im Sportmodus die Schaltwippen verwenden, um manuell zu schalten. Eine feine Sache.

Hyundai Kona Hybrid

Auch bei den Fahrwerten muss das Hybridmodell sich nicht verstecken, eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 11,3 Sek. und eine mögliche Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h, wobei wir auf deutschen Autobahnen (wo es erlaubt ist) am Tacho über 180 km/h feststellen konnten. Also die 160 km/h Angabe ist sehr vorsichtig.

Der Praxisnutzen

Der Hybrid hat innen und außen die gleichen Platz- und Größenverhältnisse, sogar beim Kofferraumvolumen mit 361 Liter muss man im Vergleich zum Benzinmodell keine Einschränkungen machen. Dies wurde dadurch erreicht, weil die Platzierung der Batterie unter den Sitzen einen außergewöhnlich niedrigen Schwerpunkt haben und dadurch keinen Kofferraumplatz wegnimmt.

Hyundai Kona Hybrid

So weit so gut, aber wie fährt er sich und wo spart man?

Die Entscheidung welches Auto man heutzutage kaufen soll, ist nicht einfach. Wenn früher das Design, die Fahrwerte ausschlaggebend waren ist es heute der persönliche Einsatzbereich. Hierbei kommt dem Autoverkäufer eine wichtige Rolle beim Kauf zu, ob man diesen Kauf dann  im Alltag auch nicht bereut.

Als Grundregel gilt, wenn Sie ein Langstreckenfahrer sind und meistens Autobahn fahren, ist ein Hybrid die falsche Entscheidung. Wir haben in unserem ausführlichen Test bei Überlandfahrten (meist Autobahn und Landstraßen) einen Verbrauch von 8,7 Liter auf 100 km festgestellt. Der gleiche Kona mit Benzinmotor mit 177 PS (!!) und 7 Gang Doppelkupplungsgetriebe mit Allradantrieb benötigte dagegen nur 8,4 Liter auf 100 km. Preislich sind die beiden Modelle fast ident, dass die Entscheidung auch nicht gerade leichter macht.

Auf der einen Seite ein flotter Allradler mit 177 PS (0 auf 100 km/ in 7,9 Sek, Spitze 205 km/h) und auf der anderen Seite der Hybrid mit Vorderradantrieb, mit gleichem Verbrauch Überland.

Wenn Sie jedoch meisten Stadtfahrten und Kurzstrecken absolvieren, dann spielt der Hybrid seine Stärke gegenüber dem Benziner aus. Während der Benziner in der Stadt auf rund 10,5 Liter kommt, fährt der Hybrid meist von Batterie und Elektromotor angetrieben und der Verbrauch im Schnitt pendelt sich im Stadtbereich unter 5.0 Liter auf 100 km ein.

Zu den eindeutigen Vorzügen des Hybrid sind seine Beschleunigung aus dem Stand – und das ganz lautlos – sein enormes Drehmoment und sein stilles Dahingleiten. Insgesamt fährt man „unaufgeregter“ und entspannter mit dem Hybrid. Auch wir als echte Autofetischisten haben uns entdeckt, dass wir die Energieflüsse ständig im Auge hatten und beim Bergabfahren uns freuten, wenn die Batterien wieder aufgeladen wurden. Sparen zeitgemäß halt. Wer natürlich viel im Winter unterwegs ist, wird möglicherweise zum Allradler zum gleichen Tarif greifen.

Hyundai Kona Hybrid

Keine leichte Entscheidung, jedenfalls nur zum Nachdecken: Die durchschnittliche statistische Kilometeranzahl pro Tag/pro Autofahrer*innen beträgt an die 30 Kilometer und dies hauptsächlich im urbanen Bereich. Wenn Sie dieses Fahrmuster haben und nur zweimal im Jahr auf Urlaub mit ihrem Auto fahren ist der Kona Hybrid die erste Wahl. Es sei denn, Sie spekulieren mit einem Kona Elektro, der bei diesem Fahrmuster sogar noch besser geeignet wäre. Hier lesen Sie alles darüber. https://besserlaengerleben.at/automobilitaet/hyundai-kona-elektro-wie-weit-kommt-man-mit-ihm.html

Unser Fazit:

Idealer SUV im B-Segment, Platz aber auch Kompakt. Bei drei Wahlmöglichkeiten für ein Auto, keine leichte Entscheidung. Jedenfalls eine der drei Möglichkeiten ist die Richtige. Aber analysieren Sie ihr Fahrmuster, was ist Ihnen Umwelt wert, dann ist die Entscheidung gar nicht so schwer.

Fotos©Hyundai

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