Der neue KIA Sportage bei uns im Test

Viele besser gemacht

Kia hat vor kurzer Zeit seinen Bestseller Sportage aufgefrischt und wir testeten die neue Version des Kompakt-SUVs.

Hier lesen Sie was alles neu ist und wie er sich fährt.

Als erstes Modell der Marke und einer der ersten SUVs überhaupt ist der Sportage nun mit einem Diesel-Mildhybridantrieb auf 48-Volt-Basis erhältlich. Zudem entsprechen sämtliche Motoren der Abgasnorm Euro 6d-Temp, die erst ab September 2019 für alle Neuwagen verbindlich wird. Im Zuge der Überarbeitung wurde ebenso das Design nachgeschärft und das Angebot an Sicherheits- und Infotainmentsystemen erweitert. Zwischenzeitlich hat der KIA Sportage die 5-Millionen-Marke geknackt, ist weltweit der Topseller der Marke.

Ein SUV mit weichen Formen und kompakten Ausmaßen

Natürlich ist Design, Ästhetik und Schönheit immer Ansichtssache des Betrachters, aber im Falle des rundumerneuerten Sportage kann man durchaus von einer gelungenen Runderneuerung sprechen. Egal von welchem Blickwinkel man den neuen Sportage ansieht, es passt alles, er ist stimmig und trifft mit seinen 4,48 Meter Außenlänge den Geschmack. Er wirkt dynamisch, modern ohne verspielt zu sein, seine Rundungen, seine Ecken gefallen meist. Vielleicht einer der Gründe ist, er wurde in Europa entworfen und wird auch produziert. Der Sportage zeichnet sich durch ein eindrucksvolles Seitenprofil, die wohlgeformte sportliche Front mit dem markanten Grill und einer raffinierten Chrom-Fensterleiste aus. Eine athletische Rückansicht mit beeindruckenden Rückleuchten vervollständigt den Eindruck von Eleganz und Stil. Das äußere Erkennungszeichen des Modelljahrgangs 2019 sind seine neu gestalteten Stoßfänger, Scheinwerfer, Rückleuchten und Leichtmetallfelgen sowie seitliche Chromleisten und fünf neue Karosseriefarben. Die Sportausführung GT Line zeigt darüber hinaus einen markanten neuen Kühlergrill und neu gestaltete LED- Nebelscheinwerfer.

Welche Motorisierungen werden geboten

Beim Sportage 2.0 CRDi EcoDynamics+, der 136 kW (185 PS) leistet und 400 Nm Drehmoment mobilisiert, wird der 2,0-Liter-Turbodiesel durch einen Elektroantrieb unterstützt. Er beinhaltet eine 48-Volt-Batterie sowie einen 12 kW starken Startergenerator und ermöglicht – anders als 12-Volt-Start-Stopp-Systeme – das Abschalten des Verbrennungsmotors auch im Fahrbetrieb, etwa beim Ausrollen oder Bremsen – was in unserem Praxistest wunderbar funktionierte. Gegenüber dem bisherigen 2.0 CRDi reduziert der Mildhybridantrieb die CO2-Emissionen je nach Ausführung um bis zu zehn Prozent (ab 138 g/km).

Neu in der Antriebspalette ist darüber hinaus ein 1.6 CRDi, der den bisherigen 1,7-Liter-Diesel ablöst und der in zwei Varianten mit 85 kW (115 PS) oder 100 kW (136 PS) angeboten wird. Bei den Benzinern sind ein 130 kW (177 PS) starkes 1,6-Liter-Turbotriebwerk und ein 1.6 GDI mit 97 kW (132 PS) erhältlich.

Die drei Diesel verfügen jeweils über einen NOx-Speicherkatalysator und einen SCR-Katalysator, die beiden Benziner über einen Ottopartikelfilter. Je nach Motorisierung kann der Sportage mit Front- oder Allradantrieb bestellt werden. Standardmäßig sind alle Motoren mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe kombiniert. Für den 1.6 T-GDI AWD und den 1.6 CRDi 136 AWD werden siebenstufige Doppelkupplungsgetriebe angeboten, der serienmäßig allradgetriebene 2,0-Liter-Diesel wird in Österreich mit einer Acht-Stufen-Automatik angeboten.

Was hat sich im Innenraum geändert

Sofort auffallend: Innen präsentiert sich der Sportage mit einem neuen Lenkrad und einer neuen Instrumenteneinheit. Für den GT Line sind optional neue Ledersitzbezüge in Schwarz mit roten Nähten erhältlich. Die ausreichenden Platzverhältnisse sind weiterhin eines der Kaufargumente für den KIA Sportage. Auffallend war für unsere Test-Crew, dass die Lauf- und Motorengeräusche weiter gedämmt wurden und nun Reisen jeder Art ruhiger vonstatten geht. Besonders mittig platzierte Navigationseinheit (7-Zoll-Touchscreen) mit dem intuitiven 360° Around View Monitor. Das Navi reagiert gut, schnell und führte uns immer zuverlässig zum eingestellten Ziel. Besonders praktisch ist die darunter platzierte Liegefläche für Smartphones. Sollte die Batterieleistung ihres Handys sich dem Ende neigen – kein Problem. Das induktive Ladefeld ladet während der Fahrt völlig ohne Kabel wieder auf, den Ladevorgang zeigt ein grünes Kontrolllicht. Darüber hinaus gibt es noch zwei 12 V Anschlüsse und einen USB Anschluss.

Auch ausreichend Gepäckraum steht zur Verfügung. Bei aufrechten Sitzlehnen fasst der Kofferraum 491 Liter. Und wenn es einmal groß einkaufen, kann durch Umlegen der Sitze das Kofferraumvolumen auf bis zu 1.480 Liter erweitert werden.

Entspanntes Fahren ist angesagt

Insgesamt reist man ruhig, entspannt und hat in unserem Fall mit 4-Rad Allradantrieb auch bei Regen und Schnee immer ein sicheres Gefühl beim Fahren. Sichere Bremsen, die sehr gut zu dosieren sind, eine gute Straßenlage mit viel Sicherheitsreserven, gutem Antritt mit keinem Turboloch begleitete uns immer. Klassenüblich sind alle sinnvollen Assistenzsysteme mit an Bord und erleichtern ebenso den Autoalltag. Die Beschleunigung ist für einen SUV mehr als ausreichend (0 auf 100 km/h in 9,1 Sek. Höchstgeschwindigkeit 201 km/h). Auch im Verbrauch überraschte uns der KIA Sportage mit einem Durchschnitt von gesamt 7,9 Liter auf 100 Kilometer.

Unser Fazit:

Wie immer bei Kia gelten auch für den neuen Sportage 7 Jahre Werksgarantie bzw. 150.000km. Sehr angenehm zu fahrender SUV, mit viel Platz und Komfort, sparsam im Umgang mit Treibstoff und eine gute Investition für Menschen die mehr wollen als nur von A nach B zu kommen. Die Preise starten ab 23.990,-.

©Fotos KIA

3 Kommentare

  1. ich persönlich finds ja etwas irritierend ein auto „kia SPORTTAGE“ zu nennen, ist da noch wer verwirrt?

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