Trinicum-Motoriktest – Beweglichkeit, Kraft und Balance (Teil 2)

Dehnung im Rücken©besser länger leben

Ein zweiter Selbstversuch für „besser länger leben“- Lesen Sie alles dazu.

Wie beweglich bin ich wirklich? Wie gut funktionieren Gleichgewicht, Koordination und Muskelkraft? Und entsprechen mein persönliches Empfinden und die tatsächliche körperliche Leistungsfähigkeit überhaupt noch der Realität? Diese Fragen beantwortet der Motoriktest im Trinicum. Nachdem im ersten Teil unseres Selbstversuchs das Herz-Kreislauf-System mit einem Belastungs-EKG im Mittelpunkt stand, geht es nun um einen ebenso wichtigen Baustein eines gesunden und aktiven Lebens: die körperliche Funktion.

Mit zunehmendem Alter verändert sich unser Bewegungsapparat. Muskelmasse nimmt langsam ab, die Gelenke werden weniger beweglich und auch das Gleichgewicht lässt häufig nach. Das geschieht oft schleichend. Viele Menschen bemerken die Veränderungen erst dann, wenn das Bücken schwerfällt, das Treppensteigen anstrengender wird oder Unsicherheiten beim Gehen auftreten. Genau hier setzt der Motoriktest an.

Sicheres Übersteigen©besser länger leben

Warum ein Motoriktest sinnvoll ist

Der Motoriktest ist weit mehr als ein einfacher Fitnesstest. Er analysiert die wichtigsten körperlichen Fähigkeiten, die wir täglich benötigen – vom Aufstehen aus dem Sessel bis zum sicheren Gehen auf unebenem Untergrund.

Ziel ist es, Schwächen frühzeitig zu erkennen, bevor daraus Beschwerden oder Verletzungen entstehen. Gleichzeitig zeigt die Untersuchung, welche Bereiche bereits sehr gut funktionieren und welche gezielt trainiert werden sollten. Der große Vorteil: Die Ergebnisse beruhen nicht auf einem subjektiven Eindruck, sondern auf objektiven Messdaten.

Wie läuft der Motoriktest ab?

Nach einer kurzen Einführung durch das medizinische Fachpersonal beginnt der Test mit verschiedenen standardisierten Übungen. Diese werden Schritt für Schritt erklärt und unter Aufsicht durchgeführt. Der Test ist weder schmerzhaft noch besonders belastend und eignet sich deshalb auch für ältere Menschen oder Personen, die längere Zeit keinen Sport betrieben haben.

Je nach individuellem Untersuchungsprogramm dauert der Motoriktest in der Regel zwischen 45 und 60 Minuten. Während dieser Zeit werden verschiedene Bewegungsabläufe und körperliche Fähigkeiten überprüft.

Ausfallschritt©besser länger leben

Was wird getestet?

Der Motoriktest setzt sich aus mehreren Bausteinen zusammen, die gemeinsam ein umfassendes Bild der körperlichen Leistungsfähigkeit ergeben.

Beweglichkeit

Ein wichtiger Bestandteil ist die Beweglichkeit der Gelenke und der Muskulatur. Dabei wird überprüft, wie frei sich einzelne Körperregionen bewegen lassen.

Untersucht werden unter anderem:

  • Schultergelenke
  • Wirbelsäule
  • Hüftgelenke
  • Knie
  • Sprunggelenke

Eine eingeschränkte Beweglichkeit kann langfristig zu Fehlhaltungen, Rückenschmerzen oder Gelenkbeschwerden führen.

Tiefe Kniebeuge©besser länger leben

Kraft

Ebenso wichtig ist die Muskelkraft. Dabei geht es nicht um Höchstleistungen wie im Kraftsport, sondern um die Kraft, die wir im Alltag benötigen.

Beispielsweise wird überprüft:

  • Kraft der Beinmuskulatur
  • Stabilität des Rumpfes
  • Muskelkraft der Arme
  • funktionelle Kraft beim Aufstehen oder Hinsetzen

Eine gute Muskulatur schützt die Gelenke und reduziert das Risiko von Stürzen.

Gleichgewicht

Mit zunehmendem Alter nimmt das Gleichgewichtsvermögen häufig ab.

Deshalb wird getestet,

  • wie sicher man steht,
  • wie stabil man auf einem Bein ist,
  • wie gut das Gleichgewicht bei Bewegungen funktioniert.

Ein gutes Gleichgewicht ist entscheidend, um Stürze und Knochenbrüche zu vermeiden.

Rundrücken©besser länger leben

Koordination

Hier wird untersucht, wie gut verschiedene Bewegungen aufeinander abgestimmt werden können.

Koordination spielt im Alltag eine viel größere Rolle, als viele Menschen vermuten – beispielsweise beim Gehen, Treppensteigen oder beim Reagieren auf plötzlich auftretende Hindernisse.

Die Ergebnisse – leicht verständlich dargestellt

Ein großer Vorteil des Trinicum-Motoriktests besteht darin, dass die Ergebnisse übersichtlich und leicht verständlich dargestellt werden.

Die gemessenen Werte werden häufig als Prozentwerte angegeben und mit Referenzwerten verglichen. Dadurch erkennt man sofort, in welchen Bereichen man gut aufgestellt ist und wo Verbesserungsbedarf besteht.

Ein Beispiel:

Unterkörper – Beweglichkeit 100 Prozent

Erreicht eine Testperson – wie ich – bei der Beweglichkeit des Unterkörpers 100 Prozent, bedeutet dies, dass Hüfte, Knie und Sprunggelenke ausgezeichnet zusammenarbeiten. Die Beweglichkeit entspricht dem altersentsprechenden Optimalbereich oder liegt sogar darüber.

Das wirkt sich positiv auf viele Alltagssituationen aus:

  • leichteres Bücken,
  • sicheres Gehen,
  • problemloses Treppensteigen,
  • geringeres Verletzungsrisiko,
  • bessere Haltung.

Eine so gute Beweglichkeit sollte durch regelmäßige Bewegung, Gymnastik oder Dehnübungen erhalten werden.

Oberkörper – Beweglichkeit 65 Prozent

Ganz anders sieht das Ergebnis bei mir bei einer Beweglichkeit von 65 Prozent aus.

Ein solcher Wert deutet darauf hin, dass die Beweglichkeit im Oberkörper eingeschränkt ist. Die Ursachen können vielfältig sein:

  • verkürzte Muskulatur,
  • Bewegungsmangel,
  • Gelenkverschleiß,
  • frühere Verletzungen,
  • einseitige Belastungen.

Im Alltag kann sich dies bemerkbar machen durch:

  • Schwierigkeiten beim Bücken,
  • steife Hüften,
  • eingeschränkte Schrittlänge,
  • unsicheres Gehen,
  • schnelleres Ermüden.

Diese etwas schlechtere Bewertung lässt sich bei mir auf eine zurückliegende Schulterluxation vor ein paar Jahren zurückzuführen. Die gute Nachricht lautet: Gerade die Beweglichkeit lässt sich in vielen Fällen deutlich verbessern und daran werde ich auch weiterarbeiten und trainieren.

Seitstütz©besser länger leben

Was kann man dagegen tun?

Der Motoriktest liefert nicht nur Zahlen, sondern auch konkrete Handlungsempfehlungen. Je nach Ergebnis empfehlen die Experten individuelle Maßnahmen.

Dazu gehören beispielsweise:

  • gezielte Dehnübungen,
  • Mobilisation der Gelenke,
  • Kräftigung der Beinmuskulatur,
  • Gleichgewichtstraining,
  • Koordinationsübungen,
  • funktionelles Training,
  • regelmäßiges Gehen oder Nordic Walking.

Bereits zwei bis drei Trainingseinheiten pro Woche können spürbare Verbesserungen bringen. Wichtig ist jedoch, dass die Übungen auf die persönlichen Defizite abgestimmt sind. Genau darin liegt der große Nutzen des Motoriktests: Statt nach dem Gießkannenprinzip zu trainieren, erhält jeder Teilnehmer – so auch ich – ein individuelles Bewegungsprogramm.

Therapeutin Nadin©besser länger leben

Motivation durch messbare Fortschritte

Ein weiterer Vorteil des Motoriktests ist die Möglichkeit, den eigenen Fortschritt zu kontrollieren. Werden die Untersuchungen nach einigen Monaten wiederholt, lässt sich objektiv feststellen, welche Verbesserungen erreicht wurden.

So wird aus einem Beweglichkeitswert von 65 Prozent vielleicht schon nach einigen Monaten ein Wert von 80 oder sogar 90 Prozent. Diese messbaren Erfolge motivieren und zeigen, dass regelmäßiges Training tatsächlich Wirkung zeigt.

Mein Fazit

Der Motoriktest im Trinicum ergänzt die klassische Leistungsdiagnostik ideal. Während das Belastungs-EKG zeigt, wie Herz und Kreislauf arbeiten, macht der Motoriktest sichtbar, wie gut unser Bewegungsapparat funktioniert. Er deckt Schwächen auf, bevor sie zu Beschwerden führen, und liefert konkrete Empfehlungen für ein gezieltes Training.

Gerade für Menschen ab 50 Jahren ist diese Untersuchung eine wertvolle Investition in die eigene Gesundheit. Denn wer seine Beweglichkeit, Kraft, Koordination und sein Gleichgewicht erhält, bleibt länger selbstständig, reduziert das Sturzrisiko und gewinnt Lebensqualität.

Der größte Vorteil liegt jedoch in der Individualität: Nicht das Alter entscheidet über die Fitness, sondern der tatsächliche körperliche Zustand. Und genau diesen macht der Motoriktest sichtbar – verständlich, objektiv und mit dem klaren Ziel, die Gesundheit langfristig zu erhalten und ein besser länger leben zu ermöglichen.

Hier bitte anmelden. https://www.trinicum.com

4 Kommentare

  1. Um Himmel willen das sind ja Übungen, da ist man total verdreht. das muss man aber einmal im Alter zusammenbringen. Glaube das ist nichts für mich.

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