Poznań – Teil 2 unseres Reiseberichts

Posen©besser länger leben

Im 1. Teil sind wir auf die Geschichte Polens und Posen eingegangen, dieses Mal machen wir eine Stadtführung und zeigen das heutige Posen. Begleiten Sie uns hier.

Wir treffen unseren Guide an unserer Rezeption im Hotel. Wir gehen gemeinsam als erstes zur St. Stanislaus Pfarrkirche. Der Weg dorthin sind keine 5 Minuten.

Die ehemalige Jesuitenkirche ist im Barockstil erbaut. Der Bau wurde 1651-53 von Thomas Poncino begonnen; 1677-78 und 1683-86 nach einem Entwurf von Bartomiej N. Wasowki (der Schiffkörper) fortgesetzt und 1696-1701 von Giovanni Catenazzi (Transept und Presbyterium) beendet. Das Kircheninnere realisierten: Stuckaturen – Wasowski und Alberto Bianco aus Italien, Fresken – Karol Dankwart aus Neiße. Die Autorschaft von drei riesigen Altären wurden nach dem Entwurf von Franciszek Kozminski von dem Stuckateuren Alberto I. Provisore und dem Bildhauer Jan Weydlich geschnitzt. Die aus der Perspektive der Swiçtostawska-Straße sichtbare Fassade nach dem Entwurf von Wasowski wurde um 1750 modifiziert u.a. durch die Zugabe de Portals nach dem Entwurf von Kozminski und der Nische mit der Skulptur des Jesuitengründers hl. Ignacy Loyola.

Bedeutende internationale Orgelspieler geben hier jedes Jahr Konzerte.

„Staromiejskie Koncerty Organowe“ (Altstadt-Orgelkonzerte)

  • Dies ist die jährliche Sommerreihe mit renommierten Orgelvirtuosen aus Polen und dem Ausland.
  • Was: Meisterliche Orgelkonzerte.
  • Wann: Jeden Donnerstag im Juli und August.
  • Uhrzeit: 19:30 Uhr

Auch tägliche Orgelkonzerte finden statt. Diese Konzerte finden das ganze Jahr über statt und werden hauptsächlich von Studierenden aufgeführt.

  • In den Sommerferien (Juli und August):
  • Täglich von Montag bis Samstag
  • Uhrzeit: 12:15 Uhr
  • Außerhalb der Ferienzeit (Rest des Jahres):
  • Wann: Jeden Samstag
  • Uhrzeit: 12:15 Uhr

Als nächsten Besichtigungspunkt führt uns unser Guide zum eigentlichen Alten Markt (polnisch Stary Rynek) heißt der Hauptplatz in Posen, der bei der Gründung der Stadt im Jahr 1253 als Marktplatz für den Kauf und Verkauf von Waren diente. Das Rathaus und den alten Bürgerhäusern und ringsum Restaurants, Kaffees und Museen. Auf diesem Platz finden Leben statt, Touristen, Guides und Einwohner. Dicht gedrängt, warten um 12 Uhr und um 15 Uhr beim Rathaus, wenn die beiden mechanischen Steinböcke aus der Türe kommen und sich die Hörner stoßen. Dazu spielt ein Trompetenspieler vom Rathaus herunter und tausende Handy filmen. Sehen Sie unser Video im Teil 1 dazu an.

Typische Altstadthäuser©besser länger leben

Beeindruckend, wenn man bedenkt dass nach dem 2. Weltkriege hier vieles zerstört war und wiederaufgebaut wurde. Hier am Hauptplatz findet man allerlei, Gaukler, Spieler und Musikanten, die naturgemäß auch ein kleines Trinkgeld haben wollen.

Aber auch das Denkmal der Bamberka findet man hier. Die Geschichte der Bamberger in Posen begann zwischen 1719 und 1753, als rund 500 Kolonisten aus der Bamberger Gegend in Deutschland auf Einladung der Stadt Posen in die Region kamen, um die durch Kriege und Seuchen entvölkerten Gebiete wieder zu besiedeln. Diese Siedler, die sogenannten „Bambrzy“, integrierten sich schnell in die polnische Bevölkerung, behielten aber ihre kulturelle typische deutscher Identität bei, die sich unter anderem in der traditionellen, kombinierten oberfränkischen und großpolnischen Tracht und auch bei Häusern widerspiegelt. Ihre Geschichte wird heute mit Feiern, einem eigenen Verein und einem Museum in Posen gewürdigt, wobei die Figur der „Bamberka“ am Alten Markt ein bekanntes Symbol ist.

Hier am Hauptplatz muss man im Cafe Bajka einen Kaffee und eine Süßigkeit zu sich nehmen. Dabei erzählt uns unser Guide unzählige Geschichten über Posen und was man alles noch anschauen könnte. Aber eines nach dem anderen.

Nach einem ausführlichen Rundgang teils über die ehemalige königliche Route. (ist im Stadtplan im Teil 1 eingezeichnet) durch das Center von Posen steht für uns der Besuch des Croissant Museum in Posen (Rogalowe Muzeum Poznania) an.

Croissant Museum in Posen

Hier muss man sich rechtzeitig Karten besorgen, denn diese – sagen wir eher Show – ist immer gut besucht von Jung und Alt. Das Museum für Martinscroissant* widmet sich der bereits 150 Jahre alten Tradition des Croissantbackens. Der Museumsbesuch ist interaktiv, lebendig und überaus lustig. Während der Show lernen wir, wie man ein Croissant nach dem Originalrezept herstellt. Nach der Teilnahme erhält man ein Zertifikat und kann sich als geprüfter Martinscroissant-Bäcker nennen.

*Den Brauch zum Hl. Martin kennt man auch bei uns. Es werden aus Dankbarkeit über die gute Ernte, Speisen angeboten. Daher der kommt der Name Martinscroissant in Posen.

Wir besuchen das Museum für angewandte Kunst

Das Museum für Angewandte Kunst, wurde am 23. Februar 1965 eröffnet. Als Zweigstelle des Nationalmuseums Posen befand es sich im sogenannten Raczyński-Gebäude, das nach den Zerstörungen des 2. Weltkriegs auf dem Przemyst-Hügel wiederaufgebaut wurde.

Das damalige Königliche Schloss in Posen©besser länger leben

Das Museum basierte auf den Beständen an Artefakten, die ab Mitte des 19. Jahrhunderts von den lokalen polnischen und deutschen Institutionen in Posen zusammengetragen wurden. Seitdem wurde die Sammlung laufend erweitert.

Das damalige Königliche Schloss in Posen, das nach Herzog Przemysl I. von Großpolen benannt ist und dessen Bau im 13. Jahrhundert begann. Es ist wichtig, dieses Schloss von dem ebenfalls königlichen Schloss in Przemysl zu unterscheiden. Das Posener Schloss wurde im 13. Jahrhundert von Przemysł I. gegründet und später unter König Przemysł II. erweitert, was es zu einer der wichtigsten königlichen Residenzen machte. Das ursprüngliche Schloss wurde während des Zweiten Weltkriegs schwer beschädigt und danach teilweise wiederaufgebaut, sodass eine Mischung aus gotischen und Renaissance-Stilen zu sehen ist.

Das „neue“ Przemyst-Schloss wurde zwischen 2011 und 2016 wiedererrichtet und das Raczyński-Gebäude renoviert. Die beiden miteinander verbundenen Gebäude haben eine Gesamtfläche von rund 4.000 m² und werden nun als Museum genutzt.

Imposante Artefakte geben einen guten Eindruck in die imposante Polnische Geschichte und man muss sich schon einige Stunden Zeit dafür nehmen.

Wir kehren in die Neuzeit zurück

Aber es bleibt uns noch Zeit in die moderne Welt von Posen einzutauchen und uns das Stary Browar anzuschauen. Es ist ein Einkaufscenter der Superlative und wurde am 5. November 2003 eröffnetes als Kultur- und Einkaufscenter im Zentrum der polnischen Stadt Posen. Es befindet sich im 1876 errichteten und bis 1980 genutzten Gebäude der ehemaligen Brauerei Hugger. Es beherbergt 260 Geschäfte, man kann hier shoppen, Essen, Spielen im Park mit den Kindern und einen ganzen Tag verbringen. Die Preise in den Shops liegen auf internationalem Niveau – ist auch kein Outletcenter. Es finden hier Andy Warhol Ausstellungen statt, es gibt Galerien und jede Menge an nationalen und internationalen Restaurants.

https://starybrowar5050.com/en/ in Posen©besser länger leben

Interessant ist die architektonisch geglückte Verbindung mit altern Brauereielementen und neuen Zubauten. Das Einkaufscenter befindet sich auf 100.000 m2 und hat täglich 40.000 Besucher (!!!). Sehen Sie hier die Bilder.

Unser Fazit

Posen – die Wiege der polnischen Geschichte, ist heute nicht nur die 5. Größte Stadt in Polen, sondern eine wichtige Metropole für den Tourismus. Es kommen jährlich viele Besucher hierher und fühlen sich wohl. Hier kann man nicht nur Vieles sehen, erleben, sondern man spürt an allen Ecken Posens die Tradition und die Geschichte. Posen ist eine Reise wert – wie wir finden.

Hier geht es zum Teil 1.

Poznań – die Stadt wo die Geschichte Polens entstand

Hier finden Sie weitere Informationen über Polen.

 

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3 Kommentare

  1. Ja ganz genau Gustav, schön zu erleben, dass in Polen nach den Jahren Kommunismus nun es wieder bergauf geht und auch die Städte bunter werden.

  2. Ich kenne Polen viel zu wenig.
    Danke an die Redaktion für solche wertvollen beitrage und den Informationen zu Geschichte Polens.

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