Wiener Kurzparkzonen gerechtfertigt?

Änderung nötig

©besser länger leben

Hier am Beispiel der Weltstadt Wien, wie man es nicht machen soll.

„Wien ist anders“ – lautet der Werbespruch der Stadt Wien. Bei vielen Vorhaben der Stadt Wien, wie beispielsweise den Popup Radwegen, oder der Popup Schwimmbad am Gürtel, trifft dieser Spruch auch im realen Leben zu. Popup Radwegen oder Schwimmbädern eher als Wahlinszenierung vor der Wien-Wahl konzipiert, die übrigens für die Wiener Grünen völlig misslungen ist. Trotz bestem Ergebnis sind sie aus der Wiener Stadtregierung geflogen. Wie so oft im Leben ist wird alles was man für die eigenen Wählerschichten macht, auch von der überwiegenden Mehrheit nicht für gut empfunden.

Lockdown 2 und trotzdem gelten Kurzparkzonen

Gerade in Zeiten eines Lockdown 2, wo alle im Homeoffice bleiben sollen und ihre Wohnung in Wien nicht verlassen sollen, setzte die Wiener Stadtregierung – entgegen dem Lockdown 1 – die Verordnung der Kurzparkzonen in Wien nicht aus. Auf Grund der Tatsache, dass sowieso viel mehr Menschen während des Lockdown 2, im Stadtbereich bei ihrer Wohnadresse parken müssen und man deshalb viel länger kreisen muss als sonst um einen Parkplatz zu finden, ist die Bezeichnung „Parkraumbewirtschaftung“ als Etikettenschwindel anzusehen. Worum geht es Herr Bürgermeister in Wien? Geht es um eine vernünftige Parkraumbewirtschaftung oder geht es nur ums Geldkassieren? Lesen Sie dazu unseren Beitrag. https://besserlaengerleben.at/news/spitzfeder/aussetzen-der-kurzparkgebuehren-in-wien.html

Besondere Schikanen am Stadtrand von Wien

Hier einige Beispiele wie irreal die Parkraumbewirtschaftung in Wien ist:

Wenn Sie im 19. Bezirk beim Türkenschanzpark einen geschäftlichen Termin haben, der auch im Lockdown 2 erlaubt ist, parken Sie in der gewählten Straße völlig allein. Weit und breit kein anderer PKW und trotzdem muss man zahlen und wenn man die Ablaufzeit beim Geschäftstermin verpasst, auch 36,- Strafe zahlen. Die Parkraumbewirtschaftung bringt Geld in die Kassen.

Ein anderes Beispiel schilderte uns ein Leser, der in Pension ist und seit vielen Jahren im Sommer in sein geliebtes Ottakringer Bad fährt und nun nach Einführung der Parkzonen im 16. Bezirk. Für das Abstellen seines Autos auch zahlen muss. Wenn er zwischen 9 und 18 Uhr im Bad ist würde dies im Tag 18,90 kosten. Der Eintritt ins Bad kostet 2,- für Senioren. Natürlich werden jetzt viele meinen, er könnte ja auch öffentlich ins Bad fahren, ein strapaziöses Unterfangen mit Klappsessel, Luftmatratze und allem was man so gern dabeihat.

Die Liste der Kuriositäten lässt sich noch beliebig fortsetzen. Ob in Neuwaldegg, am Schafberg oder Grinzing, überall dort wo Erholungssuche ihr Auto abstellen um einen kurzen Spaziergang zu machen und frische Luft zu schnappen, muss man zahlen. Obwohl man oftmals allein dort parkt.

Eine vernünftige Parkraumbewirtschaftung muss her

Seit mehr als einem Jahr versuchte die Rot/Grüne Stadtregierung eine vernünftige Lösung zu blockieren, Sowohl der ÖAMTC, die WKW machten Vorschläge, aber die wurden nicht gehört. Es wurde versprochen, versprochen. Bis heute noch keine vernünftige Lösung. Auch Bürgermeister Ludwig versprach während des Wahlkampfs ein neues Modell. Abwarten, abwarten….

Zielführend wäre eine Modellvariante wo der innerstädtische Bereich mehr kostet, vom Ring bis zum Gürtel verbilligt. Dafür im Gegenzug müssten die Randbereiche der Stadt ohne Parkgebühr zu parken ist. Auch eine einheitliche Reglung der Parkdauer muss her, denn derzeit ist die Regelung oftmals nicht zu durchschauen (2 oder 3 Stunden, bis 18.00 Uhr oder bis 22.00 Uhr). Die gebeutelten Kulturbetriebe werden es zu danken wissen, wenn die Parkverordnung mit 18.00 Uhr beendet ist.

Wir bleiben dran und sind gespannt wie aktiv und innovativ die neue Rot/Neos Stadtregierung dabei ist

Ihre

Spitzfeder

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