Könnten Altcoins Bitcoin verdrängen?

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Altcoins sind Kryptowährungen und als solche Alternativen zu Bitcoin.

Dieser ist nicht nur die erste öffentlich bekannte Kryptowährung, sondern dem Gesamtwert nach immer noch die größte. Können Altcoins also den Bitcoin verdrängen?

Was sind Altcoins genau?

Das Wort ist eine Abkürzung von alternative coins, wörtlich also alternativen Münzen. Mit dieser Formulierung wird Bitcoin als ein Standard angenommen, zu dem alle anderen Kryptowährungen als Altcoins in einem Gegensatz stehen. Die bekannteste Altcoin ist Ethereum, die sich hier mit Paypal kaufen lässt: https://coincierge.de/kryptowaehrungen-kaufen/ethereum-kaufen-paypal/

Was spricht für Bitcoin?

Bitcoin hat den Vorteil, als erstes in einen ganz neuen Markt vorgestoßen zu sein. Wesentliche Punkte sind die Bekanntheit der Marke Bitcoin und die technische Beschränkung auf 21 Millionen Bitcoins, von denen über 90 Prozent bereits geschürft sind. Der Seltenheitswert wird also bleiben und ein völliger Wertverlust ist unter diesen Umständen nicht unmöglich, aber nur schwer vorstellbar. Das gilt gerade auch dann, wenn andere Kryptowährungen wichtig werden sollten, denn eine solche Entwicklung würde die Pionierrolle von Bitcoin bestätigen.

Was sind die Probleme von Bitcoin?

Das Design von Bitcoin zeigt klar, dass es dem Erfinder Satoshi Nakamoto darum ging, ein erstes Modell für eine Kryptowährung zu entwerfen. Für einige Punkte wurde die einfachste Möglichkeit gewählt, die heute erhebliche Einschränkungen für die Verwendbarkeit von Bitcoin mit sich bringt. Zu diesen Einschränkungen zählt die maximale Zahl von 7 Transaktionen pro Sekunde, die das Bitcoin-System bewältigen kann. Es ist also nicht einmal theoretisch möglich, einen wesentlichen Teil der weltweiten Zahlungsströme in Bitcoin abzuwickeln. Schon eine größere Kreditkartenfirma verarbeitet tausende Transaktionen pro Sekunde.
Dazu dauert auch die Bestätigung einer Transaktion in Bitcoin bis zu einer Stunde. Für diese Bestätigung wurde dazu noch eine Methode gewählt, die sehr viel Energie verbraucht. Das Schürfen findet deshalb fast nur an Orten statt, an denen billiger Strom verfügbar ist. Die technischen Einzelheiten des Schürfens laufen auch darauf hinaus, dass für diese Bestätigungen und damit das Schürfen von Bitcoins spezielle Hardware wesentlich ist. Deshalb ist heute das Netzwerk von Bitcoinschürfern nicht annähernd so verteilt wie ursprünglich vorgesehen oder zumindest erwünscht.

Zu den Eigenschaften von Bitcoin zählt auch, dass alle Transaktionen öffentlich einsehbar sind. Das kann man als Vorteil sehen, es ist aber wesentlich weniger diskret als eine Bankverbindung. Zusätzliche technische Möglichkeiten von Kryptowährungen wie Smart Contracts sind in Bitcoin zwar möglich, aber nur sehr eingeschränkt. Auch hier ist sichtbar, dass der Entwickler das System als erstes Experiment aufgesetzt hat, was auch durchaus nachvollziehbar ist.

Was bieten Altcoins?

Die Entwickler von Altcoins bauen auf den Erfahrungen mit Bitcoin auf und verfolgen das Ziel, die Beschränkungen von Bitcoin zu überwinden. Mindestens gehört dazu die Skalierbarkeit einer Kryptowährung auf so viele Transaktionen wie die Nutzer wünschen und eine schnellere Bestätigung einer Transaktion. Dazu kommen meistens auch erweiterte Möglichkeiten für Smart Contracts.

Fazit für Anleger

Derzeit befinden wir uns in einer ähnlichen Lage wie während des Dotcom-Booms. In den neunziger Jahren konnten Unternehmen ihren Börsenwert nur durch die Verwendung des Wortes Internet in ihrem Namen steigern. Das war natürlich ein Hype, der dann Anfang des Jahres 2000 auch ein abruptes Ende fand und mit ihm sehr viele Dotcom-Unternehmen mit nicht tragfähigem Geschäftsmodell. Firmen wie Apple, Google und Amazon haben das Platzen der Blase aber nicht nur überlebt, sondern gehören heute zu den größten Unternehmen überhaupt.
Heute gibt es sehr viele Kryptowährungen, von denen viele schlampig umgesetzt sind oder einfach Kopien von Bitcoin darstellen. Die meisten werden verschwinden wie viele Dotcom-Unternehmen vor ihnen.

Es ist aber kaum anzunehmen oder auch nur vorstellbar, dass das Interesse an einer Währung ohne Zentralbank im Hintergrund wieder völlig verschwinden wird. Damit kann man also davon ausgehen, dass Bitcoin und einige Altcoins in Zukunft eine größere Rolle spielen werden. Eine Möglichkeit zur Investition in diesen Trend ist ein Fonds, der jeweils die größeren Kryptowährungen erwirbt und hält.

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