Bewerbungs-Trends 2022/23: Wie Jobsuchende punkten können

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Wer zurzeit auf der Suche nach einer neuen beruflichen Herausforderung ist, kann es entspannt angehen lassen.

Aufgrund des Fachkräftemangels in Österreich suchen viele Unternehmen aus Industrie und Dienstleistung Verstärkung. Liegt die letzte Bewerbung schon einige Jahre zurück, sollten sich Jobsuchende auf den neuesten Stand bringen. Vor allem durch die Coronapandemie ist im gesamten Bewerbungsprozess vieles in Bewegung geraten. Diese Bewerbungs-Trends sind 2022 angesagt und werden es auch im kommenden Jahr bleiben.

Schlanke Bewerbung ohne Anschreiben

Motivationsschreiben sind schon etwas länger aus der Mode. Jetzt scheint auch das klassische Anschreiben ausgedient zu haben. Viele Unternehmen verlangen auf ihren Bewerbungsseiten ausdrücklich daraufhin, nur den Lebenslauf einzureichen. Bisweilen verzichten Bewerber selbst auf das Anschreiben und reichen stattdessen zum Beispiel ein Bewerbungsvideo ein.

Bewerbungsvideos

Einer der wichtigsten Bewerbungstrends 2022/23 sind Videos, in denen sich der zukünftige Mitarbeiter professionell (!) in Szene setzt und noch vor dem persönlichen Gespräch Sympathiepunkte beim Personalentscheider sammelt. Bewerbungsvideos können der Bewerbung ergänzend zum Anschreiben beigefügt werden oder dieses komplett ersetzen.

Bewerbung über Online-Netzwerke

Berufliche Online-Netzwerke wie LinkedIn oder XING können der Karriere auf die Sprünge helfen. Viele Personaldienstleister und Recruiter suchen dort gezielt nach Fachkräften. Häufig befindet sich unter den eigenen Kontakten jemand, der motivierte Mitarbeiter sucht oder von guten Jobs in Tirol weiß. Ebenso verschaffen sich Personaler auf den Online-Netzwerken einen ersten Eindruck vom Verfasser der Bewerbung und gleichen die Angaben mit denen des Lebenslaufs ab. Ein professionelles, gut gepflegtes Profil auf beruflichen Netzwerken ist daher für Jobsuchende Pflicht.

Einsatz von künstlicher Intelligenz

Bewerbungsprozesse kosten Unternehmen und Personalverantwortliche viel Zeit, die sich mithilfe künstlicher Intelligenz einsparen lässt. Die KI kommt zum Beispiel bei der Sichtung von Bewerbungsunterlagen, der Vorauswahl geeigneter Kandidaten und sogar bei Vorstellungsgesprächen zum Einsatz. Schon vor der Coronapandemie bedienten sich größere Unternehmen künstlicher Intelligenz, um offene Stellen schneller besetzen zu können. Diese Entwicklung hat vor allem durch den Wegfall von persönlichen Bewerbungsgesprächen weiter Fahrt aufgenommen und wird vermutlich auch in kleineren Firmen vermehrt Einzug halten.

Bewerbung per App

Eine Bewerbung ist für Jobsuchende immer mit einem gewissen Aufwand verbunden. Das wissen auch Personaler. Unternehmen, die händeringend Fachkräfte suchen, setzen daher im Jahr 2022 auf eigene Bewerbungs-Apps. Sie sollen den Bewerbungsprozess für die Kandidaten möglichst zeitsparend und komfortabel gestalten. In den meisten Fällen funktioniert das so: Der Bewerber lädt die App des Unternehmens auf sein Smartphone herunter und hinterlegt dort seine Kontaktdaten sowie Lebenslauf und Qualifikationen. Die App schlägt ihm Stellenausschreibungen vor. Ist ein Jobangebot interessant, kann der Kandidat mit einer einfachen Wischgeste seine Bewerbung absenden.

Virtuelle Veranstaltungen mit Unterhaltungswert

Im Zuge der verstärkten Digitalisierung von Bewerbungsprozessen gehen immer mehr Firmen dazu über, potenzielle neue Mitarbeiter zu virtuellen Veranstaltungen einzuladen. So finden Assessment-Center nicht mehr persönlich, sondern vom heimischen Computer oder in einer App statt. Häufig schöpfen Unternehmen die neuen technologischen Möglichkeiten aus, indem sie diese Veranstaltungen besonders unterhaltsam gestalten. Mitunter müssen die Kandidaten, ähnlich wie in einem Computerspiel, verschiedene Aufgaben meistern. Auf diese Weise können Personaler Rückschlüsse auf die Persönlichkeit der Bewerber ziehen, zum Beispiel beim Lösen von Problemen.

Werteorientierung und Diversität

Nach wie vor ist ein angemessenes Gehalt ausschlaggebend für die Attraktivität einer ausgeschriebenen Position. Viele Bewerber stellen jedoch vermehrt die Werteorientierung eines Unternehmens in den Fokus ihrer Bewerbung. Transparenz, moderne Führungskultur, der nachhaltige Umgang mit Ressourcen, Geschlechtergerechtigkeit, interkulturelle Kompetenz, Gesundheitsmanagement – diese und weitere Faktoren zahlen auf die Attraktivität eines Arbeitgebers ein. Umgekehrt suchen Unternehmen, die sich diesen Werten verpflichtet haben, Mitarbeiter, die sich ebenfalls damit identifizieren. Bewerber sollten sich daher vor der Bewerbung mit der Unternehmenskultur und den Visionen des Unternehmens vertraut machen.

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