Alle stöhnen über hohe Treibstoffpreise

Treibstoffkostenexplosion Foto: BettinaF_pixelio.de

Die Regierung muss handeln: Entlastungspaket jetzt unvermeidbar.

Autofahrerorganisationen fordern: Verschiebung der CO2-Bepreisung und Senkung der Mineralölsteuer kann Kostenexplosion abfedern.

Mit einem noch nie dagewesenen Durchschnittspreis von 1,904 pro Liter Eurosuper und 2,017 Euro pro Liter Diesel sind die österreichischen Haushalte derzeit extrem belastet. Und der finanzielle Druck ist enorm, haben viele Betroffene oftmals gar keine Alternative zum Auto. Deshalb fordert der ARBÖ und andere Autofahrerorganisationen wie der ÖAMTC ein Maßnahmenbündel, damit die Belastungswelle gestoppt wird.

„Es ist ein Leichtes, die Mineralölsteuer und Mehrwertsteuer zu senken, zumindest vorübergehend. Das wäre hilfreich und entlastet jetzt die Menschen, die auf das eigene Auto angewiesen sind. Mehr denn je geht es jetzt um den Klimaschutz, nämlich den Schutz des sozialen Klimas. Die Politik darf nicht zulassen, dass immer mehr Menschen aufgrund der hohen Treibstoff- und Heizkosten in die Armutsfalle tappen“, so KommR Mag. Gerald Kumnig zu den aktuellen Preisentwicklungen an den Zapfsäulen.

Was ist zu tun?

Zusätzlich zur Steuersenkung wird die Verschiebung der CO2-Bepreisung und eine Anhebung der Pendlerpauschale für das Jahr 2022 gefordert.

„Gerade Pendlerinnen und Pendler sind von den derzeitigen Entwicklungen betroffen. Die Anbindung an die Öffentlichen Verkehrsmittel ist vielleicht in den Städten gegeben, aber sobald die Stadtgrenze überschritten ist, ist das Auto oftmals alternativlos, weshalb die Erhöhung der Pendlerpauschale notwendig ist.“

Auch wenn die von den Autofahrerorganisationen geforderten Maßnahmen die Pläne der türkis-grünen Bundesregierung durchkreuzen, die ja scheinbar das einzige Ziel haben, Autofahren unattraktiv zu machen, so sind sie wichtig, damit die Menschen entlastet werden. „Parteipolitische Klientelpolitik zu betreiben und von der Energiewende zu träumen, die irgendwann mal kommen soll – davon haben die Menschen in diesem Land nichts. Es muss schnell gehandelt werden, weil die Energiekosten jetzt ein Rekordhoch erreicht haben. Deshalb müssen die Haushalte rasch und effizient entlastet werden, und da muss sich auch eine Bundesregierung mit grüner Beteiligung für die Autofahrerinnen und Autofahrer einsetzen“, meint Kumnig.

Grüne Weltverbesserer kommen in der Realität an

Umweltschutzmaßnahmen sind sinnvoll und langfristig auch zielführend. Nur in der Realpolitik von Windrädern und Solardächern zu träumen, wird die Preise für Treibstoffe auch nicht reduzieren. Egal on in Deutschland wo die selbsternannten Klimawächter zugeben müssen, dass es derzeit nicht sinnvoll sei, auf bestehenden Atomstrom zu verzichten nur um die Kostensteigerungen bei Energie halbwegs stabil zu lassen.

Auch in Österreich kann man sich nur wundern warum es bei einzelnen Tankstellen derartige Preisunterschiede zwischen 1,89 und 2,08 je Lister gibt. Noch dazu werden Preisanhebungen angesetzt, obwohl noch an der Tankstelle der Tank voll ist mit den noch günstigeren Einkaufspreisen. Man hat den Eindruck unter der augenblicklichen Krise wollen einige noch schnell gutes Geld verdienen.

Daher muss die Regierung handeln und die Mehrwertsteuer auf Treibstoffe reduzieren und die für Juni dieses Jahres geplante Einführung der CO2-Bepreisung verschieben.

Fordern auch wir!

2 Kommentare

  1. Preise müssen runter, egal wie. Ob Steueraussetzen oder Verschiebung von CO2 Abgabe im Juni.
    Es muss was geschehen, sonst steigen die Verbraucherpreise weiter, denn jeder Handwerke, Kaufmann verrechnet die Mehrkosten weiter.

  2. Unsere Regierung muss handeln.
    Steuer nicht nur um 50% sondern aussetzen auf ein jähr.
    So kommt man den Menschen entgegen und gewinnt Sympathie.
    Blöde Diskussion der AK und Teilen der SPÖ nur den ärmeren zu helfen – viel zu kompliziert in der Abwicklung.
    Warum auch? Auch besser Verdiener trifft es, auch die haben Anspruch auf Reduktion.

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.