Vienna Autoshow findet im Jänner 2021 nicht wie geplant statt

Erste Messeabsage

Erste Absage – eine Entscheidung gegen die Vernunft, Konsumenten sind die Leittragenden.

Der Verband der Automobilimporteure und Veranstalter Reed Exhibitions gaben die Nicht-Durchführung von Österreichs bedeutendster Autoshow im Jänner 2021 in der geplanten Form bekannt. Der Grund: Die massiven wirtschaftlichen Auswirkungen auf die gesamte Kfz-Branche durch die COVID-19-Pandemie.

Nach intensivem Austausch mit dem Verband der Automobilimporteure in Österreich und den darin vertretenen Mitgliedern ist die gemeinsame Entscheidung gefallen, die im Jänner 2021 angesetzte Vienna Autoshow in der Messe Wien nicht in der geplanten Form durchzuführen. Christian Pesau, Geschäftsführer des Verbandes, begründet dies hauptsächlich mit den massiven wirtschaftlichen Auswirkungen auf die Kfz-Branche durch die COVID-19-Pandemie: „Es ist natürlich äußerst bedauerlich, dass die Messe im Jänner 2021 nicht wie gewohnt stattfinden kann. Die Vienna Autoshow ist die größte Publikumsmesse in Österreich und ein wichtiger Impulsgeber für die heimische Automobilbranche. Wir werden die Zeit aber nutzen, um intensiv über die Zukunft der VAS nachzudenken und hoffen, sobald es die Umstände erlauben, mit einem überarbeiteten Konzept wieder in die Hallen der Messe Wien zurückzukehren“

Entscheidung war absehbar

Benedikt Binder-Krieglstein, Vorsitzender der Geschäftsführung und CEO von Reed Exhibitions in Österreich, bedauert zwar die Entscheidung sehr, sieht aber bereits in die Zukunft: „Mit der Vienna Autoshow fehlt ein Flaggschiff der heimischen Messebrache, aber die wirtschaftliche Situation ließ zum jetzigen Zeitpunkt keine Alternative zur Absage-Entscheidung zu. Doch wir glauben nach wie vor an den Bedarf einer Branchenplattform sowie die hohe Attraktivität des Standortes Wien. So arbeiten wir bereits intensiv an Neukonzepten, die wir noch im Sommer dieses Jahres mit dem Verband der Automobilimporteure diskutieren werden.“

Wir sind gespannt, welches neue Konzept sich die Messe Wien ausdenken und vorstellen wird. Über den Sommer wird ein neues Konzept ausgearbeitet, man arbeitet mit Hochtouren daran, erläuterte uns gegenüber Paul Hammerl, seines Zeichens Director Brand PR in Wien am Telefon.

Neue Dimension für Österreich in der Vergangenheit

Durch den Schulterschluss der maßgeblichen Automobilimporteure konnte seit dem Start der Vienna Autoshow im Jahr 2004 in der damals neu eröffneten Messe Wien eine überaus attraktive und zugkräftige Branchenplattform in einer für Österreich neuen Dimension etabliert werden. Rund 40 Importeure mit fast 400 Modellneuheiten sowie 150.000 Besucher machten die Vienna Autoshow zu einem alljährlichen Highlight, auf das die Besucher und Autofans nicht verzichten wollen.

Wie geht es bei Messe Wien weiter?

Natürlich wurde die Messe Wien von COVID-19 auch stark gebeutelt. So war zeitweise ein Teil der Messehallen als Notspital für an Coronavirus Erkrankte eingerichtet, dass zum Glück nicht wirklich benötigt wurde.

Als nächste Messe startet in Wien die „Wohnen & Interieur“ Österreichs größte Messe für Wohntrends, Möbel, Garten & Design am 22.-26. Oktober 2020. Hier finden Sie die weiteren Messetermine.

Der Termin der Ferienmesse 14. – 17. Jänner 2021, die immer zeitgleich mit der Vienna Autoshow im Jänner stattfand, steht im Moment noch, ob eine Änderung, Verschiebung oder Absage kommt, hängt natürlich mit den weiteren Coronavirus Entwicklungen und auch mit den Entwicklungen im Tourismus zusammen. Bei einer zweiten Welle, schaut es eher düster aus, aber daran denken die Verantwortlichen im Moment noch nicht.

Die ebenfalls gebeutelte Tourismuswirtschaft sollte es freuen, denn wo sonst hat man auf einem Platz so viele interessierte Besucher an diesen drei Tagen. Ob allerdings die stark reduzierten Budgets der einzelnen Länder reichen um ihre Destinationen vorzustellen und ihre Angebote an die Konsumenten zu bringen, bleibt vorerst offen. So sagte uns gegenüber eine Tourismusmanagerin „Wo keine Tourismuseinnahmen, gibt es kein Geld für Werbung“. Die diesjährige Sommersaison wird es zeigen, wer seine Stammgäste trotz aller Unannehmlichkeiten (Masken, Abstand, Grenzkontrollen) und Unsicherheitsfaktoren bei der „Stange“ halten kann.

Möglicherweise bewirkt dies auch ein Umdenken der einzelnen Tourismusministerien im Ausland, hinsichtlich der Budgetverteilung an ihre Österreichischen Vertretungen. In den letzten Jahren wurden bei einigen Tourismus-Ländervertretungen schon kräftig gespart und manche Vertretung auch überhaupt in Österreich wegrationalisiert.

Wie sagt man bei uns: „Ohne Geld ka Musi“

Bleibt nur zu hoffen, dass die einzelnen Ministerien im Ausland nun erkennen, dass zumeist ein Großteil der jeweiligen Staatseinnahmen aus dem Tourismus kommen. Diese Gelder aus dem Tourismus sollten auch wieder dem Tourismus für Werbung, Modernisierungen und Verbesserungen zugutekommen und nicht – wie oftmals – in andere Sektoren umverteilt werden.

1 Kommentar

  1. Die KFZ-Branche hat es wirklich hart getroffen. Hoffentlich findet wenigstens die Ferienmesse statt, die besuchen wir nämlich sehr gern. Worst Case Szenario für alle (!) wäre wirklich eine zweite Welle. Das wäre eine Katastrophe für Mensch und Wirtschaft. Wollen wir nicht hoffen dass das eintritt. Daumen drücken.

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