Ein dunkler Schatten zieht sich über Europa

Sehr geehrte Leser*innen,

lange habe ich als Herausgeber überlegt, ob wir in unserem Magazin die jüngsten Entwicklungen in Europa kommentieren sollen. Politische Kommentare gehören üblicherweise nicht zu unserer Redaktionstätigkeit. Aber diese aufs Schärfste zu verurteilende Invasion seitens der Russischen Föderation durch Präsident Putin dem unabhängigen Staat Ukraine gegenüber, ruft nach einem Statement.

Nach einer kurzen Schockstarre, nach den unglaublichen Bildern und dem menschlichen Leid und den persönlichen Tragödien der Menschen in der Ukraine die uns via TV ins Haus geliefert werden, haben mich dazu bewogen, diese Zeilen zu verfassen.

Natürlich ist mir bewusst, dass dieser Kommentar weder Präsident Putin dazu veranlassen wird, diesen begonnen Krieg sofort zu beenden, dennoch kann ich dazu nicht schweigen. Es muss raus!

Wie konnte es dazu kommen und was bedeutet das für unser Leben?

Offenbar sind wir in Europa mit derartigen Ereignissen völlig überfordert in unserem Denken und Handeln. Wir, das sind wir alle, alle Politiker in Österreich, in der EU und in den USA. Wie kann es nur dazu kommen, dass wir völlig unvorbereitet in eine veritable Krise steuern?

Dazu einige Fragen:

  • Was passiert nun und welche Lösungen haben wir?
  • Was passiert mit unserer Energieversorgung, die zu einem großen Teil aus Russland kommt?
  • Warum hat die EU nicht ausreichende Alternativen bei Gas, Erdöl und Energie in anderen Ländern gesucht?
  • Warum wurden keine Lager und Reserven aufgebaut?
  • Warum sind die Gasvorrätelager in Österreich nur zu 18 % gefüllt und wenn Putin den Gashahn abdreht, bleibt es in unseren Wohnungen nach 5 Wochen kalt. Träumt unsere Umweltministerin Eleonore Gewessler immer noch davon, dass wir unsere Wohnungen mit Windrädern heizen können?
  • Welche konkreten Sanktion treffen Putin?
  • Warum werden diese erst jetzt angedacht und welche Maßnahmen wirken?
  • Ist ein militärisches Eingreifen seitens der NATO sinnvoll und überhaupt wirksam?
  • Was macht man mit einem Agressor wie Putin?
  • Was macht man in Österreich mit einem Parlamentarier, der noch immer für Putins Agression Verständnis hat?
  • Wie können wir den Menschen in der Ukraine helfen?

Sicherlich haben Sie, so wie wir alle noch viele weitere Fragen. Aber im Moment bleiben Sie unbeantwortet. Haben Sie Antworten darauf? Ich für meinen Teil, habe immer erwartet das Politiker sich ihrer Aufgaben bewusst sind und nicht nur verhandeln, sondern auch weitblickend und vorausschauend handeln. Egal ob bei strategischen, oder bei wirtschaftlichen Weichenstellungen. Bei der Sicherung unserer Energieversorgung, einer militärischen Sicherheit in der EU und der Einschätzung Russlands haben sie versagt. Dafür bezahlen wir sie. Halbherzige Sanktionsbekundungen sind nur Lippenbekenntnisse und ringen Putin nicht mal ein müdes Lächeln ab.

Die nächsten Tage werden uns möglicherweise Antworten liefern. Aber bis dahin bleibe ich fassungslos zurück. Fassungslos über diese Agression der Ukraine gegenüber, aber auch fassungslos über Fehleinschätzungen und Versäumnissen auf allen politischen Ebenen

Ihr

Friedrich Graf

Herausgeber

2 Kommentare

  1. Putin fällt in ein Land ein und zerstört Menschenleben und Infrastruktur.
    Das kann nicht wahr sein?
    Die gerechte Strafe kommt hoffentlich vom lieben Gott.
    Er wird schmoren.

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