Was lässt sich gegen Heuschnupfen tun?

Linderung wäre gut

Heuschnupfen Foto: Stihl024_pixelio.de
Heuschnupfen Foto: Stihl024_pixelio.de

Die Monate vom Frühling bis zum Spätsommer sind für Allergiker ausgesprochen anstrengend – denn dann ist Heuschnupfen-Saison.

Tränende Augen, juckende Nase, Niesen und Husten zählen zu den typischen und lästigen Symptomen. In Österreich leidet jeder Vierte darunter. Betroffene müssen im Sommer deshalb allerdings nicht auf Aufenthalte im Freien verzichten. Es gibt nämlich einige Maßnahmen, die Linderung verschaffen können.

Wie entsteht Heuschnupfen?

Medizinisch gesehen handelt es sich bei Heuschnupfen um eine Entzündung der Nasenschleimhaut, verursacht durch eine Allergie. Das Immunsystem reagiert bei einer Allergie auf Eiweiße in eigentlich harmlosen Stoffen wie Staub oder Pollen mit einer Abwehrreaktion – so, als würde es sich um Krankheitserreger handeln. Im Zuge der Immunreaktion werden Histamine – körpereigene Eiweißstoffe – freigesetzt, die den Juckreiz und das Niesen auslösen.

Erste-Hilfe-Maßnahmen

Allergiker bekommen in Apotheken zahlreiche frei verkäufliche Antihistaminika und Antiallergika, die die Symptome lindern. Sie enthalten unterschiedliche Wirkstoffe und sind in unterschiedlichen Darreichungsformen erhältlich: als Tabletten, Kapseln, Tropfen und Saft. Augentropfen und Nasenspray wirken gezielt gegen brennende, juckende Augen bzw. gegen allergischen Schnupfen. Eine Alternative zu diesen Mitteln der klassischen Schulmedizin sind pflanzliche Präparate. Am besten lässt man sich hinsichtlich der Dosierung in der Apotheke beraten; wurde das Medikament vom Arzt verschrieben, sollte man es strikt nach Anweisung anwenden.

Was erleichtert die Krankheit außerdem?

Es gibt noch weitere Tipps, die von Heuschnupfen geplagten Menschen Erleichterung verschaffen: Eine Sonnenbrille schützt nicht nur die Augen vor UV-Strahlung, sondern sie verhindert auch zum Teil, dass Pollen in die Augen gelangen. Jucken die Augen dennoch, sollte man sie auf keinen Fall reiben: Der Druck auf die Augen verstärkt das Jucken nur. Da Pollen auch an der Kleidung und der Haut haften bleiben, sollte man Körper und Kleidung gründlich reinigen, wenn man von draußen zurück in die Wohnung gekommen ist. Tägliches Duschen und Haarewaschen sind hilfreich, getragene Kleidung sollte man nicht im Schlafzimmer ablegen. Frisch gewaschene Wäsche sollte man während der Pollen-Saison nicht im Freien trocknen.

Lüften sollte man nur früh morgens und abends; regelmäßiges Staubsaugen verhindert, dass sich Staub und Polen auf dem Boden sammeln. Ein Luftreiniger kann Allergikern deutlich Erleichterung verschaffen, denn er entfernt Pollen und andere, potenziell allergene Stoffe zuverlässig. Als Zubehör bieten viele Hersteller Öle oder pflanzliche Essenzen an, die die Atemwege beruhigen.

Wann ist Pollen-Saison?

Es kann außerdem sinnvoll sein, sich einen Pollenflugkalender anzuschaffen oder im Internet eine entsprechende Website aufzurufen. Darin ist festgehalten, wann welche Pollen fliegen. Viele Allergiker reagieren nämlich nur auf bestimmte Pflanzen, etwa auf Gräser, Früh- oder Spätblüher. Wurde die Diagnose Heuschnupfen noch nicht gestellt, kann ein Blick in den Pollenflugkalender einen ersten Anhaltspunkt geben. Pollenwarndienste informieren stets aktuell darüber, welche Pollen gerade in der Luft umherschwirren. Mittlerweile gibt es sie auch als App oder man lässt sich über WhatsApp informieren. Sogar in vielen Wetter-Apps gibt es Angaben zum Pollenflug.

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