Wie viel Geld braucht man, um gut in der Pension zu leben?

Gut wenn man Geld hat, wenn man es braucht

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Die Pension soll eine Lebensphase sein, in der man Zeit für Familie, Reisen und persönliche Wünsche hat – und nicht ständig über Geld nachdenken muss.

Doch wie viel Einkommen ist dafür tatsächlich notwendig?

Eine allgemein gültige Summe gibt es nicht. Wer im eigenen, abbezahlten Haus lebt, benötigt deutlich weniger als jemand, der auch im Ruhestand Miete bezahlen muss. Auch Reisen, Auto, Hobbys und mögliche Gesundheits- oder Pflegekosten beeinflussen den persönlichen Finanzbedarf.

Ein Blick auf die aktuellen Zahlen zeigt jedoch, dass private Vorsorge immer wichtiger werden kann. Laut Statistik Austria geben österreichische Haushalte durchschnittlich rund 4.170 Euro pro Monat aus. Die größten Ausgabenposten sind Wohnen und Energie mit 26,4 Prozent, Verkehr mit 13,6 Prozent sowie Ernährung mit 11,6 Prozent.

Gleichzeitig zeigt die Statistik eine deutliche Differenz bei den Alterspensionen. Im Jahr 2024 betrug die durchschnittliche Alterspension in Österreich 2.620 Euro brutto bei Männern und 1.563 Euro brutto bei Frauen, jeweils 14-mal jährlich. Die geschlechtsspezifische Pensionslücke lag damit bei 40,3 Prozent. Diese Durchschnittswerte machen deutlich, dass die gesetzliche Pension nicht für alle Menschen denselben finanziellen Spielraum bietet.

Die persönliche Pensionslücke

Entscheidend ist deshalb die Frage: Wie viel Geld möchte ich im Ruhestand monatlich zur Verfügung haben?
Wer beispielsweise mit 2.500 Euro netto im Monat gut leben möchte, sollte zunächst seine voraussichtliche gesetzliche Pension prüfen. Die Differenz zwischen dem gewünschten Einkommen und der späteren Pension ist vereinfacht gesagt die persönliche Pensionslücke.
In Österreich wird die Pension für ab 1955 Geborene grundsätzlich über das Pensionskonto berechnet. Jährlich werden 1,78 Prozent der jeweiligen Beitragsgrundlage als Teilgutschrift auf dem Pensionskonto verbucht. Die Gesamtgutschrift wird später zur Berechnung der Pension herangezogen.

Je früher, desto besser

Der wichtigste Faktor bei der privaten Altersvorsorge ist die Zeit. Wer bereits mit 25 oder 30 Jahren beginnt, kann über Jahrzehnte vom Zinseszinseffekt profitieren. Dadurch müssen nicht zwangsläufig hohe monatliche Beträge investiert werden.

Ein Beispiel: Wer 40 Jahre lang monatlich 200 Euro spart und dabei langfristig durchschnittlich 5 Prozent Rendite erzielt, könnte auf rund 305.000 Euro kommen. Bei 300 Euro monatlich wären es unter denselben Annahmen bereits rund 457.000 Euro.
Diese Zahlen sind Modellrechnungen. Die tatsächliche Entwicklung hängt von Rendite, Gebühren, Steuern, Inflation und den jeweiligen Kapitalmärkten ab. Eine bestimmte Rendite kann nicht garantiert werden.

Wie viel zusätzliches Einkommen kann das Vermögen bringen?

Wer beispielsweise 300.000 Euro Kapital besitzt und langfristig vier Prozent Ertrag erzielt, würde rechnerisch rund 1.000 Euro monatlichen Ertrag erwirtschaften. Allerdings bedeutet das nicht automatisch, dass jedes Jahr tatsächlich vier Prozent erzielt werden. Börsenkurse schwanken, und auch Steuern, Gebühren und Inflation müssen berücksichtigt werden.

Die zweite Säule rechtzeitig aufbauen

Neben der gesetzlichen Pension kann daher eine zweite Säule der Altersvorsorge sinnvoll sein. Dazu gehören beispielsweise eine betriebliche Pensionskasse, eine betriebliche Altersvorsorge oder eine private Pensionsversicherung. Ergänzend können langfristige Geldanlagen wie breit gestreute Investmentfonds oder ETF-Sparpläne eingesetzt werden.

Auch klassische Versicherungsprodukte können eine Rolle spielen, beispielsweise eine private Pensionsversicherung oder eine fondsgebundene Lebensversicherung. Welche Lösung sinnvoll ist, hängt unter anderem von Alter, Einkommen, Anlagehorizont, Sicherheitsbedürfnis und persönlicher Risikobereitschaft ab. Besonders wichtig ist, nicht erst fünf Jahre vor der Pension mit dem Vermögensaufbau zu beginnen. Wer früh startet, kann kleinere Beträge über einen langen Zeitraum investieren und dadurch den Zinseszinseffekt nutzen.

Unser Fazit

Eine gute Pension beginnt deshalb nicht erst mit dem Pensionsantrag. Sie beginnt idealerweise Jahrzehnte vorher – mit einem klaren Plan, regelmäßigem Sparen und einer auf die persönlichen Bedürfnisse abgestimmten zweiten Säule.

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