Fettabsaugung im Wandel: Warum Renuvion neue Maßstäbe setzt

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Kaum ein ästhetischer Eingriff wird in Österreich und Deutschland so häufig nachgefragt wie die Fettabsaugung.

Hartnäckige Fettpolster an Bauch, Hüften oder Oberschenkeln lassen sich durch Sport und Ernährung oft nur bedingt beeinflussen, weil sie genetisch bedingt sind. Die klassische Liposuktion entfernt diese Depots gezielt und sorgt für eine sichtbar schlankere Silhouette.

Mit dem medizinischen Fortschritt haben sich auch die Verfahren rund um die Fettabsaugung weiterentwickelt. Neben der reinen Fettentfernung rückt zunehmend die Frage in den Fokus, wie sich die Haut nach dem Eingriff straffen lässt, ohne dass zusätzliche, größere Schnitte notwendig werden.

Besonders gefragt sind schonende Weiterentwicklungen bei Menschen ab Mitte dreißig, deren Haut nach einer Gewichtsabnahme oder mit zunehmendem Alter an Spannkraft verliert. Bei ihnen reicht eine reine Fettabsaugung oft nicht aus, weil überschüssige Haut sichtbar bleibt – gleichzeitig scheuen viele den Aufwand einer klassischen, chirurgischen Straffung mit entsprechend langer Erholungszeit.

Renuvion als schonende Weiterentwicklung

Genau hier setzt das Renuvion-Verfahren an: Die Technologie kombiniert einen kalten Heliumplasmastrahl mit Radiofrequenzenergie und wird über dieselben winzigen Einstichstellen eingebracht, die für die Fettabsaugung ohnehin genutzt werden. Wer sich für eine Renuvion-Behandlung entscheidet, erhält damit zwei Wirkungen in einem Schritt: Fettreduktion und Hautstraffung, ohne dass zusätzliche Schnitte nötig sind. Der Plasmastrahl erhitzt das Gewebe von innen, das Kollagen zieht sich sofort zusammen, und die Haut wirkt bereits unmittelbar nach der Behandlung spürbar straffer.

Über die folgenden Monate setzt zusätzlich die sogenannte Neokollagenese ein: Der Körper bildet kontinuierlich neues Kollagen, wodurch sich Festigkeit und Elastizität der Haut weiter verbessern. Das Ergebnis fällt dadurch nicht abrupt aus, sondern entwickelt sich über einen längeren Zeitraum hinweg sichtbar weiter – ein Effekt, den klassische chirurgische Straffungen in dieser Form nicht bieten.

Weniger Narben, kürzere Ausfallzeit als bei der klassischen OP

Der wesentliche Unterschied zu klassischen Straffungsoperationen wie der Bauchdeckenstraffung liegt im Ausmaß des Eingriffs. Bei einer klassischen OP wird überschüssige Haut chirurgisch entfernt, was größere, sichtbare Narben und eine längere Ausfallzeit von mehreren Wochen zur Folge hat. Renuvion kommt dagegen ohne zusätzliche Schnitte aus und wird minimalinvasiv über die Kanülenöffnungen der Fettabsaugung durchgeführt.

In Österreich zählt Dr. Alexander Nimmerfall, Facharzt für plastische, ästhetische und rekonstruktive Chirurgie mit Praxis in Wels, zu den wenigen Ärzten, die Renuvion überhaupt anbieten. Er hat sich auf moderne Fettabsaugungsmethoden und minimalinvasive Hautstraffung spezialisiert und gehört zu den Pionieren dieser Technik im deutschsprachigen Raum.

Für Patientinnen und Patienten bedeutet das in der Praxis: weniger Schmerzen nach dem Eingriff, eine deutlich kürzere Erholungsphase und die Möglichkeit, bereits nach wenigen Tagen wieder leichten Alltagstätigkeiten nachzugehen. Klassische Operationen erfordern dagegen häufig mehrere Wochen Schonung sowie das Tragen von Kompressionskleidung über einen längeren Zeitraum.

Anwendungsbereiche und Behandlungsablauf

Renuvion eignet sich für zahlreiche Körperregionen. Besonders häufig wird das Verfahren an Hals und Doppelkinn, an den Oberarmen, am Bauch, an Hüften, Gesäß und Oberschenkeln sowie im Kniebereich eingesetzt. Auch das sogenannte Vorhangphänomen – sichtbare Hautfalten beim Vorbeugen nach einer klassischen Fettabsaugung – lässt sich mit der Methode häufig deutlich reduzieren, was viele Patientinnen und Patienten als besonders störend empfinden.

Der Ablauf orientiert sich eng an der klassischen Fettabsaugung: Nach örtlicher Betäubung oder Sedierung wird zunächst das überschüssige Fett abgesaugt, anschließend folgt über dieselben Zugänge die Plasmabehandlung zur Hautstraffung. Der gesamte Eingriff dauert je nach Behandlungsareal meist ein bis zwei Stunden und kann häufig ambulant durchgeführt werden.

Vor der Behandlung steht in der Regel ein ausführliches Beratungsgespräch, in dem die Ausgangssituation der Haut beurteilt und realistisch besprochen wird, welches Ergebnis sich erwarten lässt. Da Renuvion vor allem auf mäßige bis moderate Hauterschlaffung ausgelegt ist, eignet sich das Verfahren nicht für jede Ausgangslage gleichermaßen gut – bei stark ausgeprägter, überschüssiger Haut kann weiterhin eine klassische chirurgische Straffung die sinnvollere Wahl sein.

Regeneration nach dem Eingriff

Auch wenn Renuvion deutlich schonender verläuft als eine klassische Straffungsoperation, braucht der Körper Zeit, um das behandelte Gewebe vollständig zu regenerieren. Leichte Schwellungen und Spannungsgefühle in den ersten Tagen sind normal und klingen in der Regel innerhalb weniger Wochen ab.

Kompressionskleidung wird in den ersten Wochen dennoch empfohlen, allerdings meist über einen deutlich kürzeren Zeitraum als nach einer klassischen Straffungsoperation. Sport und intensive körperliche Belastung sollten in dieser Phase vorübergehend reduziert werden, während leichte Bewegung im Alltag in der Regel schon früh wieder möglich ist.

Eine ausgewogene, proteinreiche Ernährung nach der Operation unterstützt den Körper in dieser Phase spürbar, da er für die Wundheilung deutlich mehr Energie benötigt als im Ruhezustand. Wer sich für nicht-chirurgische Wege interessiert, findet auch abseits der Fettabsaugung Möglichkeiten, der Hautalterung entgegenzuwirken – etwa mit Ultraschalltechnologien, die sich in manchen Fällen ergänzend zu minimalinvasiven Eingriffen einsetzen lassen. Das endgültige Ergebnis der Renuvion-Behandlung zeigt sich meist erst nach drei bis sechs Monaten, wenn die Neokollagenese ihren vollen Effekt entfaltet hat.

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