Die Wachauer Weinstöcke weinen wieder

©Die Nikolai Tränen des Weinstocks

Es ist Erntezeit in der Wachau.

Neben Wein und Traubenkernöl gibt es noch einen anderen edlen Tropfen, den der Weinstock entstehen lässt und der jetzt im Frühling geerntet wird.

Heilende Wirkung

Martin Saahs bringt die Flaschen zur Ernte der Rebtränen an.

Um den Weinstock im Frühjahr mit Vitalstoffen zu versorgen und die Schnittwunden vor Bakterien und Pilzen zu schützen, lässt der Wein im Frühjahr Rebwasser, auch Tränen des Weinstocks genannt, durch seine Zweige fließen. An den Schnittstellen des Rebstocks tritt das wertvolle Wasser aus, welches schon im römischen Reich für seine Wirkung bekannt war. Auch Hildegard von Bingen berichtete über die faszinierenden Eigenschaften und verwendete es vor allem bei Hautkrankheiten und Ausschlägen. Heute nutzt dieses Wissen die österreichische Bio-Traubenkosmetik “dieNikolai” und fängt die einzelnen Tropfen in hunderten Flaschen auf.

“Für die Alten Römer waren die wundersamen Tränen ihrer Pflanzen äußerst faszinierend. Sie haben die Flüssigkeit aufgefangen, sie untersucht, vorsichtig von ihr gekostet und ihre Beobachtungen zur medizinischen Wirksamkeit über Jahre hinweg niedergeschrieben”, erklärt dieNikolai-Geschäftsführer Martin Saahs. Einer dieser frühzeitlichen Forscher hieß Plinius Secundus, der von 23 bis 79 n.Chr. lebte. Er hat dem Rebwasser eine heilende Wirkung gegen Hautkrankheiten zugeschrieben. Hildegard von Bingen empfahl hingegen mehr als 1.000 Jahre später die Anwendung des Rebwassers bei Ausschlägen, Hautkrankheiten und sogar Zahnschmerzen.

Wundermittel Rebwasser

Die erste kosmetische Verwendung hingegen ist auf das Jahr 795 zurückdatiert: In einem Rezept im Lorscher Arzneibuch war das Rebwasser Bestandteil einer Salbe für die Haut. Das Anwendungsgebiet war in jedem Fall ein breites – von der Stärkung des Magens bis hin zur Bekämpfung neurodermitischer Haut. Das Rebwasser wurde fortan als Wundermittel gegen kleine Wehwehchen, aber auch bei ernsthaften Erkrankungen verwendet. Das Wissen um die Tränen des Weinstocks ging zwar nicht verloren, allerdings geriet es allmählich in Vergessenheit und schließlich verschwand es fast gänzlich aus der Sammlung alter Hausmittel.

Hochwirksame Bio-Aktivstoffe

Vier Forscher am Wiener Institut für pharmazeutische Chemie entdeckten das wertvolle Wasser 1993 wieder und untersuchten den Saft eines Rebstocks per Gaschromatographie. Das Ergebnis: 32 Inhaltsstoffe wie Cineol, alpha-Terpineol oder Thymol sind gefunden worden. Sie sind hochwirksame Bio-Aktivstoffe mit antibakteriellen und desinfizierenden Eigenschaften. Allerdings konnte die Frage nicht gänzlich beantwortet werden, denn einen gewisser Anteil des Rebwassers konnte die Wissenschaft nicht identifizieren. Ein Geheimnis, das also auch tausende Jahre nach seiner Entdeckung noch nicht gelüftet ist.

Demeter zertifiziert

dieNikolai verwendet nur Rebwasser, das aus den eigenen Demeter-zertifizierten Weingärten stammt und zu einem wohltuenden Augen-Serum verarbeitet wird. Gemeinsam mit Zaubernussextrakt, Leindotteröl und Traubenkernöl wurde so eine besonders leichte Textur zur Pflege der dünnen Partie um die Augen entwickelt. Das Augen-Serum spendet Feuchtigkeit, kräftigt die Haut und unterstützt einen wachen Blick, ganz ohne chemische Konservierung oder exotische Inhaltsstoffe.

Bio-Traubenkosmetik aus Österreich

©die Nikolai Augen-Serum

Die Demeter-zertifizierte Bio-Traubenkosmetik “dieNikolai” ist der jüngste Spross von Österreichs ältestem Weingut, dem Nikolaihof Wachau. Für die 100% biologische Traubenkosmetik werden Rohstoffe aus den eigenen Weingärten verarbeitet. Alle Pflegen basieren auf dem wertvollen Traubenkernöl, welches mit Wirkstoffen wie Lindenblüten oder Safran, zu Pflegen für verschiedene Hauttypen verarbeitet wird. Die gesamte Kosmetiklinie ist palmölfrei, mineralölfrei und verzichtet vollkommen auf künstliche Duft- und Konservierungsstoffe. Dadurch sind die Inhaltsstofflisten kurz und die Produkte besonders verträglich. Verpackt in recycelbarem Glas und CO2-

Nikolaihof Wachau

Am östlichen Eingang zum UNESCO Weltkulturerbe befindet sich Österreichs ältestes Weingut. Mit den fast 2.000 Jahre alten Mauern reicht die Geschichte des Nikolaihof bis in die Römerzeit zurück. Vieles ist davon noch erhalten und so kann z.B. der alte Römerkeller oder die weltgrößte Holzweinpresse bei einem gemütlichen Abend in der familiären Weinstube besichtigt werden. Seit etwa 120 Jahren wird das Weingut von der Familie Saahs bewirtschaftet. Dabei folgt man seit fast 50 Jahren, als eines der ersten Weingüter der Welt, den bio-dynamischen Richtlinien. 2014 wurde Nikolaus Saahs vom weltberühmten Weinkritiker Robert Parker mit 100 Parker Punkten für einen seiner gereiften Weißweine ausgezeichnet.

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