Unerfüllter Kinderwunsch: Was bringt eine In-vitro-Fertilisation?

Unerfüllter Kinderwunsch

Für viele Paare macht ein eigenes Kind das Glück erst vollkommen. Klappt es auf regulärem Wege nicht, kommt eine künstliche Befruchtung in Frage. Bildquelle: Bgmfotografia / pixabay.com
Für viele Paare macht ein eigenes Kind das Glück erst vollkommen. Klappt es auf regulärem Wege nicht, kommt eine künstliche Befruchtung in Frage. Bildquelle: Bgmfotografia / pixabay.com

In-vitro-Fertilisation bei unerfülltem Kinderwunsch: Ist das eine gute Option?

Befragt man Paare zu ihren familiären Plänen für die Zukunft, so antwortet ein Großteil, dass ein Kind zum vollständigen Glück einfach dazu gehört. Doch bekanntermaßen ist eine Schwangerschaft nicht nur vom Wunsch des Paares, sondern auch vom Glück abhängig. Will es mit dem Nachwuchs monate- oder gar jahrelang nicht klappen, ist das für die Partnerschaft sehr belastend. Ein Ausweg kann dann die In-vitro-Fertilisation sein.

Was ist eine IVF und für welche Personen ist diese Behandlung geeignet?

Millionen von österreichischen Paaren wünschen sich Nachwuchs, doch bei manchen will es einfach nicht klappen. Statistiken gehen laut https://kurier.at/leben/unerfuellter-kinderwunsch-wenns-nicht-klappt/ davon aus, dass hierzulande etwa zehn bis fünfzehn Prozent aller Pärchen ungewollt keine Eltern sind. Das kann die Beziehung im schlimmsten Fall so stark belasten, dass sie schließlich in die Brüche geht.

Die Ursachen, warum es zu keiner Schwangerschaft kommt, können extrem vielfältig sein und reichen von Stress über den Einfluss von Medikamenten bis hin zu Über- oder Untergewicht und mangelhafter Ernährung. Nicht immer muss es also an Krankheiten oder einem zu hohen Alter liegen.

Ein Ausweg aus dem kinderlosen Dilemma kann die sogenannte In-vitro-Fertilisation bzw. Befruchtung im Glas sein. Diese Methode der künstlichen Befruchtung ist anzuraten, wenn herkömmliche Bemühungen für eine Schwangerschaft mindestens ein Jahr erfolglos bleiben und die Frau das 50. Lebensjahr noch nicht vollendet hat.

Neben der IVF gibt es noch diverse andere Methoden der künstlichen Befruchtung, wobei die In-vitro-Fertilisation subsidiär anzuwenden ist. Um diese Methode zielgerichtet durchführen zu können, wird ein Spermiogramm des Mannes benötigt, nebst einem aktuellen Gesundheitscheck der Frau. Sie muss eine gesunde Gebärmutter besitzen und zumindest einen funktionstüchtigen Eierstock.

Welche Methoden gibt es bei der IVF und wie ist jeweils der Ablauf?

Für die IVF gibt es viele unterschiedliche Methoden, wobei es sich im Wesentlichen um die vier nachstehenden handelt:

  1. Klassische IVF
  2. ICSI
  3. TESE-ICSI
  4. MESA-ICSI

Bei der klassischen In-vitro-Fertilisation findet eine spontane Befruchtung statt, nachdem Sperma und Eizelle in ein Reagenzglas gegeben worden sind. Die ICSI ist die Antwort auf in der Beweglichkeit gestörte Spermien, denn hierbei wird mit einer Pipette das Spermium injiziert. Bei der TESE-ICSI erfolgt die Spermiengewinnung mittels Hodenbiopsie und bei der MESA-ICSI direkt aus dem Nebenhoden mithilfe einer OP.

Ein weiterer Unterfall ist die In-vitro-Fertilisation mit Eizellspende. Laut https://www.invimed.de/ivf-mit-eizellspende handelt es sich dabei um eine Art der künstlichen Befruchtung, die für Frauen bis zu einem Alter von 49 Jahren geeignet ist. Wie der Name schon sagt, liegt der große Unterschied darin, dass die zu befruchtende Eizelle nicht von der künftigen Mutter selbst stammt, sondern von einer anderen Frau. Insgesamt läuft das Verfahren in sieben Schritten ab, beginnend mit dem sogenannten Qualifizierungsbesuch, bei dem die Anamnese im Vordergrund steht. Danach erfolgt die Auswahl der Spenderin, die Vorbereitungen, die Samenentnahme und schließlich die eigentliche IVF inkl. Embryotransfer und Nachsorge nach dem schon beschriebenen Muster.

Was kostet eine IVF, ist sie legal und wie sind die Erfolgsaussichten?

Von besonderem Interesse im Zusammenhang mit der IVF sind die Kosten einer Behandlung, die Legalität und die Aussichten auf Erfolg. Zunächst lässt sich konstatieren, dass nicht nur die IVF ohne, sondern auch die mit Eizellspende in Österreich erlaubt ist. Hierzulande wurde im Jahr 2015 das Gesetz zur Fortpflanzungsmedizin dahingehend reformiert, während beispielsweise in Deutschland die Eizellspende aufgrund ethischer Bedenken nach wie vor untersagt ist.

Was die Kosten anbelangt, übernimmt diese der eigens eingerichtete österreichische IVF-Fonds unter bestimmten Voraussetzungen bis zu 70 Prozent. Abgedeckt sind damit sowohl Behandlungs- als auch Arzneimittelkosten. Zu den Voraussetzungen gehört, dass eine entsprechende medizinische Indikation etwa aufgrund einer der nachstehenden Krankheiten gegeben ist:

  • Endometriose
  • PCO Syndrom
  • Schwere Infertilität des Mannes

Die Frau wiederum muss unter 40 Jahre alt sein, der Mann unter 50. Die Partnerschaft respektive Beziehung muss auf dem Bund der Ehe basieren.

Was die Schwangerschaftschancen anbelangt, so stehen diese bei einer IVF vergleichsweise gut. Pro Behandlungszyklus wird von 15 bis 20 Prozent ausgegangen, wobei der Wert auf bis zu 44% steigt, wenn drei Versuche unternommen werden. Der große Nachteil der IVF sind die hohen Kosten, gerade dann, wenn sie nicht übernommen werden.

red

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