Richtiges Autofahren bei winterlichen Bedingungen

Mit richtiges Ausrüstung sicher Fahren

Bei nasskalter Witterung sind Winterreifen, freie Scheiben und eine angepasste Fahrweise wichtig, um die Unfallgefahr zu verringern. txn-Foto: luckybusiness/123rf/Barmenia

Sicher im Auto unterwegs auch wenn die Straßen winterlich glatt werden.

Nebel, Kälte und Nässe sind für viele Autofahrer eine echte Herausforderung: Die Sicht wird schlechter, die Straßen sind rutschiger und es wird früher dunkel. Dann gilt es also, noch vorsichtiger mit dem Gaspedal umzugehen. Aber auch das Fahrzeug sollte für die anspruchsvollen bis gefährlichen Verkehrssituationen optimal vorbereitet werden. „Im Dunkeln auf nasser Straße bei Gegenverkehr durch Nebelbänke zu fahren, ist für jeden Fahrer eine Herausforderung“ weiß Peter Heise, Verkehrsexperte der Barmenia. „Allerdings ist das im Herbst und Winter für viele Berufspendler eine alltägliche Situation“.

Wintereinbruch fordert Autofahrer – Gefahren einschätzen und richtig reagieren

Wenn der erste Schnee fällt und die Straßen glatt werden, ist besondere Vorsicht hinter dem Steuer geboten. Im vergangenen Jahr passierten in Österreich auf Schnee, Schneematsch und Glatteis 1.586 Unfälle mit Personenschaden. Dabei wurden 2.108 Personen verletzt und 14 getötet (Quelle: Statistik Austria, Bearbeitung: ÖAMTC-Unfallforschung). „Schon bei Temperaturen oberhalb der Null-Grad-Grenze kann sich gefährliches Glatteis bilden“, erklärt Roland Frisch, Pkw-Chefinstruktor der ÖAMTC Fahrtechnik. Angepasste Fahrgeschwindigkeit ist daher das Gebot der Stunde, denn der Bremsweg auf einer glatten Fahrbahn kann sich um kaum vorstellbare Ausmaße verlängern. „Bei Tempo 130 beträgt der Bremsweg auf glatter Fahrbahn 435 Meter. Für diese Strecke braucht man zu Fuß rund sieben Minuten“, rechnet Frisch eindrücklich vor. Bei guten Bedingungen kann man auf einer trockenen Freilandstraße 100 km/h fahren. Wenn die Fahrbahn nass ist, muss man die Geschwindigkeit des Fahrzeuges bereits um 30 Prozent reduzieren. Im Falle einer Schneefahrbahn gilt es, diese zu halbieren, und bei Eis muss man um 70 Prozent langsamer fahren, damit der Bremsweg unverändert bleibt.

Um das Unfallrisiko zu senken, sollte auch das Auto auf die kalte Jahreszeit vorbereitet werden

Hier einige Tipps:

  • Auch wenn die richtig kalten Tage seltener werden – Winterreifen sind Grundvoraussetzung, um sich sicher durch die dunkle Jahreszeit bewegen zu können.
  • Lichtanlage prüfen lassen. Wer mit schlecht eingestellten Scheinwerfern unterwegs ist, gefährdet sich selbst und andere. Wenn die Scheibenwischer Schlieren hinterlassen, die Wischerblätter austauschen.
  • Heckscheibenwischer bei der Prüfung nicht vergessen. Klimaanlage kontrollieren. Bei optimaler Funktion bieten beschlagene Scheiben schnell wieder freie Sicht.
  • Ein guter Eiskratzer gehört zur Bordausstattung.
  • Wer eine Sehhilfe braucht, sollte beim Augenarzt prüfen lassen, ob sich die Werte verändert haben. Um unfallfrei ins nächste Frühjahr zu kommen, sind gute Sicht sowie eine angepasste Fahrweise mit genügend Abstand und reduzierter Geschwindigkeit wichtig.
  • Bei einer Sicht unter 50 Meter sollte nicht schneller als 50 km/h gefahren werden. Viele Fahrschulen und Automobilclubs bieten zudem ein spezielles Fahrsicherheitstraining für Herbst und Winter an, in dem Teilnehmer lernen, Gefahren zu erkennen und richtig zu reagieren.
  • Beim Fahren und Ausbrechen des Hecks richtig reagieren und gegenlenken.
  • Am Bergauf fahren rechtzeitig zurückschalten und zügig fahren.
  • Beim Anfahren aus einer glatten Mulde, eventuell die Traktionskontrolle ausschalten.

Wir wünschen Ihnen eine erfolgreiche Winterzeit!

txn

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