Aromatherapie – Erfolgsrezept oder Humbug?

Alternative Medizin Foto: Britta-Cornelsen_pixelio.de

Alternativen Behandlungsmethoden im täglichen Leben.

Wer auf der Suche nach kleinen Helferlein gegen gesundheitliche oder körperliche Beschwerden ist, kommt nicht an Informationen zu alternativen Behandlungsmethoden vorbei. Homöopathie rund um Globuli und Schüssler Salze, Nahrungsergänzungsmittel wie CBD und Superfoods wie Hanfsamen, Cranberrys und Chia sollen die Gesundheit verbessern.

Nun gesellt sich auch die Aromatherapie dazu. Wobei – eigentlich ist das falsch formuliert, denn tatsächlich gibt es die Aromatherapie bereits seit langer Zeit: Schon Urvölker machten sich die Aromen von Heilpflanzen zu Nutze, doch seit knapp einhundert Jahren werden die Naturaromen und ihre Auswirkungen auf den Körper erst genauer untersucht. Nun erlebt die alternative Behandlungsmethode ein wahres Revival. Doch wie soll gesundes Ingweröl oder hochwertigen Limetten Öl genau wirken?

Das hat es mit ätherischen Ölen auf sich

Ätherisch bedeutet „angenehm riechend“. Und es ist tatsächlich ihr Geruch, durch den sich die Öle der Aromatherapie auszeichnen.

So gewinnt man ätherische Öle

Die Öle befinden sich bereits in der Pflanze und werden im Prozess der sogenannten Wasserdampfdestillation aus dem Pflanzenmaterial gelöst. Dabei wird so lange heißer Wasserdampf in einen geschlossenen Kessel geblasen, bis die Flüssigkeit an einem kalten Rohr kondensiert. Die so gewonnene Flüssigkeit wird dann in einen Behälter umgefüllt. Da Öl leichter ist als Wasser, schwimmen die ätherischen Öle an der Oberfläche und können abgeschieden werden.

So sollen ätherische Öle wirken

Man nimmt an, dass die Aromatherapie ihre Wirkung im Gehirn entfaltet, wo sie die Ausschüttung bestimmter Hormone hemmen oder ankurbeln kann. Dabei dringt der Duft des Öles über die Nase in das limbische System im Gehirn ein. Dort nimmt es Einfluss auf die Steuerung der Botenstoffe. Abhängig davon, um welches ätherische Öl es sich handelt, wird eine andere Wirkung erzielt.

 Aromatherapie und ihre Wirkung

Die Pflanzenheilkunde gilt als eine der wirkungsvollsten Methoden, um ohne den Einsatz pharmazeutischer Präparate spürbare Wirkungen auf Geist und Körper zu erzielen. Die Aromatherapie macht sich die Wirkung der Pflanzen auf die Gesundheit ebenso zu eigen. Es gibt eine Vielzahl an ätherischen Ölen, denen eine ihnen typische Wirkung nachgesagt wird:

Ingwer

Ingwer ist unheimlich gesund. Er weckt die Lebensgeister, wärmt den Körper von innen und außen, wirkt außerdem schleimlösend. Er ist daher der perfekte Begleiter für die kalte Jahreszeit. Die Wirkung von Ingwer kann man aber auch genießen, ohne die scharfe Knolle immer frisch zuzuschneiden – ein hochwertiges ätherisches Ingweröl soll diese starke Wirkung von Ingwer auch in Form der Aromatherapie auslösen können. Egal, ob als Aroma in der Duftlampe, pur sowie kombiniert mit anderen Ölen oder in Form von Tropfen in einem Powerdrink – Ingwer ist abwechslungsreich und weckt die Lebensgeister.

Lavendel

Lavendel ist ein beliebter Bestandteil von Badezusätzen, Duftkissen, Kerzen und Pflegeprodukten – kein Wunder, denn Lavendel riecht nicht nur fein, sondern entspannt. Lavendel wird deshalb in vielen Haushalten als Einschlafhilfe oder Entspannungsunterstützer verwendet – Aromatherapie im Alltag, könnte man sagen. Da ein hochwertiges Lavendelöl für gesunden Schlaf sorgt und außerdem ausgleichend wirkt, kann es zum idealen Begleiter im Alltag werden.

Thymian

Manche lieben ihn, manche hassen ihn: den Duft von Thymian. Tatsächlich zählt Thymian zu den ältesten und vielseitigsten Heilkräutern und ist vor allem bekannt für seine starke Immunstimulierung. Dadurch stärkt er die Abwehrkräfte und soll auch bei der Gesundung nach Erkältungsleiden helfen. Überzeugte Anhänger der Aromatherapie sagen Thymian sogar eine positive Wirkung auf Krebsleiden nach – zumindest in Hinblick auf die Immunstärkung während Therapiephasen schwören immer mehr Patientinnen und Patienten auf das Heilkraut in Form der Aromatherapie.

Vanille Öl

Denkt man an Vanille, verbindet man deren Duft oft mit wundervollen Erinnerungen an die Weihnachtszeit oder an die eigene Kindheit. Vanille vermittelt Geborgenheit. Aus diesem Grund ist die Aromatherapie mit Vanille ein guter Begleiter durch stressige oder angsterfüllte Phasen.

Kann Aromatherapie helfen?

Vielleicht gehören auch Sie zu den Menschen, die aus Überzeugung behaupten können, dass Gerüche bei ihnen bestimmte Gefühle auslösen. Selbst wenn die Aromatherapie vielleicht nicht nur in manchen Fällen – beispielsweise das Einatmen von Thymianaroma bei Erkältungen – direkt auf die Gesundheit einwirken kann, beeinflusst sie zumindest den Gemütszustand. Das macht die Aromatherapie zur optimalen Begleittherapie bei verschiedenen Beschwerden oder einfach zu Alltagshelferlein.

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