Nächtliche Atemaussetzer

Nächtliche Atemaussetzer Foto: Egon-Häbich_pixelio.de

Welche Ursachen verbergen sich hinter diesem Syndrom?

Schnarchen ist ein Phänomen, das weit verbreitet und für Betroffene und deren Angehörige äußerst störend sein kann. Obwohl die Atemgeräusche, die während der nächtlichen Ruhephase auftreten, meist nicht gefährlich sind, können sie den Schlaf beeinträchtigen und dadurch weitere gesundheitliche Störungen begünstigen.

Wodurch kommt es zu Atemrhythmusstörungen?

Auch wenn Schnarchen als harmlos gilt, sollte das laute, knatternde Geräusch nicht einfach hingenommen werden. Vor allem, wenn Begleitsymptome wie Atemrhythmusstörungen oder plötzliche Atemaussetzer hinzukommen, sollte man ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Aufgrund nächtlicher Störungen durch häufiges Schnarchen kann es auch tagsüber zu Beeinträchtigungen wie Müdigkeit und Konzentrationsschwäche kommen. Daher sollten die Atemaussetzer Ursachen unbedingt abgeklärt werden. Fast jeder zweite Erwachsene schnarcht hin und wieder. In den meisten Fällen kommt es dabei aber nicht zum Atemstillstand. Schlafbezogene Atmungsstörungen wie die Schlafapnoe entwickeln sich meist schleichend über einen längeren Zeitraum und werden im Anfangsstadium kaum bemerkt. Bei der Schlafapnoe handelt es sich um eine Krankheit, bei der es zu Atemaussetzern im Schlaf kommt. Ähnlich wie das Schlafapnoe-Syndrom zählt auch das normale Schnarchen zu den schlafbezogenen Atmungsstörungen. Bei einer Schlafapnoe ist das nächtliche Sägen allerdings besonders laut und unregelmäßig.

Es wird vermutet, dass etwa 2 bis 4 Prozent der Erwachsenen in Österreich von einer Schlafapnoe betroffen sind. Die Häufigkeit des Schlafapnoe-Syndroms nimmt mit dem Alter zu. Typisch für das obstruktive Schlafapnoe-Syndrom ist das Erschlaffen der Muskeln des weichen Gaumens während des Schlafs. Wenn die Muskulatur in diesem Bereich erschlafft, kommt es zu einem unbeabsichtigten Verschluss der oberen Atemwege, sodass der Schlafende zu wenig oder gar keine Luft mehr bekommt. Aufgrund des vorübergehenden Sauerstoffmangels können Atemaussetzer erhebliche Folgen für die Gesundheit haben und unter anderem Herz und Lunge belasten. Meist wird die Schlafapnoe mit Überdruckbeatmung behandelt. Als Alternative zur herkömmlichen Therapie wird häufig eine Schlafschiene verordnet. Durch das Tragen einer Schiene verlagert sich der Unterkiefer leicht nach vorne, sodass die Zunge im Schlaf nicht mehr nach hinten sinken kann. Da die oberen Atemwege offenbleiben, ist ein ungehinderter Atemfluss möglich.

Die wichtigsten Risikofaktoren, die eine Schlafapnoe begünstigen

Verschiedene Faktoren können die Entstehung einer Schlafapnoe begünstigen. Zu den wichtigsten Risikofaktoren zählt beispielsweise Übergewicht. Um festzustellen, ob man normalgewichtig ist oder zu viel wiegt, kann das Verhältnis des Körpergewichts zur Körpergröße mithilfe eines Body-Mass-Index (BMI) Kalkulators bestimmt werden. Als Ergebnis dieser Berechnung wird der Body-Mass-Index (BMI) angezeigt, sodass feststeht, ob man Normalgewicht oder Übergewicht hat. Männer sind wesentlich häufiger von einer Schlafapnoe betroffen als Frauen. Die regelmäßige Einnahme von Beruhigungsmitteln oder Schlaftabletten kann die Wahrscheinlichkeit für nächtliche Atemschwierigkeiten erhöhen, da diese Arzneimittel Wirkstoffe mit entspannender Wirkung enthalten, die auch das Erschlaffen der Gaumenmuskeln begünstigen und dadurch das Risiko für das Verschließen der Atemwege erhöhen. Weitere Risikofaktoren, die eine Schlafapnoe auslösen oder verstärken können, sind hoher Alkoholkonsum und Rauchen.

Eine obstruktive Schlafapnoe sollte möglichst rasch behandelt werden, da die Symptome nicht von selbst aufhören und die Erkrankung sowohl das Berufs- als auch das Privatleben beeinflussen kann. So haben Menschen mit Tagesschläfrigkeit häufig Probleme, sich zu konzentrieren. Auch die aktive Teilnahme am Straßenverkehr kann durch die Schlafapnoe eingeschränkt werden, da Schlafmangel die Unfallwahrscheinlichkeit extrem erhöhen kann.

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