Arthrose erkennen und behandeln

Rechtzeitig achten ist besser

Arthrose Foto: Sơn Bờm

Für mehr Beweglichkeit und Mobilität.

Bewegliche und schmerzfreie Gelenke auch im Alter

Inhalt dieses Beitrags:

  • Was ist Arthrose?
  • Wie entsteht sie?
  • Arten von Arthrose
  • Diagnose von Arthrose
  • Behandlung von Arthrose
  • Was Betroffene selber dagegen tun können

Bei der Arthrose handelt es sich um eine langsam fortschreitende Zerstörung des Gelenkknorpels. Erste Anzeichen dafür sind Gelenkschmerzen, eingeschränkte Beweglichkeit sowie Anlauf- und Belastungsschmerzen. Meistens treten die Symptome aber erst einige Jahre nach Beginn der Krankheit auf. Mit einer Behandlung und Physiotherapie können die Beschwerden aber gelindert und die Beweglichkeit erhöht werden.

Was ist Arthrose?

Arthrose ist eine Volkskrankheit, denn es gibt Millionen von Betroffenen. In Österreich leiden etwa 1,4 Millionen Menschen an dieser Erkrankung. Bereits ab dem 35. Lebensjahr können bei der Hälfte der Bevölkerung Arthrose-Erscheinungen im Anfangsstadium nachgewiesen werden. Mit 60 Jahren sind dann rund die Hälfte der Frauen und ein Drittel der Männer von Arthrose betroffen.

Am häufigsten tritt Arthrose in den Gelenken in Knie, Hüfte, Sprunggelenk, Schulter, Ellbogen, Wirbelsäule, Finger und Zehen auf. Dabei kommt es zu einer degenerativen Zerstörung des Knorpels in diesen Gelenken. Damit gehen auch Knochenveränderungen einher.

Wie entsteht Arthrose?

Die Gelenke sind die Scharniere unseres Körpers. Die Knochenenden in den Gelenken sind von Knorpel überzogen, welche gemeinsam mit der Gelenkflüssigkeit (Synovia) Knochenabreibungen verhindern. Wenn sich der Gelenkknorpel zurückbildet, ist die schützende Funktion für die Knochen nicht mehr gegeben. Dadurch dringt auch Gelenkflüssigkeit in den Knochen ein. Im Gelenk sammeln sich mit der Zeit Zellreste und Stoffwechselprodukte an, welche zu Entzündungen führen können. Wenn das geschieht, spricht man von einer aktivierten Arthrose.

In erster Linie ist die Arthrose eine Alterserscheinung durch fortschreitende Abnutzung der Gelenkknorpel. Aber auch jüngere Menschen können davon betroffen sein. Das trifft vor allem bei beruflichen oder sportlichen Überlastungen der Gelenke, nach Meniskus- und Bänderverletzungen oder Knochenbrüchen, bei Übergewicht oder durch Fehlstellungen auf.

Welche Arten von Arthrose gibt es?

Je nachdem, wo die Arthrose auftrifft, spricht man von unterschiedlichen Arten. Die Gonarthrose tritt im Knie auf. Dort unterscheidet man weiters in Retropatellararthrose und Arthrose im Femorotibialgelenk. Die Hüftgelenksarthrose (Coxarthrose) entsteht oft nach einer Erkrankung oder Verletzung in diesem Bereich. Auch die Sprunggelenksarthrose rührt oft von Unfällen her und betrifft daher schon häufig jüngere Menschen. Typisch für diese Form ist der sogenannte Anlaufschmerz, also Schmerzen zu Beginn einer körperlichen Tätigkeit wie Joggen. Die Omarthrose im Schultergelenk ist ein Verschleiß des Gelenks zwischen Schulter und Oberarmkopf. Hier sind neben Fehlbelastungen und Vorerkrankungen oft auch erbliche Faktoren an der Entstehung beteiligt. Bei einer Arthrose in den Fingergelenken unterscheiden Fachärzte zwischen Fingermittelgelenksarthrose (Bouchard-Arthrose), Fingerendgelenksarthrose (Heberden-Arthrose) und Daumensattelgelenksarthrose (Rhizarthrose). Mehr Informationen dazu: www.knorpel.at/degenerativer-knorpelschaden-arthrose/

Diagnose von Arthrose

Einer Behandlung von Arthrose muss stets eine umfassende Diagnose durch einen Facharzt vorausgehen. Nach einer genauen Anamnese, bei der er die medizinische Vorgeschichte des Patienten erfasst, überprüft er in einer orthopädischen Untersuchung die Beweglichkeit und das Gangbild. Beim Verdacht auf Arthrose wird diese Diagnose dann mit Hilfe von bildgebenden Verfahren wie Röntgen, Ultraschall, Magnetresonanztomographie oder Computertomographie bestätigt oder entkräftet. Damit Betroffene das eigene Arthroserisiko im Vorfeld rasch und unkompliziert abklären können, hat Univ.-Prof. Dr. Stefan Marlovits vom Knorpelzentrum Wien einen kurzen Online Arthrose-Check entwickelt.

Behandlung von Arthrose

Welche Behandlungen bei einer diagnostizierten Diagnose angewendet werden, entscheidet der Facharzt im Anschluss abhängig von betroffenem Gelenk und Ausprägungsgrad der Arthrose. Dabei reicht die Bandbreite in spezialisierten Ordinationen wie dem Knorpelzentrum Wien (https://www.knorpel.at/) von konservativen Therapien mit Medikamenten über Hyaluronsäureinjektionen bis zu operativen Methoden wie dem Einsetzen einer Endoprothese.

Was Betroffene selber dagegen tun können

Ein wesentlicher Bestandteil bei der Gesunderhaltung unserer Gelenke ist die Ernährung. Mit einer ausgewogenen Ernährung kann man Knorpelschäden und Arthrose effektiv vorbeugen. Der Knorpel bezieht seine Nährstoffe aus der Gelenkflüssigkeit, da er nicht direkt an den Blutkreislauf angeschlossen ist. Folgende Mikronährstoffe sind wichtig bei der Ernährung des Knorpels: Vitamin C, Vitamin E, Kupfer, Mangan, Zink, Selen, Kalzium, Vitamin D, Vitamin K, Gluccosamin, Chondroitinsulfat, Hyaluronsäure und Kollagen. Manchmal lässt sich der Bedarf allerdings schwer über die reine Ernährung abdecken. Dann können bestimmte Nahrungsergänzungsmittel helfen. Auch dazu berät Sie der Facharzt im Rahmen der Diagnose und Behandlung von Arthrose. Damit steht einem langen beweglichen Leben nichts mehr im Weg.

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