CBD in Österreich auf Rezept?

Heilsame Wirkungen von CBD

Noch gibt es CBD nicht auf Rezept! (Bild von Brent Barnett auf Pixabay)
Noch gibt es CBD nicht auf Rezept! (Bild von Brent Barnett auf Pixabay)

CBD hat viele schmerzlindernde Wirkungen! Als Nahrungsergänzungsmittel ist es frei verkäuflich! Jetzt online nachlesen!

CBD gegen Schmerzen

Cannabidiol macht chronischen Schmerzpatienten Hoffnung. CBD (Cannabidiol) wird immer stärker nachgefragt. Waren es anfangs noch gestresste Lifestyler, welche das Produkt meist in Form von Öl zu sich nahmen, um rauschfrei zu entspannen, wird der Wirkstoff inzwischen auch in der Heilkunde angewandt. Besonders in der Schmerztherapie werden dabei Erfolge vermeldet. Und doch ist es noch nicht möglich, sich CBD in Österreich verschreiben zu lassen. Das liegt einerseits an einer etwas verzwickten Gesetzeslage. Andererseits hat CBD als Substanz der Hanfpflanze unangebrachter Weise mit Vorurteilen und Unwissenheit innerhalb der Institutionen und auch der Bevölkerung zu kämpfen. Hanf wird nämlich in den Köpfen immer noch hauptsächlich mit THC (Tetrahydrocannabinol) gleichgesetzt. Dieses steht auf der Liste des Suchtmittelgesetzes und der Verkauf sowie Verkehr ist hierzulande verboten.

Dagegen hat CBD keine psychoaktiven Wirkungen. Es ist sogar frei verkäuflich. Spezialisierte Online-Shops, Apotheken und Drogerien verkaufen die Produkte ohne Probleme an Anwender. Zurzeit gelten diese nämlich als Nahrungsmittelergänzung. Mit der Erkenntnis, dass der Wirkstoff mehr kann, als leicht zu entspannen, setzen viele ihre Hoffnung auf CBD als Medizin. Das ist nämlich im Endeffekt eine Kostenfrage und wer CBD Öl auf Rezept erhalten könnte, der hätte die Chance, von der Krankenkasse sein Geld zurückfordern zu können. In Österreich stellt sich die Lage allerdings wie im Nachbarland dar: CBD Öl in Deutschland auf Rezept kaufen ist noch nicht möglich.

Heilsame Wirkungen von CBD

Der Wirkstoff wird zwar von vielen Untersuchungen begleitet, in der Kürze der Zeit sind allerdings noch selten abschließende Resultate zu vermelden. Die meisten Arbeiten gehen davon aus, dass CBD am körpereigenen Endocannabinoid-System ansetzt, um seine entzündungshemmenden und entspannenden Wirkungen zu entfalten. Dieses reguliert die Nervenströme und das Resultat von CBD ist vor allem eine Stärkung des Immunsystems. Deshalb gilt der Wirkstoff in der Schmerztherapie als willkommene begleitende Maßnahme. Vor allem Patienten mit Autoimmunkrankheiten sprechen von einer Verbesserung ihres Krankheitsbildes.

Bei psychotischen Krankheiten wie Depression, Schizophrenie und Panikattacken erleben Patienten einen signifikanten Rückgang ihrer Anfälle, die zudem nur noch in abgeschwächter Form auftreten. Ähnliches berichten Allergiker und Asthmatiker. Parkinson-Patienten äußern sich eindrucksvoll über eine Steigerung ihrer Lebensqualität.

CBD und sein rechtliches Umfeld

Eigentlich weiß die Menschheit schon seit Urzeiten, dass die Cannabispflanze viele Vorteile für Gesundheit und Wohlbefinden mit sich bringt. Alte Kulturen wie die der Ägypter, Maya, Chinesen und Inder pressten wohlschmeckende Öle aus den Samen und webten strapazierfähige Kleidung aus den Fasern. Bis Ende des 19. Jahrhunderts war Cannabis in den meisten Schmerzmitteln der entscheidende Wirkstoff und führte die Verkaufszahlen an, bis es von Aspirin abgelöst wurde. 1963 wurde THC als Droge eingestuft und rutschte in die Illegalität. Leider geriet damit die Hanfpflanze an sich in Verruf und bis heute sind die Konsequenzen zu spüren.

So wurden auch die mehr als 100 Wirkstoffe von Cannabis, welche keinerlei berauschende Wirkungen verursachen, in „Sippenhaft“ genommen. Erst Mitte der 90er-Jahre regten sich erste Bestrebungen einer Cannabis Legalisierung in vielen Ländern Mitteleuropas. Als Folge dieser im Ansatz neuen Offenheit gewann CBD immer weiter an Aufmerksamkeit. Aufgrund seines Potenzials wurden allerdings Begehrlichkeiten geweckt. Aufgrund der Novel Food-Regelung von 1997 befanden sich die Institutionen in Europa bis vor Kurzem um Zulassung und Vermarktung in einem Kompetenzstreit. Diese möchte unbekannte Lebensmittel durch einen langen Zulassungsprozess führen. Dieser Streit wurde zwar im April 2020 beigelegt, doch weiterhin überlagern sich nationale Gesetzgebungen und die Interpretation der einzelnen Bundesländer.

Status Quo in Österreich

CBD-Öl gegen Schmerzen kaufen ist in der Regel legal, wenn die Produkte einen Anteil von weniger als 0,3 % THC enthalten. Da es frei verkäuflich ist, kann es zurzeit nicht verschrieben werden. Auf Rezept erhältlich dagegen ist Cannabis bei Multipler Sklerose, AIDS, Krebs oder Erkrankungen des Nervensystems.

Die derzeitigen Möglichkeiten sind unzureichend. Es wird ein Arzt gebraucht, der mit medizinischem Cannabis vertraut ist. Dieser muss bereit sein, ein Rezept für ein Betäubungsmittel auszustellen. Die Kosten für Medikamente wie Dronabinol sind überhöht und die Krankenkassen übernehmen diese Kosten nur sehr zögerlich und auch nur dann, wenn klinische Studien vorliegen. Diese Situation belastet die Betroffenen ungemein. Deshalb bleibt zu wünschen, dass diese Unsicherheiten endlich beiseite geräumt werden, damit die Leidenden zu einer besseren Gesundheit und Lebensqualität finden.

2 Kommentare

  1. In meiner Familie ist bisher niemand von Demenz betroffen. Allerdings komme ich regelmäßig mit dem Thema in Berührung. Da ich mich auch gerne mit alternativen Behandlungsmethoden beschäftige und mich stets weiterbilden möchte, komme ich gar nicht an dem Trend CBD vorbei. Ich habe jetzt schon einige Artikel im Zusammenhang mit Demenz gelesen. Außerdem wird die Wissenschaft immer aufmerksamer auf CBD Produkte und ihre Wirkung.
    Entzündungshemmend, schmerzlindernd und beruhigend – das klingt doch alles hervorragend. Fraglich ist nun, ob sich CBD Öl auch in der Praxis als „Wundermittel“ bewährt. Kennt ihr einen demenzkranken Menschen, welcher CBD konsumiert? Nur positive Aspekte oder auch negative?

  2. CBD Produkte müssen noch weiter untersucht und erforscht werden, bevor man sich ein positives oder negatives Urteil bilden kann. Allerdings ist klar, dass Hanf seit Jahrtausenden als Heilpflanze verwendet wird. Meine Großeltern hatten glücklicherweise beide keine Demenz. Bei meinem Schwiegervater sieht es in letzter Zeit vermehrt danach aus, aber eine Diagnose haben wir noch nicht. Unabhängig davon konsumiert er seit Jahren CBD Öl, mittlerweile mit einer Stärke von 15%. Hanföl bringt so viele Vorteile mit sich und das wollte er einfach an sich selbst ausprobieren. Ob es einen Zusammenhang zwischen Ausbruch von Demenz und CBD Produkt gibt, kann ich dir nicht sagen. Meine Frau und ich können nur hoffen, dass es eine tatsächliche Wirkung gibt und sie meinem Schwiegervater ein gesundes Leben ermöglicht.

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