Der neue Mazda CX 5 im Fahrtest

Es gibt es Fahrzeuge, die sich über Generationen hinweg einen festen Platz im Alltag ihrer Besitzer erarbeiten.

Der Mazda CX-5 gehört genau zu dieser Kategorie. Seit seiner Premiere im Jahr 2012 hat sich das japanische SUV weltweit millionenfach verkauft und gilt bis heute als eines der erfolgreichsten Modelle der Marke.

Mit dem Modelljahr 2026 schlägt Mazda nun ein neues Kapitel auf. Die dritte Generation wurde nahezu vollständig neu entwickelt und wirkt auf den ersten Blick vertraut – auf den zweiten jedoch deutlich moderner, hochwertiger und digitaler. Dabei bleibt Mazda seiner Philosophie treu: Evolution statt Revolution. Statt mit spektakulären Designexperimenten Aufmerksamkeit zu suchen, konzentrieren sich die Ingenieure auf das, was Autofahrer täglich erleben: mehr Komfort, bessere Ergonomie, moderne Technik und ein entspannteres Fahrerlebnis. Außerdem erhält der neue CX-5 erstmals ein vollständig neu entwickeltes digitales Cockpit mit Google-Integration und großem Zentraldisplay..Das Design: Mehr Präsenz ohne Effekthascherei

Schon beim ersten Rundgang fällt auf, wie souverän der neue CX-5 auftritt. Die Grundform bleibt erhalten, doch jede Linie wirkt präziser. Die Front erscheint breiter, die Motorhaube länger und die LED-Scheinwerfer sind schmaler geworden. Zusammen mit dem großen Kühlergrill entsteht ein selbstbewusster Auftritt, ohne aggressiv zu wirken. Mazdas Kodo-Design entwickelt sich damit konsequent weiter. Die Flächen sind glatt und ruhig, die Karosserie verzichtet auf übertriebene Sicken oder scharfe Kanten. Gerade im Sonnenlicht entstehen dadurch elegante Lichtreflexe, die dem SUV beinahe eine Premium-Ausstrahlung verleihen.

Auch das Heck wurde komplett neugestaltet. Schmale Rückleuchten, ein breiterer Abschluss und ein klar strukturierter Stoßfänger verleihen dem Wagen optisch mehr Breite. Das Ergebnis wirkt hochwertig und zeitlos – Eigenschaften, die gerade bei einem Familien-SUV besonders wichtig sind. Im Vergleich zum Vorgänger ist der neue CX-5 außerdem etwas gewachsen. Die Karosserie misst nun knapp 4,70 Meter und bietet dadurch mehr Platz im Innenraum. Gleichzeitig bleiben die Proportionen ausgewogen, sodass der Mazda weder wuchtig noch unhandlich erscheint.

Ein Blick unter die Motorhaube

Während viele Hersteller ihre Modellpalette inzwischen ausschließlich elektrifizieren oder auf kleine Turbomotoren setzen, verfolgt Mazda weiterhin seinen eigenen Weg. Zum Marktstart kommt der neue CX-5 in Europa mit einem neu entwickelten 2,5-Liter-e-Skyactiv-G-Benziner inklusive Mildhybridtechnik. Der Vierzylinder leistet 141 PS (104 kW) und arbeitet serienmäßig mit einer Sechsstufen-Automatik zusammen. Je nach Ausstattung steht Front- oder Allradantrieb zur Verfügung. Auf den ersten Blick wirken 141 PS im Wettbewerb eher zurückhaltend. Viele Konkurrenten bieten inzwischen 170 bis über 200 PS an. Mazda verfolgt jedoch ein anderes Konzept. Nicht Höchstleistung, sondern ein gleichmäßiger, kultivierter Leistungsaufbau steht im Mittelpunkt.

Der Motor reagiert spontan auf Gasbefehle, arbeitet angenehm leise und überzeugt durch seine Laufruhe. Gerade im Stadtverkehr oder auf Landstraßen entsteht dadurch ein ausgesprochen entspanntes Fahrerlebnis. Wer häufig mit Anhänger unterwegs ist, profitiert außerdem von einer gebremsten Anhängelast von bis zu 2.000 Kilogramm. Damit eignet sich der CX-5 weiterhin hervorragend als Zugfahrzeug für Wohnwagen oder größere Anhänger.

Erste Fahreindrücke

Schon nach wenigen Kilometern wird deutlich, dass Mazda sein Fahrwerk grundlegend überarbeitet hat. Der neue CX-5 fährt ausgesprochen gelassen. Unebenheiten werden sauber gefiltert, ohne dass das Auto schwammig wirkt. Die Federung arbeitet feinfühlig und vermittelt einen hochwertigen Eindruck. In schnellen Kurven bleibt die Karosserie angenehm ruhig. Gleichzeitig vermittelt die Lenkung genau jene Rückmeldung, für die Mazda seit Jahren bekannt ist. Sie arbeitet direkt, präzise und vermittelt stets das Gefühl, exakt mit dem Fahrzeug verbunden zu sein.

Besonders beeindruckend ist die Geräuschdämmung. Wind- und Abrollgeräusche dringen deutlich weniger in den Innenraum als beim Vorgänger. Auf der Autobahn entsteht dadurch eine fast schon luxuriöse Atmosphäre. Der neue CX-5 möchte kein Sportwagen sein. Vielmehr vermittelt er Gelassenheit und Sicherheit. Genau diese Eigenschaften machen ihn auf langen Reisen zu einem besonders angenehmen Begleiter.

Innenraum: Ein deutlicher Qualitätssprung

Öffnet man die Tür, fällt sofort auf, wie hochwertig der Innenraum geworden ist. Weiche Materialien, präzise verarbeitete Ziernähte und angenehm griffige Oberflächen bestimmen das Bild. Mazda verzichtet weiterhin auf übertriebene Effekte und setzt stattdessen auf eine klare, ruhige Gestaltung. Die Sitze bieten ausgezeichneten Seitenhalt, ohne unbequem zu wirken. Besonders auf langen Strecken zahlt sich die ergonomische Form aus. Fahrer und Beifahrer sitzen leicht erhöht und genießen eine hervorragende Rundumsicht.

Auch im Fond profitieren Passagiere vom größeren Radstand. Knie- und Kopffreiheit fallen spürbar großzügiger aus als beim bisherigen Modell. Der wahre Charakter eines Autos zeigt sich nicht auf dem Papier und auch nicht nach einer kurzen Probefahrt um den Block. Erst wenn Stadtverkehr, Landstraßen, Autobahn und enge Parkhäuser zum Alltag gehören, wird deutlich, ob ein Fahrzeug seine Versprechen hält. Genau dort setzt der neue Mazda CX-5 an. Er will nicht mit Rekordwerten oder spektakulären Beschleunigungszahlen beeindrucken, sondern durch Ausgewogenheit, Komfort und eine Bedienung, die den Fahrer nicht überfordert.

In der Stadt

Im dichten Stadtverkehr zeigt der CX-5 seine angenehme Seite. Trotz seiner SUV-Abmessungen wirkt er erstaunlich handlich. Die leichtgängige Lenkung erleichtert enge Kurven, Kreisverkehre und Parkmanöver. Die gute Rundumsicht sorgt dafür, dass man die Fahrzeugabmessungen schnell einschätzen kann. Besonders hilfreich sind die hochauflösenden Kameras und Parksensoren, die Hindernisse zuverlässig erkennen. Beim Rangieren liefert das Kamerasystem ein scharfes Bild, sodass Bordsteine oder Poller problemlos im Blick bleiben.

Auch der Motor passt hervorragend zum entspannten Charakter des Fahrzeugs. Er spricht sanft an und arbeitet nahezu vibrationsfrei. Das Automatikgetriebe schaltet unauffällig und hält die Drehzahl angenehm niedrig. Gerade im Stop-and-Go-Verkehr entsteht dadurch ein sehr gelassenes Fahrerlebnis.

Auf der Landstraße

Verlässt man die Stadt und fährt über kurvige Landstraßen, zeigt sich eine der größten Stärken des Mazda. Seit Jahren gelten die Fahrzeuge der Marke als besonders fahraktiv – und auch der neue CX-5 knüpft daran an. Die Lenkung arbeitet präzise und vermittelt jederzeit ein gutes Gefühl für die Vorderachse. Das Fahrzeug folgt sauber der gewählten Linie, ohne nervös zu wirken. Selbst schnelle Richtungswechsel meistert das SUV souverän.

Das Fahrwerk bildet einen gelungenen Kompromiss. Es ist komfortabel genug, um Schlaglöcher oder schlechte Straßenbeläge sauber herauszufiltern, gleichzeitig aber straff genug, damit sich der Wagen in Kurven nicht übermäßig neigt. Gerade auf langen Landstraßenetappen entsteht dadurch ein entspannter Fahrfluss. Der CX-5 animiert nicht zum Rasen, sondern zum gleichmäßigen und flüssigen Fahren – eine Charaktereigenschaft, die hervorragend zu seinem Gesamtbild passt.

Autobahn: Der Langstreckenkomfort überzeugt

Auf der Autobahn fühlt sich der neue CX-5 besonders wohl. Bei Reisegeschwindigkeit arbeitet der Benziner angenehm leise. Windgeräusche wurden gegenüber dem Vorgänger spürbar reduziert, auch die Abrollgeräusche der Reifen dringen deutlich weniger in den Innenraum. Die Sitze erweisen sich auf langen Etappen als komfortabel und bieten ausreichend Unterstützung im Rücken- und Oberschenkelbereich. Nach mehreren Stunden am Steuer steigt man erstaunlich entspannt aus.

Auch bei höherem Tempo bleibt das Fahrzeug stabil. Seitenwind beeinflusst den Geradeauslauf nur gering, und die Lenkung vermittelt jederzeit Sicherheit.

Das neue Infotainment: Endlich auf Augenhöhe mit der Konkurrenz

Der größte Fortschritt gegenüber dem bisherigen CX-5 findet sich im Cockpit. Mazda hat die komplette Bedienlandschaft neu entwickelt. Herzstück ist ein großer, zentral angeordneter Touchscreen, der deutlich größer ausfällt als bisher. Die Darstellung überzeugt mit brillanten Farben, hoher Auflösung und schnellen Reaktionszeiten. Menüs bauen sich ohne Verzögerung auf, Karten werden flüssig dargestellt und die Bedienung gelingt intuitiv.

Die grafische Gestaltung wirkt modern und aufgeräumt. Große Symbole erleichtern die Bedienung während der Fahrt, ohne den Fahrer unnötig abzulenken.

Google an Bord

Eine der wichtigsten Neuerungen ist die Integration von Google-Diensten. Dadurch steht Google Maps direkt im Fahrzeug zur Verfügung. Die Navigation arbeitet schnell, berechnet Ausweichrouten bei Staus nahezu in Echtzeit und berücksichtigt auf Wunsch Ladestopps oder interessante Zwischenziele.

Die Sprachsteuerung versteht natürliche Sprache deutlich besser als das bisherige System. Statt komplizierter Befehle genügt ein einfacher Satz wie:

„Navigiere zum nächsten Restaurant.“

oder

„Zeige mir eine Tankstelle auf meiner Route.“

Innerhalb weniger Sekunden erscheint das gewünschte Ziel.

Auch Android Auto und Apple CarPlay lassen sich kabellos nutzen. Das Smartphone verbindet sich automatisch nach dem Einsteigen und macht zusätzliche Kabel überflüssig.

Digitales Cockpit

Vor dem Fahrer ersetzt ein modernes digitales Kombiinstrument weitgehend die klassischen Rundinstrumente. Geschwindigkeit, Navigationshinweise, Assistenzsysteme und Fahrinformationen lassen sich individuell anordnen. Besonders angenehm: Trotz der Digitalisierung wirkt das Cockpit nicht überladen. Mazda setzt weiterhin auf klare Anzeigen und verzichtet auf unnötige Animationen.

Bedienung

Ein großer Pluspunkt bleibt die Ergonomie. Während viele Hersteller nahezu alle Funktionen ausschließlich über den Touchscreen steuern, behält Mazda wichtige Tasten für Klimaanlage, Lautstärke und einige Fahrzeugfunktionen bei. Das reduziert Ablenkungen während der Fahrt erheblich. Nach kurzer Eingewöhnung lassen sich nahezu alle Funktionen blind bedienen.

Alltagstauglichkeit

Auch im Familienalltag sammelt der CX-5 viele Pluspunkte. Die Türen öffnen weit, wodurch Kinder problemlos einsteigen können. Kindersitze lassen sich dank gut erreichbarer ISOFIX-Befestigungen einfach montieren. Zahlreiche Ablagen, große Türfächer und ein ordentlich dimensioniertes Handschuhfach erleichtern den Alltag. Der Kofferraum bietet ausreichend Platz für den Wocheneinkauf, mehrere Reisekoffer oder den Kinderwagen. Durch die nahezu ebene Ladefläche und die umklappbaren Rücksitze wächst das Ladevolumen nochmals deutlich an.

Vergleich zum Vorgänger

Im direkten Vergleich fällt auf, wie konsequent Mazda den Bestseller weiterentwickelt hat. Der bisherige CX-5 überzeugte bereits mit seinem ausgewogenen Fahrwerk und seiner hochwertigen Verarbeitung. Beim neuen Modell wurden jedoch nahezu alle Schwächen beseitigt. Die Geräuschdämmung ist besser, das Infotainment moderner, die Navigation deutlich schneller und die Assistenzsysteme umfangreicher. Gleichzeitig wirkt der Innenraum hochwertiger und luftiger.

Auch die Materialqualität legt nochmals zu. Kunststoffe wurden reduziert, weiche Oberflächen dominieren nun das Cockpit. Insgesamt rückt der CX-5 damit ein gutes Stück näher an Premiumhersteller heran, ohne deren Preisniveau zu erreichen. Genau darin liegt seine größte Stärke: Er bietet viel Qualität, moderne Technik und hohen Fahrkomfort zu einem Preis, der im Wettbewerbsumfeld weiterhin attraktiv bleibt. Preise starten ab EUR 31 140,-.

Fotos©Mazda

1 Kommentar

  1. Klares Vernuftauto.
    keine E-Autos die Fahren wie ein Straßenbahn – völlig ohne Sound und Kraftschluss.

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