Toyota C-HR der Stylische

Ein junger, moderner und stylisch konzipierter Crossover mit guten inneren Werten.

 

Der erste Eindruck überwältigt fast, den der neue Toyota C-HR ist ein Designerstück. Vorne ein Monsterbug mit schlanken Scheinwerfer und vielen Sicken. Von der Seite gesehen steht er geduckt da, nach hinten abfallendes Dach erinnert sehr an eine Schildkröte, dafür mit einem guten cW Wert. Die Gürtellinie ist relativ hoch, die Radkästen extra betont und wirken fast wie ausgestellt. Die Fensterpartie eher kleiner geraten und zuerst meint man es handelt sich um ein Coupe mit zwei Türen. Erst bei genauerem Hinsehen entdeckt man den Türgriff auf der hinteren Tür.

Das kurze Heck scheint die Designspielereien noch zu überbieten. Hier konnten sich die Toyota-Designer austoben. Überproportional große Heckleuchten die weit aus der Karosserie ragen, ein Dachspoiler und ein abrupter Heckabschluss sorgen für ein einzigartiges Design. Viele werden zumindest anfangs das Design als sehr gewagt bezeichnen, doch nach einer Gewöhnung entdeckt man die Reize der Form und letztendlich bleibt der Geschmack immer etwas ganz persönliches. Auch Ältere  – oder gerade Ältere Menschen finden Gefallen am Design und wollen jung bleiben.

Jedenfalls hat der C-HR bei all den kompakten Crossover Modellen die am Markt sind, fast eine Alleinstellung beim Design.

Wie schaut das Design im Innen aus?

 

Eines kann schon beim ersten Blick in den Innenraum festgestellt werden, der Innenraum kann mit seinem progressiven Außendesign mithalten. Zentral ein sehr sportliches Lenkrad mit allerlei Bedientasten, dahinter zwei Röhren für Tacho und Drehzahl. Mittig ein aufragender Bildschirm und alles zum Fahrer oder Fahrerin hingeneigt. Das Besondere das gesamte Armaturenbrett ist je nach Ausstattung und Farbe mit einer Farbleiste durchzogen, die dem eher schwarzen Material die Strenge nimmt.

Die Sitze passen gut und sind straff gepolstert. Hinten geht es natürlich enger zu, auch die Sicht ist konzeptionsbedingt nicht für lange Strecken geeignet. Besser sind hier zwei Personen aufgehoben und bei viel Gepäck legt man die Rücksitze sowieso um. Menschen die ein Auto der etwas anderen Art bevorzugen, die fühlen sich hier richtig wohl. Von außen schaut der C-HR fast wie ein kleiner Sportwagen und im Inneren sitzt auch alles knapp und eng geschnitten. Sogar bei den Bedientasten hat Toyota einen großen Sprung nach vorne gemacht, alles ist logisch aufgeräumt , gut zu erreichen und fühlt sich gut an.

Wie fährt sich der Toyota C-HR?

 

Wir testeten den C-HR 1,2 Liter Turbo 4WD Multidrive S mit 116 PS in der Ausstattungsvariante C-ult. Die Fahrwerte attestieren einiges an Temperament (Höchstgeschwindigkeit 180 km, Beschleunigung von 0 auf 100 km in 11,4 Sek.). In der Praxis können die 116 PS dem vielleicht zu hohen Erwartungsdruck, bei soviel sportlichen Design nicht ganz mithalten. Kein schlechter Wert, doch hier und da wünschte man sich etwas mehr. Vermutlich nimmt das stufenlose Automatikgetriebe doch einen Teil der Kraft, dafür ist es bequemer und bietet alle Vorteile, wie Staufahren ohne dauernd zu kuppeln oder wegfahren am Berg ohne Kupplungsrutschen.

Ideal ist der Allradantrieb, der beim Fahren so gut wie nicht spürbar wird, erst bei schlechten Straßenverhältnissen im Winter oder bei Regen merkt man das man völlig ohne Probleme voran kommt, wo andere schon quer stehen. Es gibt ihn auch ohne Allradantrieb, dann ist die Beschleunigung um 0,5 Sek besser.

In der Stadt ist man mit einem Crossover mit einer Länge von 4,36 M und einer Breite von 1,79 m ideal aufgehoben. Fast immer findet man einen ausreichend großen Parkplatz. Einziges Manko in der Stadt man sieht seitlich nach hinten sehr wenig, aber beim Einparken hat man noch die Heckkamera und kann sich daran gut orientieren. Im Stadtbereich kommt sogar eine gewisse Spritzigkeit beim Fahren auf, man schwimmt gut mit dem Verkehr und ist dabei sehr wendig.

Überland und speziell auf der Autobahn fiel uns der etwas höhere Geräuschpegel auf, der doch etwas lauter als üblich erschien. Dies ist aber erst über der erlaubten Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h in Österreich zu bemängeln. Unsere Feststellungen betreffen daher eine Autobahnfahrt in Deutschland. Hervorragend ist der Geradeauslauf auf Autobahnen, die Federung ist ideal und schluckt auch stärkere Schlaglöcher anstandslos. Wenn man PS-stärkere Autos gewohnt ist, dann fehlt einem beim Überholen ab 120 km/h doch der Punch. Aber dies ist durchaus im vertretbaren Rahmen und fällt so machen gar nicht auf. Wir sind gespannt ob Toyota eine zusätzliche etwas stärkere Variante nachlegt.

Die Bremsen verzögern ordentlich und lassen sich gut dosieren. Erfreulich ist jedenfalls, dass auch nun in den kleineren Autosegmenten Assistenzsysteme Einzug gehalten haben und nicht nur den Premiumautos vorbehalten sind. Der C-HR ist ordentlich bestückt. Auch der Verbrauch hält sich in Grenzen, wir kamen während unseres Test auf durchschnittlich 6,7 l auf 100 km (EU Verbrauch kombiniert seitens des Hersteller wäre 5,9 l). Zusammen mit einem Tankinhalt von 50 Liter ergibt das in der Praxis doch eine hohe Kilometerleistung bevor es wieder zum Tanken geht.

Hervorzuheben ist auch noch, dass man sich seinen C-HR ganz individuell ausstatten lassen kann, angefangen von bunten Zierteilen, bis zu Zweifarbkombinationen (Dach) und Innenfarben.

Unser Fazit

 

Wer auf Originalität, Design und Unterscheidung wert legt, liegt hier richtig. Dank seinem Allradantrieb macht er Sommers und Winters Freude, ist sehr kompakt, sparsam beim Verbrauch und fährt kein Modell 08/15.

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